Kräne auf einer Baustelle

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Mit fast zwei Millionen Beschäftigten und über 400 Milliarden Euro an nominalem Bauvolumen ist das Baugewerbe ein bedeutsamer Wirtschaftszweig der deutschen Volkswirtschaft. Er ist mit vielen anderen Branchen und Handwerkszweigen eng verknüpft, die großen wirtschaftspolitischen Themengebiete wie Energie und Klima, Digitalisierung und Fachkräftebedarf betreffen die Bauwirtschaft direkt.

Die Branche setzt sich zusammen aus dem Bauhauptgewerbe mit rund 75.000 Unternehmen und 817.000 Beschäftigten (Jahresdurchschnitt 2018) und einem Bauvolumen (gemäß der umfassenden Definition des DIW) von ca. 114 Milliarden Euro sowie dem Ausbaugewerbe mit 252.000 Betrieben mit ca. 1,15 Millionen Beschäftigten und einem Bauvolumen von 136 Milliarden Euro. (Zahlen von 2018; Quelle: Bericht zur Lage und Perspektive der Bauwirtschaft 2019, BBSR)

Rund zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden für Baumaßnahmen verwendet, gleichzeitig erbringt das Baugewerbe fast fünf Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland. Im Bauhauptgewerbe sind die meisten Unternehmen klein und sehr klein (33 Prozent mit einem Jahresumsatz unter 100 Mio. Euro). Große Umsätze werden dagegen von den 10 Prozent der Unternehmen in den höchsten Größenklassen erbracht (mit einem Jahresumsatz von über 2 bis 50 Millionen Euro). Im Jahr 2018 erzielte das deutsche Bauhauptgewerbe einen Umsatz in Höhe von geschätzten 127 Milliarden Euro (11,3 Prozent mehr als 2017). Auf den Wohnungsbau entfielen 2017 61 Prozent aller Bauinvestitionen. Die Bedeutung des Baus der öffentlichen Hand liegt bei nur 12 Prozent der Bautätigkeit, der Anteil des Wirtschaftsbaus lag relativ konstant bei 27 Prozent. (Zahlen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie)

Ausblick 2019

Bauinvestitionen, Kapazitätsauslastung und Auftragsbestand stehen auf außergewöhnlich hohem Niveau. Wesentlich getragen wird die Nachfrage vom Wohnungsbau, aber auch Gewerbebau und Vorhaben der öffentlichen Hand, etwa im Infrastrukturbau, entwickeln sich positiv. Die Dynamik im Wohnungsneubau hat 2019 begonnen nachzulassen, damit rücken (energetische) Sanierungen und Modernisierungen im Gebäudebestand in den Vordergrund.