Symbolbild zum Monitoringbericht

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Der Monitoring-Report „Wirtschaft DIGITAL“ misst die Fortschritte bei der digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft und setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:

  • der „Wirtschaftsindex DIGITAL“ misst den aktuellen und künftigen Digitalisierungsgrad der deutschen gewerblichen Wirtschaft, des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors differenziert nach elf Kernbranchen und verschiedenen Unternehmensgrößen.
  • der „Standortindex DIGITAL“ bewertet die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Digitalwirtschaft (IKT-Branche und Internetwirtschaft) im internationalen Zehn-Länder-Vergleich.

Teil des Monitorings ist auch die vertiefte Analyse des Digitalisierungsstands der einzelnen Kernbranchen und nach Unternehmensgröße. Diese Digitalisierungsprofile können Sie hier abrufen.

Der Monitoring-Report wird im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums von Kantar TNS und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim erstellt.

Das Monitoring 2018 in Kürze

Der Wirtschaftsindex DIGITAL

Während zuletzt der Dienstleistungssektor deutliche Fortschritte machte, zeigt der Monitoring-Bericht 2018 (PDF, 3 MB), dass auch die digitale Transformation der Industrie vorankommt. Mit 45 von 100 möglichen Punkten hat sich der Digitalisierungsgrad der deutschen Industrie um sechs Punkte im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Insgesamt gelten knapp sieben Prozent der Unternehmen in Deutschland als „digitale Vorreiter“ und kommen im Wirtschaftsindex DIGITAL auf 81 bis 100 Punkte. Knapp ein Drittel aller Unternehmen gehört zur nächsten Kategorie der „digitalen Fortgeschrittenen“. Sie erreichen zwischen 61 und 80 Punkten. Das „digitale Mittelfeld“ fällt mit rund 34 Prozent der Unternehmen am größten aus. Mehr als ein Viertel der Unternehmen tut sich mit der Digitalisierung nach wie vor schwer: Mit einem Digitalisierungsindex von 21 bis 40 Punkten zählen 19 Prozent der Unternehmen zu den „digitalen Anfängern“. An knapp acht Prozent der Firmen – den sogenannten „digitalen Nachzüglern“ – ist die Digitalisierung bislang weitgehend vorübergegangen.

Neben dem Wirtschaftsindex DIGITAL beinhaltet der Report auch Ergebnisse zum Fokusthema Künstliche Intelligenz (KI). Knapp fünf Prozent der Unternehmen in der Gewerblichen Wirtschaft nutzen sie derzeit bereits. 31 Prozent gehen davon aus, dass ihr Unternehmen in zehn Jahren über KI-Lösungen verfügen wird.

Der Standortindex DIGITAL

Der Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL – Standortindex DIGITAL (PDF, 1 MB) unterstreicht die große wirtschaftliche Bedeutung der IKT-Branche, die die Grundlagen für eine digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland schafft.

Mit einer Bruttowertschöpfung (der Wert der erzeugten Waren und Dienstleistungen abzüglich Vorleistungen) von 108 Milliarden Euro im Jahr 2017 trägt sie fünf Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung der gewerblichen Wirtschaft bei. Damit liegt Sie in etwa gleichauf mit der Fahrzeugbranche und vor dem Maschinenbau sowie der Chemie- und Pharmabranche. Im Vergleich zum Jahr 2016 konnte die Branche ein überdurchschnittliches Wachstum von vier Prozent verzeichnen. Dieser Anstieg ist jedoch ausschließlich dem Segment der IKT-Dienstleister zuzuschreiben, während die Teilbranche der IKT-Hardwarehersteller parallel zum internationalen Trend bereits seit Jahren stagniert und für das Jahr 2017 sogar einen leichten Rückgang zu verzeichnen hatte. Auch arbeitsmarktpolitisch ist die IKT-Branche von Bedeutung. Im Jahr 2017 waren hier knapp 1,18 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Selbständige tätig (+56.000 im Vergleich zum Vorjahr). Für den Zeitraum von 2010 bis 2017 weist die IKT-Branche mit 250.000 neuen Arbeitsplätzen (+27 Prozent) sogar die höchste Wachstumsrate im Branchenvergleich auf.

Der Digitalstandort Deutschland befindet sich im internationalen Wettbewerb mit anderen Staaten, um die besten Rahmenbedingungen für eine auch in Zukunft innovative und damit wettbewerbsfähige digitale Wirtschaft zu erreichen. Im globalen Vergleich zwischen zehn bedeutenden Länderstandorten verbessert sich Deutschland auf Platz 5 nach den USA, Südkorea, Großbritannien und Finnland, aber vor Japan, China, Frankreich, Spanien und Indien. Besonders stark schneidet der deutsche Standort in Bezug auf die Rahmenbedingungen - wie etwa die Innovationsfähigkeit - ab. Der Report macht aber auch deutlich, an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht: So ist die Nutzung digitaler Technologien und Anwendungen weiter ausbaufähig.