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Artikel - Innovationspolitik

Einstieg

Einleitung

Rolltreppen in einem Gebäude.

© istockphoto/makasana

IGP

Das ist das IGP

Mit dem IGP startet das BMWi 2019 eine neue Pilotförderung, die Impulse für nichttechnische Innovationen setzt. Das IGP weitet den Fokus über die technologieorientierte FuE-Förderung hinaus auf die Entwicklung von zukunftsweisenden Geschäftsmodellen, Konzepten und Lösungen. Spezifische Ausschreibungsrunden adressieren jeweils bestimmte Themenbereiche wie digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle, kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen sowie Innovationen mit besonderem „Social Impact“.

Was wird gefördert?

Was wird gefördert?

Mit dem IGP fördert das BMWi marktorientierte Innovationsprojekte und Innovationsnetzwerke. In deren Mittelpunkt sollen innovative Geschäftsideen oder Pionierlösung stehen, die auf neuartige Dienstleistungen abzielen, neue Prozesse und Organisationsweisen entwickeln oder innovative Marketingkonzepte und Geschäftsmodelle umsetzen. Dies können z. B. moderne Designansätze, neuartige Lern-Apps sowie neue Formen der Technologienutzung sein. Die Projektideen sind geprägt von einem primär nichttechnischen Entwicklungscharakter, gleichwohl können neue technische Entwicklungen genutzt, adaptiert und in neue Zusammenhänge gebracht werden.

Mit dem IGP möchte das BMWi vor allem junge, kleine und mittelständische Unternehmen erreichen und ihre vielfältigen klugen unternehmerischen Ideen, die unsere Wirtschaft voranbringen, unterstützen.

Das Förderprogramm unterstützt kleine Machbarkeitsprojekte bis hin zu skalierten Umsetzungs- und Netzwerkaktivitäten.

Wer wird gefördert?

Wer wird gefördert?

Mit den drei Ausschreibungsthemen spricht das Programm ein breites Spektrum unternehmerischer Aktivität an.

Zu den Zielgruppen gehören Startups, Mittelständler und Kleinstunternehmen sowie Selbstständige oder – in der dritten Ausschreibungsrunde – mit besonderen Konditionen adressierte gemeinnützige Unternehmen.

Grundsätzlich sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) antragsberechtigt, die den Anforderungen an die Definition der EU für KMU genügen. In den Projektformen B und C (Ausreifung/Marktpilotierung) sind zudem kooperierende, nichtwirtschaftlich tätige deutsche Forschungseinrichtungen, wie (Kunst-) Hochschulen, antragsberechtigt.

UnternehmenstypBeschäftigte Umsatz- und Bilanzsumme
Kleinstunternehmen Weniger als 10 Mitarbeiterkleiner 2 Mio. Euro
Kleine Unternehmen Weniger als 50 Mitarbeiterkleiner 10 Mio. Euro
Mittlere Unternehmen Weniger als 250 Mitarbeiterkleiner 50 Mio. Euro

Wie wird gefördert?

Wie wird gefördert?

Die Förderung von nichttechnischen Innovationen im IGP erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung nach dem de-minimis Verfahren (PDF, 2 MB).

Projektideen werden in einem zweistufigen Prozess ausgewählt. Zunächst reichen alle Interessenten im vollelektronischen Teilnahmewettbewerb eine Skizze mit kurzer Projektbeschreibung und Angaben zum Antragsteller ein. Wer in diesem Wettbewerb überzeugen konnte, wird zur Einreichung eines Vollantrages aufgefordert. Die Entscheidung über die Förderung von Vollanträgen erfolgt nach einer Erstbegutachtung durch eine Jury, die mit ausgewählten Expertinnen und Experten besetzt ist.

Die Förderhöhe für Projektkosten und -ausgaben richtet sich nach festgelegten Fördersätzen, die je nach Projektform und Art der Antragsteller variieren.

Für die Projektformen A (Machbarkeitstests) und B (Ausreifung und Marktpilotierung) sind die Fördersätze wie folgt vorgesehen:

AntragstellerProjektform A Projektform B
Kleinstunternehmen: Weniger als 10 Mitarbeiter sowie Umsatz und Bilanzsumme kleiner 2 Mio. Euro 70 %55 %
Kleine Unternehmen: Weniger als 50 Mitarbeiter sowie Umsatz und Bilanzsumme kleiner 10 Mio. Euro65 %50 %
Mittlere Unternehmen: Weniger als 250 Mitarbeiter sowie Umsatz und Bilanzsumme kleiner 50 Mio. Euro
60 %45 %
Forschungseinrichtungen /Hochschulen-100 %
Gemeinnützige Unternehmen
(3. Ausschreibungsrunde)
75 %70 %

Für die Projektform A sind maximal 70.000 € der förderfähigen Kosten/Ausgaben zuwendungsfähig. In der Projektform B sind bis zu 300.000 € (pro Gesamtprojekt) der förderfähigen Kosten/Ausgaben zuwendungsfähig.

