Artikel - Netze und Netzausbau

Die Digitalisierung der Energiewende

Einleitung

Intelligentes Messsystem zur Digitalisierung der Energiewende; Quelle: Fotolia.com/Gerhard Seybert

© Fotolia.com/Gerhard Seybert

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende setzen wir das Startsignal für Smart Grid, Smart Meter und Smart Home in Deutschland und ermöglichen so die digitale Infrastruktur für eine erfolgreiche Verbindung von über 1,5 Millionen Stromerzeugern und großen Verbrauchern. Im Zentrum steht die Einführung intelligenter Messsysteme. Sie dienen als sichere Kommunikationsplattform, um das Stromversorgungssystem energiewendetauglich zu machen. Datenschutz wird dabei ganz groß geschrieben - wir haben die anspruchsvollsten Regeln in Europa eingeführt. Das beschlossene und verkündete Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende finden Sie hier (PDF: 264 KB).

Zentrale Aspekte des Gesetzes:

  • Kosten und Nutzen werden sinnvoll in Einklang gebracht:
    Die neuen Regeln schaffen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen des Einbaus und Betriebs intelligenter Messsysteme. Dazu gibt es eine klare Kostenregelung mit Preisobergrenzen. Diese stellen sicher, dass die Kosten den erwarteten Nutzen nicht übersteigen. Der Einbau intelligenter Messsysteme wird darüber hinaus stufenweise erfolgen: Größere Verbraucher und Erzeugungsanlagen übernehmen beim Einsatz moderner Mess- und Steuerungstechnik die Vorreiterrolle, kleinere Stromverbraucher folgen später. Die in den verbrauchsstarken Gruppen gemachten Erfahrungen können dann dafür genutzt werden, Erfahrungen auch für den Haushaltsbereich zu sammeln.
  • Technische Mindestanforderungen gewährleisten Datenschutz und Datensicherheit:
    Das Gesetz schafft neue verbindliche Schutzprofile und technische Richtlinien für intelligente Messsysteme, um Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität zu gewährleisten (PDF: 65 KB). Diese wurden im Auftrag des BMWi vom BSI gemeinsam mit Branchenvertretern unter enger Einbindung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, der Bundesnetzagentur sowie der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt erarbeitet. Die Dokumente sind auf den Internetseiten des BSI veröffentlicht. Sie beinhalten einen technischen Standard für ein "privacy by design". Das Gesetz enthält außerdem detaillierte Regelungen, wer wann auf welche Daten zugreifen darf. So wird einerseits ein hohes Maß an Datenschutz gewährleistet, andererseits können sämtliche Daten, die für die Energieversorgung zwingend erforderlich sind, von den jeweils berechtigten Akteuren genutzt werden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um intelligente Messsysteme und das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sind hier zusammengestellt - ein verständliches Faktenblatt (PDF: 570 KB) fasst die wichtigsten Informationen zusammen. Häufig gestellte Fragen zum Messstellenbetriebsgesetz und zum Rollout intelligenter Messsysteme beantwortet die Bundesnetzagentur hier.

Häufig gestellte Fragen rund um intelligente Messsysteme

Worum geht es beim Einbau intelligenter Messsysteme (Smart Meter)?

Zur Antwort Öffnet Einzelsicht

Was ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter)?

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Wozu dienen Smart Meter?

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Barometer für die Digitalisierung der Energiewende

Wie weit ist die Digitalisierung der Energiewende in Deutschland fortgeschritten? An welchen Stellen hakt die Umsetzung noch? Diesen Fragen geht das „Barometer Digitalisierung der Energiewende“ nach, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstmals für das Berichtsjahr 2018 veröffentlicht hat. Das Digitalisierungsbarometer betrachtet in jährlichen Fortschrittsberichten den Umsetzungsstand des Gesetzes für die Digitalisierung der Energiewende (GDEW).

Der Bericht verdeutlicht, wie wichtig die Digitalisierung für das Gelingen der Energiewende ist. Mit der ersten Zertifizierung eines Smart-Meter-Gateways Ende Dezember 2018 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Damit wurde Smart Metering in Deutschland neu definiert und ein zentrales Signal für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt. Der Bericht unterstützt das anspruchsvolle Regulierungskonzept des deutschen Gesetzgebers. Zugleich sieht der Bericht noch Potenzial bei der weiteren Umsetzung des am 2. September 2016 in Kraft getretenen GDEW und bei der Ausschöpfung der Vorteile für Energie- und Verkehrswende. Den aktuellen Bericht finden Sie hier.

Pressemitteilungen

  • 30.01.2019 - Pressemitteilung - Digitalisierung

    BMWi veröffentlicht erstes Digitalisierungsbarometer für die Energiewende

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.01.2019 - Pressemitteilung - Energiewende im Gebäudebereich

    Staatssekretär Bareiß: Forschen für die Zukunft der Energieversorgung im Gebäudebereich

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.12.2018 - Pressemitteilung - Netze und Netzausbau

    Wichtiger Meilenstein für die Digitalisierung der Energiewende: Erstes Zertifikat für Smart-Meter Gateway übergeben

    Öffnet Einzelsicht

Weiterführende Informationen

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