Icon Digitales Parkraummanagement – Seamless Parking

Praxisbeispiel und aktuelle Herausforderungen

  • Über 1.000 Minuten pro Jahr werden im Durchschnitt pro Person bei der Suche nach einem freien Parkplatz aufgewendet. Dies führt neben einem hohen Zeitverbrauch auch zu einem unnötigen Energie- und Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen.
  • Gleichzeitig sind sogenannte off-street Parkplätze (Parkplätze in Wohngebäuden), die sich in der unmittelbaren Nähe des Parkraumsuchenden befinden, oftmals frei und ungenutzt. Diese Parkplätze sind digital nicht auffindbar. Es gibt derzeit keinen Markt, weil die Transaktionskosten für die Bereitstellung der Parkplätze zu hoch sind oder die Parkplätze zu einem großen Teil nur in Langzeitvermietung von Einzelpersonen genutzt werden. Lösung ist eine Plattform, wie sie aus der „Sharing Economy“ etwa im Carsharing oder bei der Nutzung von vermieteten Wohnungen bekannt sind, die das Angebot an Parkplätzen und die Suchenden zusammen-bringt.
  • Herausforderung ist dabei schnell eine kritische Größe für eine hinreichende Marktabdeckung zu erreichen. Dazu eignet sich eine Plattform, die offen und interoperabel ist. Diese kommt ohne zentralen Intermediär aus. So wird die Angst der Markteilnehmer vor eine Lock-In minimiert, die Teilnehmer treten schneller der Plattform bei. Diese Plattform kann in diesem Sinne zudem um weitere Dienste wie Laden, Carsharing und weitere Angebote erweitert werden.
  • Die technischen Prozesse zwischen den beteiligten Systemen, sollen über eine Blockchain abgebildet werden, während die Erfahrung für den Nutzer so einfach und nahtlos wie möglich, ohne Ausfüllen von Verträgen oder dem Einsatz spezieller Zugangsmedien, erfolgen soll.
  • Die Idee zu dieser Plattform wurde 2018 entwickelt und der Prototyp im Jahr 2019 erstellt. Bis Ende des Jahres 2020 soll eine Umsetzung in einem Reallabor mit zwei Parkanlagen und 200-300 Nutzern implementiert werden.
Infografik: Digitales Parkraummanagement – Seamless Parking

Welchen Mehrwert bietet das „Projekt GAIA-X“?

  • GAIA-X kann durch seinen offenen und modularen Ansatz die Datenverknüpfung der Domänen „Home/Parking“ und „Mobilität“ sowie die Skalierbarkeit der Plattform – auch in Verbindung mit anderen Sharing-Plattformen – ermöglichen.
  • GAIA-X unterstützt dezentrale Authentifizierung und Autorisierung aller Beteiligten mittels der Infrastruktur, sodass ein faires, transparentes und effizientes Funktionieren des Marktes gewährleistet werden kann.
  • Ebenso wird die technische Basis für die technologische Interoperabilität für den Zugriff und die Nutzung der, auf der Blockchain gespeicherten, Daten ermöglicht.

Paten

  • Diamantis Ververis – Robert Bosch
  • Michael Reuter – Datarella
  • Monika Sturm - Siemens