Für die Projektform C (Innovationsnetzwerke) sind die Fördersätze wie folgt vorgesehen:

AntragstellerPhase 1 Phase 2
Netzwerkmanagementeinrichtung im Auftrag von mindestens fünf voneinander unabhängigen und im IGP antragsberechtigten Unternehmen 90 %in der Regel ca. 65 %

Die Förderung des Netzwerkmanagements ist degressiv gestaffelt, wobei die wachsenden Eigenbeteiligungen durch die beteiligten Netzwerkpartner aufzubringen sind. Die Verteilung der Eigenanteile auf die Netzwerkpartner obliegt dabei dem einzelnen Netzwerk. Dabei sollte die jeweilige Unternehmensgröße und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden.

Für Ideen aus den Netzwerken, die im IGP gemäß der Projektformen A oder B beantragt werden sollen, gelten die oben genannten Fördersätze.

Für die Netzwerkmanagementleistungen in der Projektform C sind maximal 300.000 € zuwendungsfähig. Dabei sind in Phase 1 maximal 100.000 € und in Phase 2 maximal 200.000 Euro zuwendungsfähig.

Zuwendungsfähige Ausgaben und Kosten

Bei antragstellenden Unternehmen (inkl. Selbständigen) gelten die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung auf Kostenbasis (ANBest-P-Kosten) (PDF, 31 KB). Hier können als Berechnungsgrundlage für die maximale Höhe des Zuschusses folgende projektbezogene Kostenpositionen angesetzt werden:

  • Personalkosten

    • für antragstellende Unternehmen ist das Bruttogehalt der beteiligten Personen im Monat der Antragstellung relevant
    • bei Selbständigen kann in Absprache mit dem Projektträger ein plausibler Kalkulationsmaßstab angelegt werden, der sich beispielsweise an nachgewiesenen vergangenen Einkünften oder öffentlich einsehbaren Tarifverträgen orientiert
    • soweit Geschäftsführer oder Unternehmensinhaber im Projekt tätig werden, dürfen hierfür nur Personaleinzelkosten von entsprechenden vergleichbaren leitenden Mitarbeitern im Projekt verrechnet werden; dies gilt auch für ohne feste Entlohnung tätige Unternehmer
    • Gehaltskosten sind bis zu maximal 100 000 Euro pro Person und Jahr zuwendungsfähig
  • Kosten für projektbezogene Aufträge an Dritte

    • bei Projekten der Projektformen A und B bis zu 25 % der Personaleinzelkosten und
    • bei Netzwerken bis zu 60 % der Gesamtkosten
  • übrige Kosten

    • bei den antragstellenden Unternehmen werden alle übrigen projektbezogenen Kosten in der Regel auf 75 % der Personalkosten begrenzt und damit abgegolten

Bei antragstellenden Forschungseinrichtungen und Hochschulen gelten die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen und zur Projektförderung (ANBest-P) (PDF, 36 KB).

Für die gesamte Laufzeit des IGP kann jedes Unternehmen nur eine Förderung je Projektform und Ausschreibung erhalten.

Projektformen

Welche Projektformen werden gefördert?

Im Rahmen der Ausschreibungsrunden des IGP werden drei frei wählbare Projektformen gefördert:

A. Experimentelle Einzel- oder Kooperationsprojekte in der innovativen Frühphase mit dem Charakter von Machbarkeitstests (höchstens 12 Monate);

B. Komplexe Einzel-und Kooperationsprojekte zur Ausreifung von Innovationen samt umfangreichen Markttests und Pilotierung am Markt (höchstens 24 Monate);

C. Übergreifende Innovationsnetzwerke aus mindestens fünf voneinander unabhängigen und im IGP antragsberechtigten Unternehmen, die gemeinsam übergreifende Innovationsthemen erarbeiten und umsetzen. (Phase 1 höchstens 9 Monate, Phase 2 höchstens 18 Monate)

Ausschreibungsrunden

Die Themen der Ausschreibungsrunden

Die erste Ausschreibungsrunde adressiert digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle und Pionierlösungen. Sie startet am 18.12.2019. Die Frist zur Teilnahme am Wettbewerb ist der 28.02.2020.

Voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 startet eine weitere Ausschreibungsrunde, die auf kultur- und kreativwirtschaftliche Geschäftsmodelle und Pionierlösungen zielt. Eine dritte Ausschreibungsrunde soll auf Innovationen mit hohem „social impact“ fokussieren.

Weitere Infos zum IGP