Wer mit Strom beliefert wird, zahlt dafür einen bestimmten Preis. Dieser Strompreis für Haushaltskunden setzt sich dabei aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen: 

  • Dem Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Stroms,
  • den Entgelten für die Netznutzung
  • und den staatlich veranlassten Preisbestandteilen wie zum Beispiel Steuern und EEG-Umlage.

Der erste Preisbestandteil bildet sich aus dem Wettbewerb der Stromanbieter - er kann daher je nach Stromanbieter unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Hier können die Stromkunden häufig Geld sparen, indem sie ihren Stromliefervertrag gut auswählen und prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters oder Tarifes für sie lohnt.

Nicht beeinflussbar für den Stromanbieter sind dagegen die beiden anderen Bestandteile des Strompreises. Denn sie sind durch Gesetze und staatliche Regelungen vorgegeben.

Laut Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt machen die staatlich veranlassten Preisbestandteile ungefähr die Hälfte des Strompreises aus. 2017 hatten sie einen Anteil von rund 54 Prozent. Der Wettbewerbsanteil lag bei 21 Prozent und rund 25 Prozent des Strompreises entfielen auf Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten).

Was bedeutet das konkret? Haushaltskunden mit einem Jahres-Stromverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh zahlten 2017 einen durchschnittlichen Strompreis von insgesamt 29,86 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Davon entfielen 6,42 Cent/kWh auf Strombeschaffung und Vertrieb (Infografik (PDF, 306KB)).

Wichtig ist, die Preise der Stromanbieter zu vergleichen. Mit einem Wechsel kann oft Geld gespart werden. So betrug der durchschnittliche Strompreis in 2017 in der Grundversorgung 30,94 Cent/kWh, bei einem Vertrag beim Grundversorger außerhalb der Grundversorgung 29,61 Cent/kWh und bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist, durchschnittlich 29,12 Cent/kWh. Rund ein Drittel aller Haushaltskunden wird in der Grundversorgung mit Strom beliefert. Private Haushalte sollten daher von ihrer Wechselmöglichkeit noch mehr Gebrauch machen.

Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, denn sie hängen von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem Stromverbrauch in diesem Gebiet ab. Um regionale Unterschiede bei Netzentgelten zu verringern, hat das Bundeswirtschaftsministerium einen Gesetzesentwurf zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur vorgelegt. Das Gesetz wurde am 30. Juni 2017 vom Bundestag beschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier. 2017 lagen die Netzentgelte nach dem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur (BNetzA) und Bundeskartellamt (BKartA) im bundesweiten Durchschnitt bei 7,31 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten (Infografik (PDF, 72KB)).