Montage von Schaltschränken symbolisert Elektroindustrie; Quelle: Fotolia.com/industrieblick

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Branchenskizze

Die deutsche Elektroindustrie ist nach dem Maschinen- und Anlagenbau die zweitgrößte Industriebranche nach Beschäftigten und eine der größten Exportbranchen in Deutschland. Die Unternehmen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen - beispielsweise Automation, Elektroinstallation, Elektrohausgeräte, Unterhaltungselektronik, Lichttechnik, Batterien, Sicherheitssysteme, Energietechnik, Kabel und Drähte, Medizintechnik oder Fahrzeugelektrik sowie den damit verbundenen Dienstleistungen.

Auch der zukunftsweisende Hochtechnologiebereich von der "Chip"-Produktion bis zur Erforschung der Nanotechnologie ist vertreten. Die Unternehmen erwirtschafteten 2018 mit 890.000 Beschäftigten einen Umsatz von 195 Milliarden Euro. Der Industriezweig setzte 2018 211,9 Milliarden Euro im Export um.

Die Unternehmen der deutschen Elektroindustrie leisten einen wichtigen Beitrag für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Schlüssel- und Zukunftstechnologien und somit für den Standort Deutschland. Der hohe Innovationsgrad der Branche spiegelt sich auch in der Höhe der Zukunftsaufwendungen der Elektroindustrie wider. Die Aufwendungen für Investitionen, Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Innovationen beliefen sich im Jahr 2018 auf mehr als 24,5 Milliarden Euro.

Eckdaten der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Wertangaben in Mrd. €20182017201620152014201320122011
Umsatz195192179178,9171,8166,9170,2178,4
Einfuhr191,1182166,2161,5144,6134,4138,6138,4
Ausfuhr (inkl. Re-Exporte)211,9199,5182,1174,1165,5157,7160,1157,4
Beschäftigte890.229868.000847.000848.900845.107838.791841.400841.600

Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V., Frankfurt am Main

Branchenportfolio und Umsatz

Die Elektroindustrie verfügt über ein sehr breites Portfolio. 78 Prozent der Branchenerlöse werden mit Industriegütern, 12 Prozent mit Vorleistungsgütern und 10 Prozent mit Gebrauchsgütern erzielt. 32 Prozent des Umsatzes stammen von Elektrounternehmen in Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg (22 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (17 Prozent).

Die amtliche Statistik weist in den Wirtschaftszweigen WZ 26 („Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“) und WZ 27 („Herstellung von elektrischen Ausrüstungen“) insgesamt 3.568 Elektrounternehmen in Deutschland aus. 94 Prozent dieser Unternehmen haben weniger als 500 Beschäftigte, was die mittelständische Prägung der Branche zum Ausdruck bringt.

Betrachtet man den Branchenumsatz nach Größenklassen, so werden 54 Prozent der gesamten Erlöse der deutschen Elektroindustrie von Unternehmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten erzielt. Auf die Firmen mit 500 bis 999 Beschäftigten entfallen 12 Prozent aller Umsätze. Kleine und mittlere Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl von 20 bis 499 Beschäftigten tragen zusammen 34 Prozent zum Gesamtumsatz der heimischen Elektrobranche bei.

Quellen: Statistisches Bundesamt und ZVEI-eigene Berechnungen: Die Deutsche Elektroindustrie in Zahlen (ZVEI, Stand März 2019); Die Deutsche Elektroindustrie Branchenportrait (ZVEI, Stand April 2017)

Das BMWi als Ansprechpartner ...

  • bringt wirtschaftspolitische Aspekte der Branche in andere Politikbereiche zum Beispiel Umwelt- und Energiepolitik ein, auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene
  • bringt die Interessen der deutschen Elektro- und Elektronikindustrie im EU-Binnenmarkt zur Geltung, zum Beispiel bei Notifizierungsverfahren und bei der Beseitigung von Handelshemmnissen,
  • vertritt nationale Interessen im Bereich der EU-Handelspolitik, zum Beispiel in der Zollpolitik bei EU-Antidumping- und Antisubventionsverfahren und WTO/ITA-Angelegenheiten.