Was machen Textillaboranten?

Welche Textilien sind besonders luftdicht? Welche sind besonders atmungsaktiv? Welche Anforderungen müssen Garne für die weitere Verarbeitung haben? Wie verhalten sich verschiedene Stoffe bei großer Hitze? Warum sind Regenmäntel wasserabweisend? Wie belastend sind Färbemittel für Gewässer? Antworten auf diese Fragen kennen Textillaboranten. Sie prüfen die verschiedenen Fasern, Garne und Textilien, um deren Eigenschaften kennen zu lernen. Auf diese Weise kann die Textilindustrie die Qualität ihrer Fasern und Textilien immer weiter verbessern.

Textillaboranten ...

  • führen Eingangsprüfungen an Produkten und Materialien durch
  • prüfen die Eigenschaften von textilen Produkten sowie die Möglichkeiten ihrer Weiterverarbeitung und der geeigneten Einsatzgebiete
  • führen Prüfungen von textilen Produkten, Farbmitteln, Chemikalien und Textilhilfsmitteln sowie Untersuchungen an Wasser und Abwasser durch
  • erarbeiten Rezepturen
  • analysieren die Zusammensetzung und die Wirkung von chemischen Produkten
  • prüfen und verbessern bestehende Produkte und Verfahren
  • wirken mit bei der Entwicklung neuer Produkte und ihrer Erprobung
  • werten Ergebnisse aus 
  • erstellen Prüfberichte und Zertifikate
  • überwachen Fertigungsabläufe
  • bearbeiten Reklamationen
  • pflegen und kontrollieren die Prüfgeräte und Laboreinrichtungen
  • wenden Arbeits- und Prüfverfahren an
  • beachten Grundsätze des Umweltschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes

Textillaboranten arbeiten für ...

  • Betriebe der Textilindustrie
  • Textile Forschungsinstitute
  • Farbstoff- und Hilfsmittelindustrie
  • Fahrzeugindustrie

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • sich für Physik und Chemie interessieren
  • technisches Verständnis haben
  • sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten
  • gerne im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • genau das Richtige für alle, die sich für naturwissenschaftliche Prozesse interessieren

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche  die mittlere Reife  Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht’s weiter, beispielsweise als Assistent des Laborleiters. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

  • Materialkunde
  • Farbmessung
  • Laserkunde

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in
  • Techniker/-in Fachrichtung Textiltechnik

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in

Kurzinfo

Textillaboranten ...

... prüfen die verschiedenen Fasern, Garne und Textilien, um deren Eigenschaften kennen zu lernen. Auf diese Weise kann die Textilindustrie die Qualität ihrer Fasern und Textilien immer weiter verbessern.

Besonders gut ist ...

... genau das Richtige für alle, die sich für naturwissenschaftliche Prozesse interessieren

Bewerber/-innen sollten ...

... sich für Chemie interessieren, technisches Verständnis haben, sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten, gerne im Team arbeiten

Dauer der Ausbildung?

3,5 Jahre

Wer bildet aus?

Betriebe der Textilindustrie, Textile Forschungsinstitute, Farbstoff- und Hilfsmittelindustrie, Fahrzeugindustrie

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in, Techniker/-in Fachrichtung Textiltechnik, Dipl.-Ingenieur/-in