Am 1. Januar 2016 startete das Bundeswirtschaftsministerium das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) mit den Förderkomponenten "Heizungs- und Lüftungspaket". Es dient als Alternative zur Maßnahme "Energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern". Ziel ist es, mit dem APEE neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende zu setzen. Hierfür stehen im APEE insgesamt 165 Millionen Euro pro Jahr über 3 Jahre für Zinsverbilligungen und Zuschüsse zur Verfügung.

Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz wird die bestehende Förderlandschaft sinnvoll erweitert und verstärkt. Bauherren, die ihre Heizung austauschen möchten oder eine Lüftungsanlage einbauen wollen, können eine zusätzliche Förderung erhalten. Im Fokus steht erstmalig auch die Förderung von sog. effizienten Kombinationslösungen.

Mit dem Heizungspaket wird der Einbau besonders effizienter Heizungen samt Maßnahmen zur Optimierung des gesamten Heizsystems (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) gefördert. Dadurch wird ein Umstieg zu effizienteren Gasheizungen oder erneuerbare Energien-Heizungen gefördert. Durch die Förderung des Einbaus von Lüftungsanlagen in Kombination mit einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle werden zusätzlich die richtigen Weichen zur Vermeidung von Bauschäden (u.a. Schimmelbefall) gestellt und das Raumklima verbessert.

Die Beantragung der Förderung für das Lüftungs- und Heizungspaket erfolgt bei Heizungssystemen, die fossile Energien nutzen, über die bewährte Antragstellung im Rahmen der KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren" als Zuschuss oder Kredit. So wird beispielsweise der Zuschuss bei Inanspruchnahme des Heizungs- oder Lüftungspakets von 10 Prozent auf 15 Prozent der Investitionskosten aufgestockt. Mit der Förderung von Brennstoffzellenheizungen unter der Bezeichnung "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle" werden die Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundes) ergänzt. Das Förderprogramm ist im August 2016 für private Antragsteller in Wohngebäuden gestartet und ist im Juli 2017 auf Nichtwohngebäude erweitert und für weitere Antragsteller geöffnet worden. Dazu zählen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Contractoren, gemeinnützige Organisationsformen sowie kommunale Gebietskörperschaften. Aufgrund der im Vergleich zu konventionellen Heizungsanlagen hohen Investitionskosten für Brennstoffzellen-Heizungen unterstützen wir den Markthochlauf.

Nähere Informationen zu den einzelnen Konditionen erhalten Sie unter www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002.

Die Beantragung der Förderung des Heizungspaketes bei Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien erfolgt im Rahmen der erprobten Antragsverfahren des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP). Antragsteller können im Rahmen des Heizungspakets einen Zusatzbonus von 20 Prozent des bisherigen MAP-Förderbetrags für den Heizungsaustausch und einen Zuschuss von 600 Euro für die Heizungsoptimierung erhalten. Die rechtlichen Grundlagen hierfür finden Sie in den "Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien" (PDF: 369,1 KB). Nähere Informationen zu den einzelnen Konditionen erhalten Sie auch unter www.heizen-mit-erneuerbaren-energien.de oder über die BAFA-Hotline 06196 / 908-1625.

Zur Unterstützung der investiven Förderung wird das APEE durch eine umfassende Effizienzoffensive begleitet.