Was machen Textilreiniger?

Der Lieblingspulli und das teure Sommerkleid sollen oft und lange getragen werden. Besonders empfindliche Textilien können aber häufig nicht einfach zu Hause in die Waschmaschine gesteckt werden. Hier sind Spezialisten gefragt. Sie wissen, wie man auch hartnäckigen Flecken zu Leibe rückt. Und für große Wäschemengen, wie z. B. Bettwäsche und Tischtücher aus Hotels und Krankenhäusern haben sie alle notwendigen Maschinen: von der Waschmaschine bis zur Dämpf- und Bügelmaschine. Mit der Spezialtechnik kennen sich Textilreiniger genauso gut aus wie mit Fasern, Stoffen und Stofffarben. Sie wissen, welches Reinigungsverfahren jeweils geeignet ist. Beim Einsatz der verschiedenen chemischen Reinigungsmittel achten sie darauf, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Das kommt auch bei den Kunden gut an, die nicht nur Wert auf saubere Wäsche legen, sondern auch auf eine möglichst umweltschonende Reinigung.

Textilreiniger ...

  • nehmen Textilien vom Kunden an
  • sortieren das Reinigungsgut vor und sortieren die Textilien z. B. nach Farbe und Faserart
  • detachieren (Tache: Fleck) Textilien vor und stellen zum Beispiel fest, um was für Flecken es sich handelt
  • waschen Textilien, be- und entladen die Waschmaschinen, messen Reinigungsmittel ab
  • detachieren die gereinigten Textilien nach und behandeln zum Beispiel verbliebene Flecken
  • wenden geeignete Trocknungsverfahren an
  • finishen die Textilien und bügeln oder dämpfen sie in Form
  • wenden Spezialverfahren zur Reinigung von Leder oder Teppichen an
  • führen Qualitäts- und Endkontrollen aus
  • liefern die Ware zum Kunden aus

Textilreiniger arbeiten für ...

  • chemische Reinigungsbetriebe
  • Wäschereien in Krankenhäusern, Sanatorien, Altenheimen, Hotels

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • kontaktfreudig sein und gerne mit Menschen umgehen
  • viel Sinn für Hygiene haben
  • für technische und chemische Vorgänge aufgeschlossen sein

Was ist besonders gut?

  • vielseitige Tätigkeit
  • interessant für alle, die sich für Technik und Chemie, aber auch Umweltschutz interessieren

Nicht geeignet ist die Ausbildung ...

  • bei Empfindlichkeit oder Allergien gegenüber chemischen Substanzen.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Gesellen- oder Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, der Innung, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Technikern der Fachrichtung Bekleidungstechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.:

  • umweltfreundliche Textilreinigung
  • Teppich- und Bodenbeläge-Reinigung
  • kundenorientiertes Verhalten

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Textilreinigermeister/-in
  • Techniker/-in der Fachrichtung Reinigungs- und Hygienetechnik
  • Umweltschutzfachwirt/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in Bekleidung

Kurzinfo

Textilreiniger ...

... nehmen Textilien vom Kunden an, sortieren Textilien z. B. nach Farbe und Faserart, waschen Textilien, be- und entladen die Waschmaschinen, messen Reinigungsmittel ab, finishen die Textilien und bügeln oder dämpfen sie in Form

Besonders gut ist ...

... die vielseitige Tätigkeit für alle, die sich für Technik und Chemie, aber auch Umweltschutz interessieren

Bewerber/-innen sollten ...

kontaktfreudig sein und gerne mit Menschen umgehen, viel Sinn für Hygiene haben, für technische und chemische Vorgänge aufgeschlossen sein

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

chemische Reinigungsbetriebe, Wäschereien in Krankenhäusern, Sanatorien, Altenheimen, Hotels

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Innung, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in der Fachrichtung Bekleidung, Techniker/-in der Fachrichtung Bekleidungstechnik, Techniker/-in für Betriebswissenschaft, Dipl.-Ingenieur/-in Bekleidung