Logo Initiative Energieeffizienz Netzwerke

2014 - Initiative geht an den Start

Die Bundesregierung hat am 3. Dezember 2014 gemeinsam mit 22 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft eine Vereinbarung zur Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken geschlossen. Aufbauend auf Erfahrungen mit 30 Pilotnetzwerken setzt sich das Aktionsbündnis das Ziel, bis Ende 2020 rund 500 Netzwerke zu initiieren. Die Bundesregierung erwartet mit diesem Instrument Einsparungen von rund 75 Petajoule (PJ) Primärenergie sowie 5 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen (THG). Nach heutigem Wissen reichen rund 295 Netzwerke aus, um die geplanten Energieeffizienz- und Klimaschutzeffekte zu erreichen, da die teilnehmenden Unternehmen größere Einsparungen erbringen als geschätzt. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit der Netzwerke wurde im September 2020 vereinbart, das Instrument zur Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke auszubauen und bis Ende 2025 fortzusetzen. Die Teilnahme an der Initiative steht weiteren interessierten Verbänden offen.


Akteure der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Beteiligt sind 22 Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft als Träger sowie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesumweltministerium (BMU). Die unterzeichnenden Verbände und Organisationen der Wirtschaft engagieren sich für die Verbreitung der Netzwerke. Diese finden sich überwiegend regional zusammen. Daher hat sich die Einbindung von regionalen Koordinatoren wie Landesenergieagenturen, Landesverbänden und Landesministerien bewährt.

Für die administrative Begleitung wurde eine Geschäftsstelle bei der dena GmbH eingerichtet, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (Kontakt-Hotline: 030 66 7777 66) arbeitet. Die Geschäftsstelle fungiert als Ansprechpartner für Netzwerke und Netzwerkinitiatoren, übernimmt die Registrierung neuer Netzwerke, organisiert Abstimmungsprozesse zwischen den Trägern der Initiative und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative. Die dena stellt weiterführende Informationen in Form eines Praxis-Leitfaden (PDF: 2,4 MB) und auf der Internetseite www.effizienznetzwerke.org zur Verfügung. Die Umsetzung der Vereinbarung wird durch ein jährliches freiwilliges Monitoring begleitet.


Steckbrief für ein Energieeffizienz Netzwerk

Seit dem Start der Initiative wurden mehr als 278 Netzwerke mit über 2400 Unternehmen und Standorten (Stand: September 2020) neu gegründet. Ein Energieeffizienz-Netzwerk besteht aus acht bis 15 Unternehmen. In einer Potenzialanalyse zu Beginn der Netzwerkarbeit werden in den Unternehmen mit Hilfe einer Energieberatung Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz ermittelt. Auf Basis dieser Analyse formulieren die Unternehmen ein individuelles Einsparziel und unterlegen dies mit Maßnahmen. Auch das Netzwerk als Ganzes setzt sich ein Einsparziel für die Dauer der Netzwerkarbeit. Im Verlauf des Netzwerkprozesses findet ein regelmäßiger moderierter Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen den teilnehmenden Unternehmenspraktikerinnen- und praktikern statt. Die Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk versetzt die Energieverantwortlichen in den Unternehmen in die Lage, Investitionen in Energieeffizienz auf solider Datenbasis zu planen und umzusetzen. Die Ergebnisse des Monitorings zeigen, dass die teilnehmenden Unternehmen ihre Energieeffizienz nach drei bis vier Jahren im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich stärker verbessern konnten. In aller Regel werden die Einsparziele in der Praxis übertroffen.