Was machen Verfahrensmechaniker für Brillenoptik?

Brillen sorgen für den nötigen Durchblick. Jedenfalls bei denen, die kurz- oder weitsichtig sind oder andere Sehschwächen haben. Jedes Brillenglas braucht daher individuellen Schliff, um die jeweilige Fehlsichtigkeit auszugleichen. Verfahrensmechaniker für Brillenoptik fertigen und veredeln diese hochwertigen Brillengläsern. Sie stellen präzise Sehhilfen aus Glas und aus Kunststoff her, reinigen und veredeln die optischen Oberflächen mit unterschiedlichen Verfahren. Sie bedienen die halb- und vollautomatischen Maschinen und überwachen die Verfahrensabläufe. Sie erstellen und korrigieren Programme für Produktionsanlagen und veranlassen die Behebung von Störungen und Fehlern.

Verfahrensmechaniker für Brillenoptik ...

  • stellen Glas- und Kunststoffrohlinge her und bearbeiten sie weiter
  • schleifen Rohlinge
  • glätten und polieren die Gläser
  • formen die Gläser
  • messen, prüfen und kontrollieren die Produkte auf optische Eigenschaften, geometrische Anforderungen und kosmetische Abweichungen
  • lagern und pflegen Warenbestände
  • beraten und bearbeiten Reklamationen

Verfahrensmechaniker für Brillenoptik arbeiten für ...

  • Unternehmen der optischen Industrie

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten...

  • Spaß an Feinarbeit haben
  • sich für physikalische Vorgänge interessieren
  • räumliches Vorstellungsvermögen haben
  • sehr genau arbeiten

Was ist besonders gut?

  • Menschen zu besserem Sehen und damit zu mehr
  • Lebensqualität zu verhelfen

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Glastechniker. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Optik
  • Feinwerktechnik
  • Elektrotechnik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in
  • Glastechniker/-in
  • Technische/-r Betriebswirt/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in

Kurzinfo

Verfahrensmechaniker für Brillenoptik ...

... stellen Glas- und Kunststoffrohlinge her und bearbeiten sie weiter, schleifen Rohlinge, glätten, polieren und formen die Gläser

Besonders gut ist ...

... Menschen zu besserem Sehen und damit zu mehr Lebensqualität zu verhelfen

Bewerber/-innen sollten ...

... Spaß an Feinarbeit haben, sich für physikalische Vorgänge interessieren, räumliches Vorstellungsvermögen haben, sehr genau arbeiten.

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Wer bildet aus?

Unternehmen der optischen Industrie

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B. Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in, Glastechniker/-in, Technische/-r Betriebswirt/-in, Dipl.-Ingenieur/-in