Umweltfreundliche Produkte leisten einen wichtigen Beitrag eine bessere Energieeffizienz für Umwelt und Industrie; Quelle: Fotolia.com/Black Jack

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Die umweltgerechte Gestaltung (Ökodesign) von Produkten kann einen wichtigen Beitrag leisten, um eine bessere Energieeffizienz von Produkten zu erreichen. Der Energieeffizienz kommt eine zentrale Bedeutung im Energiekonzept der Bundesregierung zu. Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Begrenzung der CO2-Emissionen und zur Umsetzung der Energiewende. Die EU-Ökodesign-Richtlinie setzt seit 2005 das Konzept der umweltgerechten Gestaltung von Produkten um und bildet den Rahmen für verbindliche Ökodesign-Mindestanforderungen an Produkte. Die Richtlinie setzt dabei bereits in der Phase der Produktgestaltung an, da hier der Großteil der von Produkten ausgehenden Umweltwirkungen vorbestimmt wird.

Das Ausschöpfen von Einsparpotenzialen ist dabei nicht nur für die Verbraucher sinnvoll, sondern auch ein Beitrag zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen für die Industrie, denn der effiziente Einsatz von Energie ermöglicht eine kostengünstigere Produktion. Durch die Ökodesign-Richtlinie soll der Markt für effiziente und umweltfreundliche Produkte gestärkt werden. Gleichzeitig sollen erhebliche Energieeinsparpotenziale im Geräte- und Produktbereich realisiert werden.

Ökodesign-Produktverordnungen

Auf Basis der EU-Ökodesign-Richtlinie (PDF: 1,04 MB) werden von der Europäischen Kommission unter Einbindung von Industrie-, Verbraucher- und Umweltverbänden sowie den Mitgliedstaaten produktspezifische Verordnungen erarbeitet. Die produktspezifischen Verordnungen legen verbindliche Mindestanforderungen an das umweltgerechte Produktdesign bestimmter Produktgruppen fest. Derzeit sind für 22 Produktgruppen Durchführungsverordnungen in Kraft.

Die Bundesregierung beteiligt sich intensiv am Verfahren bis zum Erlass der Verordnungen und setzt auf eine enge Abstimmung mit Industrie-, Umwelt- und Verbraucherverbänden. Im Auftrag des BMWi werden durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) Beraterkreise zur Bewertung der Vorschläge der Europäischen Kommission veranstaltet. Die Ergebnisse werden in den europäischen Prozess eingebracht. Das BMWi setzt sich in allen Produktgruppen für technologieneutrale Anforderungen ein, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar sind.

Marktüberwachung durch die Länderbehörden

Die Überprüfung der Ökodesign-Konformität von Produkten obliegt in Deutschland den Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer. Die notwendigen Befugnisse sind durch das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) und die EVPG-Verordnung (PDF: 52 KB) im nationalen Recht geregelt. Die Rechtsvorschriften setzen die Ökodesign-Richtlinie in das nationale Recht um.