Was machen Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-innen?

Sie sind nicht nur in Sachen Sonnenschutz gefragt. Rollläden- und Sonnenschutzmechatroniker/-innen sichern Gebäude und Grundstücke auch vor Einbrüchen. Denn Rollgitter, Rolltore und Rollläden sind nicht so einfach zu "knacken".
Auch in puncto Energiesparen sind sie wichtige Partner von Hauseigentümern und Mietern: Rollläden, Jalousien und Markisen sorgen für Energieeinsparung und schützen vor Hitze.
Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-innen bauen Rollläden, Jalousien, Markisen, Rolltore und -gitter, die sie vorher aus Einzelteilen montiert haben, in Gebäude und sonstige Bauwerke ein.

Hierbei werden ...

  • Kunststoffe, Hölzer, Metalle und Textilien verarbeitet
  • Rollpanzer, Behänge und Klappläden hergestellt
  • Führungen und Tragkonstruktionen hergestellt
  • Wickelwellen konstruiert
  • manuelle und maschinelle Antriebe zusammengebaut
  • Rollraumverkleidungen konstruiert
  • Anlagen, wie z. B. Wellen, Antriebe und Rollpanzer eingebaut und geprüft
  • Störungen behoben und Anlagen gewartet
  • einbruchsschützende Elemente an Fenstern und Türen eingebaut
  • qualitätssichernde Maßnahmen durchgeführt
  • Automatisierungs- und Steuerungskomponenten, auch zur Bedienung durch digitale Ausgabegeräte, wie z.B. Handys, montiert und programmiert

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-innen arbeiten für ...

  • Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerks
  • industrielle Hersteller und Fachbetriebe von Rollladen- und Sonnenschutzanlagen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber/-innen sollten...

  • Interesse an bau- und elektrotechnischen Arbeiten haben
  • Interesse an neuesten technischen Entwicklungen haben, insbesondere im Bereich der Steuerungs- und Regelungstechnik
  • gerne im Team arbeiten
  • gerne mit Fachkräften aus anderen Gewerken zusammenarbeiten
  • gerne Kontakt mit Kunden haben
  • sicherheitsbewusst arbeiten können, insbesondere Gefahren abschätzen und vermeiden können

Was zeichnet den Job noch aus?

  • die vielseitige Tätigkeit und die damit verbundenen Herausforderungen, jeder Auftrag ist anders
  • moderne zukunftsorientierte Technologien und handwerkliche Tätigkeiten werden miteinander verbunden
  • die verschiedenen Einsatzorte
  • die sichtbaren und nachhaltigen Arbeitsergebnisse und die damit verbundenen Erfolgserlebnisse
  • der je nach Leistung schnell steigende Arbeitslohn
  • die guten Chancen, sich selbstständig zu machen. Eine Ausbildung ist hierzu der 1. Schritt.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung:
Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife).

Prüfung:
Es findet eine Gesellenprüfung statt, die aus zwei Teilen besteht (Teil 1 über die ersten 3 Ausbildungshalbjahre, Teil 2 am Ende der Ausbildung). Beide Teile fließen in das Endergebnis der Prüfung ein (gestreckte Gesellenprüfung).

Ausbildungsvergütung:
Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, der Innung, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben.

Danach geht es weiter, z.B. durch Ablegen der Meisterprüfung. Mit der Meisterprüfung kann man sich selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen gründen.

Klar ist aber: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als Unternehmer/-in haben will, muss flexibel sein und sich stets weiterbilden. Hierzu gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Für den Rollladen und Sonnenschutzmechatroniker sind folgende Bereiche von besonderer Bedeutung:

  • Holzoberflächenbehandlung
  • Kunststofftechnologie
  • EDV-Bereich Holz und Kunststoff

Es sind u.a. folgende Fort- und Weiterbildungen möglich:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister/-in
  • Techniker/-in der Fachrichtung Holztechnik
  • Techniker/-in für Betriebswissenschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.

  • Dipl.-Ingenieur/-in

Kurzinfo

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-innen installieren Rollläden, Jalousien, Markisen, Rolltore und -gitter je nach baulichen Gegebenheiten und Kundenwünschen. Außerdem fertigen sie einzelne Elemente an und bauen Komponenten zu Komplettsystemen zusammen.

Besonders hervorzuheben sind die vielseitige Tätigkeit, die Zusammenarbeit mit Dritten und Kunden sowie der Einsatz an verschiedenen Orten.

Bewerber/-innen sollten Interesse an bau- und elektrotechnischen Arbeiten haben, sorgfältig arbeiten, kontaktfreudig und teamorientiert sein

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerks, industrielle Hersteller und Fachbetriebe von Rollladen- und Sonnenschutzanlagen

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammern, Innungen, Arbeitsagenturen, Berufsverbände, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B. Rollladen- und Jalousiebauermeister/-in, Techniker/-in der Fachrichtung Holztechnik, Techniker/-in für Betriebswissenschaft, Dipl.-Ingenieur/-in