Zwei Mitarbeiter eines holzverarbeitenden Betriebes sägen Holz, zum Branchenfokus Holz- und Möbelindustrie; Quelle: BPA, Berlin - Foto: Arne Schambeck

© BPA, Berlin - Foto: Arne Schambeck

Branchenskizze

Die deutsche Holz- und Möbelindustrie erwirtschaftete im Jahr 2018 mit 155.556 Beschäftigten in 934 überwiegend mittelständischen Betrieben einen Gesamtumsatz in Höhe von rund 36,6 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro und liegt somit bei rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes.

Wichtigste Zielländer für Exporte der deutschen Möbelindustrie sind Frankreich (1,5 Milliarden Euro), Schweiz (1,1 Milliarden Euro), Österreich (1,04 Milliarden Euro), Niederlande (0,89 Milliarden Euro) und Großbritannien (0,7 Milliarden Euro). Wichtigste Herkunftsländer importierter Möbel sind Polen (3,35 Milliarden Euro), China (1,9 Milliarden Euro) und Tschechien (1,69 Milliarden Euro).

Die Möbelindustrie (Segmente: Büro- und Ladenmöbel, Küchenmöbel, Matratzen, Wohnmöbel) ist mit rund 18 Milliarden Euro der umsatzstärkste Bereich vor dem Holzgewerbe (Sägewerke, Holzwerkstoffe, Parketttafeln, baunaher Bereich, Holzverpackungen, andere Holzwaren) mit 17,4 Milliarden Euro.

Die deutsche Holz- und Möbelindustrie blickt auf fünf Jahre kontinuierlichen Wachstums zurück. Der aktuelle Umsatzanstieg resultiert vor allem aus dem kräftigen Nachfrageanstieg im baunahen Bereich der Holzindustrie und aus der Erholung der Nachfrage in wichtigen Exportmärkten der Branche.

Eckdaten der deutschen Holz- und Möbelindustrie 2018

BereicheGesamtumsatz
in Mrd. Euro
(ggü. Vj.)
Auslandsumsatz
in Mrd. Euro
(ggü. Vj.)
Beschäftigte (in Tsd.)Betriebe
Holzgewerbe17,4 (+4,8 %)4,5 (+8,5 %)62,7397
Möbelindustrie18 (+0,7 %)5,8 (+0,9 %)84,6480
Sonstige Holzwaren (Besen, Bürsten, Musikinstrumente)1,2 (+3,2 %)0,6 (+7 %)8,357
Holzindustrie insgesamt36,6 (+2,7 %)10,9 (+4,2 %)155,6934

(Quelle: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industrie- und Wirtschaftszweige e. V. (HDH) / Statistisches Bundesamt)

Unterstützung der Holz- und Möbelindustrie durch das BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner bei:

  • dem Erhalt und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Holz- und Möbelindustrie,
  • der Begleitung branchenrelevanter Themen und der Fortentwicklung von Rechtsvorschriften, auch auf EU-Ebene,
  • der Begleitung von Zollfragen auf EU-Ebene.