Entwicklung des deutschen Seeschiffbaus 2010 bis 2017 (in Milliarden Euro)

 20102011201220132014201520162017
Umsatz7,54,65,15,06,45,15,4 5,9
Wert abgelieferter Schiffe 4,7 2,0 2,7 2,1 2,4 2,3 2,4 3,1
Export4,11,82,62,032,22,22,3 3,1
Exportquote 87 % 92 % 97 % 99 % 92 % 97 % 99 % 99 %
Auftragsbestand7,48,48,59,110,812,918,5 17,7
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt19.09818.35017.92816.72917.85418.04217.69217.941

Quelle: Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM)

Die Werften haben sich vom Bau von Standardschiffen abgewandt und sich auf Passagierschiffe, Fähren, Yachten und andere Spezialschiffe konzentriert. Während der globale Volumenschiffbau (etwa Containerschiffe) in der Krise steckt, konnten deutsche Werften mit ihrer Spezialisierung auf anspruchsvolle Nischenmärkte einen gestiegenen Auftragseingang in 2017 verzeichnen und einen Weltmarktanteil von knapp 18,8 Prozent hinsichtlich der Auftragswerte erzielen. Viele Schiffbauunternehmen haben die Herausforderung gemeistert, in einem schwierigen Marktumfeld strukturelle Anpassungen an die veränderten Marktverhältnisse vorzunehmen. Bei den Neubauaufträgen handelt es sich ausschließlich um technologisch anspruchsvolle Spezialschiffe.

In den Marktsegmenten der hochkomplexen Passagier- und Kreuzfahrtschiffe, Yachten, modernen Fähren und weiterer Arten von Spezialschiffen konnten die deutschen Werften durch technologische Spitzenleistungen, ausgeprägte Systemkompetenz und hohe Flexibilität ihre guten Marktpositionen halten.

Die deutschen Werften intensivieren ihre schiffbauliche Forschung und Entwicklung und Innovation mit dem Ziel, ihre Position in den Hightech-Segmenten des Passagier-, RoRo- und Spezialschiffbaus sowie des technologisch anspruchsvollen Standardschiffbaus weiter auszubauen.