Was machen Produktionstechnologen?

Wenn der Autohersteller eine neue Serie startet, der Gemüsekonzern in der Lebensmittelproduktion auf andere Verpackungen oder Gebindegrößen umstellt, wenn neue innovative Produkte entwickelt werden, braucht der Betrieb Spezialisten, die die Serienproduktion realisieren. Produktionstechnologen arbeiten in den Pilotbereichen der Industrie. Sie optimieren und koordinieren die Vorgaben von Produktentwicklern und Konstrukteuren, von Prozessentwicklern, von Zulieferern und Kunden und halten das Produktionsteam zusammen. Es handelt sich um einen Querschnittsberuf, der von vielen Industriebranchen ausgebildet werden kann.

Produktionstechnologen…

  • richten Produktionsanlagen ein und bereiten den Produktionsanlauf vor,
  • fahren neue Prozesse an, führen Testreihen durch, richten Produktionsanlagen ein, und stellen die Produktionsfähigkeit der Anlagen her,
  • programmieren und parametrieren Produktionsanlagen, einschließlich Werkzeugmaschinen, Prüfeinrichtungen und Industrieroboter oder andere Handhabungssysteme, führen Wartungsarbeiten durch,
  • organisieren logistische Prozesse für Produkte, Werkzeuge, Prozessmedien und Reststoffe,
  • simulieren Prozesse, produzieren und testen Muster und Prototypen,
  • betreiben Produktionsanlagen, überwachen Prozessabläufe, führen prozessbegleitende Prüfungen durch,
  • realisieren Verbesserungen in den Prozessabläufen,
  • ermitteln Prozess- und Qualitätsabweichungen, und führen dazu systematische Fehleranalysen durch,
  • beurteilen und analysieren Produktionsanlagen hinsichtlich der Realisierung von Produktionsaufträgen,
  • sorgen für Informationsaustausch zwischen der Produktion und den anderen Betriebsbereichen und stimmen sich mit ihnen ab

Produktionstechnologen arbeiten für ...

  • Industriebetriebe aller Branchen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Bewerber sollten...

  • über sehr gutes Auffassungsvermögen verfügen
  • technisch und kommunikativ gut drauf sein

Was ist besonders gut?

  • die vielseitigen Aufgaben
  • der ständige Kontakt zu Kollegen und Mitarbeitern anderer Unternehmensbereiche

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens die mittlere Reife, manche sogar Abitur. Nach zwei Jahren findet der erste Teil der Prüfung statt, der mit 35 Prozent ins Abschlussergebnis einfließt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei Ihrer Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Prozess- oder Applikationsexperte oder als Geprüfter Prozessmanager. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, je nach Fachrichtung z. B.

  • Elektrotechnik
  • EDV
  • Arbeitsvorbereitung, Kostenrechnung

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Geprüfter Prozessmanager-Produktionstechnologie
  • Industriemeister
  • Techniker

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u. a.:

Elektrotechnik oder Maschinenbau

Produktionstechnologen ...

richten Produktionsanlagen ein und bereiten den Produktionsanlauf vor, fahren Prozesse an, führen Testreihen durch, richten Produktionsanlagen ein, stellen die Produktionsfähigkeit vom Anlagen her, programmieren und parametrieren Produktionsanlagen, einschließlich Werkzeugmaschinen, Prüfeinrichtungen und Industrieroboter, führen Wartungsarbeiten durch,

Besonders gut sind ...

... die vielseitigen Aufgaben der intensive Kontakt zu Mitarbeitern  verschiedener Bereiche

Bewerber sollten ...

... technisch und kommunikativ gut drauf sein

Dauer der Ausbildung?

Drei Jahre

Wer bildet aus?

  • Industriebetriebe aller Branchen

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

  • z. B.: Geprüfter Prozessmanager-Produktionstechnologie, Industriemeister, Techniker