Was machen Postverkehrskaufleute?

Was kostet ein Päckchen nach Neuseeland? Kommt der Brief Morgen früh um 9 Uhr beim Empfänger an? Wie eröffne ich ein Konto bei der Postbank? Postverkehrskaufleute stehen ihren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Sie arbeiten aber nicht nur am Schalter, sondern sind auch "hinter den Kulissen" tätig. Dort legen sie zum Beispiel fest, wie viel Personal am Samstagmorgen im Einsatz ist oder wer die nächste Urlaubsvertretung übernimmt. Organisation und Verwaltung einerseits und Kundenkontakt andererseits sorgen für viel Abwechslung.

Postverkehrskaufleute ...

  • bearbeiten eingehende Sendungen
  • beraten Kunden am Schalter und nehmen Briefe, Kurierpost, Päckchen und Pakete entgegen
  • rechnen Sendungen ab und führen dazu die Kasse
  • übernehmen Aufgaben in Organisation und Verwaltung
  • übernehmen Personalaufgaben

Postverkehrskaufleute arbeiten für ...

  • Deutsche Post AG
  • Kurier- und Expressdienste
  • Paketdienste

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten...

  • zuverlässig arbeiten
  • freundlich und serviceorientiert auftreten
  • gerne früh aufstehen

Was ist besonders gut?

  • mit vielen verschiedenen Menschen zu tun zu haben
  • vielseitige Aufgaben zu erledigen

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Nach einer zweijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr folgt ein weiteres Ausbildungsjahr mit dem Abschluss Postverkehrskaufmann/-frau.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Handelsbetriebswirt. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, je nach Fachrichtung z. B.

  • Verkaufsberatung
  • Reklamationswesen
  • Kommunikations- und Berichtstechniken

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. einem Abschluss als Postverkehrskaufmann/-frau und mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Bilanzbuchhalter/-in
  • Handelsbetriebswirt/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Betriebswirt/-in

Kurzinfo

Postverkehrskaufleute ...

... bearbeiten eingehende Sendungen, beraten Kunden am Schalter, übernehmen Aufgaben in Organisation und Verwaltung

Besonders gut ist ...

... mit vielen verschiedenen Menschen zutun zu haben und vielseitige Aufgaben zu erledigen

Bewerber/-innen sollten ...

... zuverlässig arbeiten, körperlich fit sein, gerne früh aufstehen

Dauer der Ausbildung?

1 Jahr

Wer bildet aus?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Deutsche Post AG, Kurier- und Expressdienste, Paketdienste

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B. Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Bilanzbuchhalter/-in, Handelsbetriebswirt/-in, Dipl.-Betriebswirt/-in