Icon Smart Living

Praxisbeispiel und aktuelle Herausforderungen

  • Das Ökosystem „Smart Living“ entwickelt sich rasant. 23 Millionen Mietwohnungen in Deutsch-land könnten mit intelligenten Geräten und KI-basierten Services ausgestattet werden. Smart Living umfasst heute noch völlig getrennte Gewerke, die künftig in domänenübergreifenden An-wendungen zusammenspielen. Diese Anwendungen erfordern intelligente, situationsadaptive Gebäude, die sich nahtlos in übergreifende Strukturen einfügen.
  • Voraussetzung für solche KI-basierten Dienstleistungen sind durchgängige Datenerfassung, -verarbeitung und -vernetzung. Dafür braucht es eine sichere, skalierbare und performante Cloud-Umgebung, die auch lokale Edge-Geräte einschließen. Unternehmen der Wohnungswirt-schaft wollen intelligente Dienstleistungen, Automationslösungen, etc. anbieten und dafür Kun-dendaten flexibel, transparent und teilweise lokal in Europa speichern und verarbeiten (DSGVO-Raum).
  • Transparenz und leicht zu bedienende Einstellungen, wo Daten liegen und was damit geschehen darf, sind erforderlich. Die Daten sind oft personen- und teilweise gesundheitsbezogen, also hochsensibel. Hierzu zählen z. B. die Erkennung von Aktivitäten, Nutzungsgewohnheiten, Anwe-senheiten sowie Notfälle. Andere Szenarien, wie vorausschauende Wartung für Gebäudetechnik, sind weniger bis gar nicht sensibel. GAIA-X muss hierfür Konfigurationsmöglichkeiten anbieten.
  • Daten smarter Wohnungen müssen für zahlreiche Anwendungsfälle mit Daten aus dem Gebäude und dessen technischen Anlagen zusammengeführt werden. Automatisierte Gebäude sollen möglichst einfach auf Wartungsbedarfe und technische Probleme hin überwacht werden können. Die Kombination von bewohnerspezifischen Smart-Home-Installationen, intelligenten Haushalts-geräten usw. in Verbindung mit deren spezifischen Clouds und weiteren herstellerspezifischen Clouds für Gebäudetechnologien mit Daten aus der Mieterverwaltung stellen Anforderungen an ein sinnvoll strukturiertes, sicheres und zuverlässig verfügbares Datenmanagement.
  • Hinzu kommen bei der Gebäudetechnik hohe Verfügbarkeitsanforderungen bis hin zu 100% Up-time für kritische Smart-Living-Services wie Notfallerkennung, Brandschutz, etc.
Infografik: Smart Living

Welchen Mehrwert bietet das „Projekt GAIA-X“?

  • GAIA-X bietet der Wohnungswirtschaft einen einfachen und sicheren Zugang zu einer multifunk-tionalen Cloud-Umgebung im DSGVO-Raum (bspw. Datenspeicher, maschinelles Lernen, seman-tische Beschreibung, Mustererkennung, vorausschauendes Verhalten).
  • GAIA-X vernetzt regionale und funktional spezialisierte (Storage, zertifizierte Sicherheit, Perfor-manz, KI, etc.) Rechenzentren und unterstützt damit die aufgabenspezifische Skalierung von Smart-Living-Anwendungen, die aufgrund hoher Latenzanforderungen auf Edge-Computing an-gewiesen sind.
  • GAIA-X erleichtert geeignete Standardisierungsvorgaben zur Verknüpfung der wachsenden Da-tenmengen und fördert damit die Entstehung weiterer KI-Anwendungen, insbesondere durch die Zusammenarbeit zwischen der Digitalwirtschaft, Wohnungswirtschaft und Elektroindustrie.

Patinnen und Paten

  • Jochen Schäfer – ZVEI, Konsortialleitung für das Projekt ForeSight
  • Dr. Hilko Hoffmann – DFKI
  • Kerstin Bergmann – Bosch
  • Thomas Feld – Strategion
  • Dr. Claus Wedemeier – GdW
  • Kerstin Hausmann – Aareon