Montage von Schaltschränken symbolisert Elektroindustrie; Quelle: Fotolia.com/industrieblick

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Branchenskizze

Die deutsche Elektroindustrie ist nach dem Maschinen- und Anlagenbau die zweitgrößte Industriebranche nach Beschäftigten und eine der größten Exportbranchen in Deutschland. Die Unternehmen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen - beispielsweise Automation, Elektroinstallation, Elektrohausgeräte, Unterhaltungselektronik, Lichttechnik, Batterien, Sicherheitssysteme, Energietechnik, Kabel und Drähte, Medizintechnik oder Fahrzeugelektrik sowie den damit verbundenen Dienstleistungen.

Auch der zukunftsweisende Hochtechnologiebereich von der "Chip"-Produktion bis zur Erforschung der Nanotechnologie ist vertreten. Die Unternehmen erwirtschafteten 2017 mit 868.000 Beschäftigten einen Umsatz von 192 Milliarden Euro. Der Industriezweig setzte 2017 199,5 Milliarden Euro im Export um.

Die Unternehmen der deutschen Elektroindustrie leisten einen wichtigen Beitrag für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Schlüssel- und Zukunftstechnologien und somit für den Standort Deutschland. Der hohe Innovationsgrad der Branche spiegelt sich auch in der Höhe der Zukunftsaufwendungen der Elektroindustrie wider. Die Aufwendungen für Investitionen, Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Innovationen beliefen sich im Jahr 2017 auf mehr als 49,9 Milliarden Euro.

Eckdaten der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Wertangaben in Mrd. €20172016201520142013201220112010
Umsatz192179178,9171,8166,9170,2178,4163,8
Einfuhr182166,2161,5144,6134,4138,6138,4133,9
Ausfuhr (inkl. Re-Exporte)199,5182,1174,1165,5157,7160,1157,4148,0
Beschäftigte868.000847.000848.900845.107838.791841.400841.600816.000

Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V., Frankfurt am Main

Branchenkonjunktur 2017

2017 hatten die heimischen Elektroexporte ein Volumen von fast 200 Milliarden Euro und damit den nunmehr vierten Jahresrekord in Folge erzielt. Der Zuwachs gegenüber 2016 betrug 9,6 Prozent. Auch die Importe kamen mit 182 Milliarden Euro im vergangenen Jahr 2017 auf ihr viertes Allzeithoch hintereinander.

Hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die Branchenausfuhren nach Europa erhöhten sich im Januar 2018 um 12,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 10,9 Milliarden Euro. In der Eurozone wurden dabei Exporte im Wert von 5,5 Milliarden Euro abgesetzt – ein Plus von 12,4 Prozent. Die höchsten Zuwächse wurden im Januar im Ausfuhrgeschäft mit Schweden (+25,0 Prozent auf 497 Millionen Euro) und Polen (+19,1 Prozent auf 791 Millionen Euro) erzielt. Ebenfalls überdurchschnittlich wuchsen auch die Lieferungen nach Russland (+14,6 Prozent auf 299 Millionen Euro), Spanien (+14,5 Prozent auf 551 Millionen Euro), Ungarn (+14,5 Prozent auf 542 Millionen Euro) und in die Niederlande (+14,4 Prozent auf 844 Millionen Euro). Kaum schwächer schlugen sich die Elektroexporte nach Tschechien (+10,7 Prozent auf 729 Millionen Euro), Österreich (+10,4 Prozent auf 686 Millionen Euro), Italien (+9,0 Prozent auf 777 Millionen Euro) und Frankreich (+6,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro).
Quelle: ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., ZVEI Außenhandelsreport März 2018

Das BMWi als Ansprechpartner ...

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