Was machen Mechatroniker/-innen für Kältetechnik?

Wer hat schon Lust auf geschmolzenes Schokoladeneis oder lauwarmes Bier? Kälte ist aber nicht nur bedeutsam für den Geschmack. Viel wichtiger ist, dass in Kühlräumen und -truhen leicht verderbliche Lebensmittel länger halten. Deshalb besitzen Bäckereien, Gaststätten, Fleischereien und Supermärkte Kälteanlagen. Aber auch die Industrie benötigt Klimaanlagen und Kühlräume. In Laboren oder Büros sollen jahreszeitenunabhängig bestimmte Temperaturen herrschen. In der Landwirtschaft muss z. B. Milch vom Melken bis zur Verarbeitung ständig kühl gehalten werden. In Brauereien ist frisches Bier herunterzukühlen und anschließend kalt zu halten. Diese Anlagen bauen und montieren Kälteanlagenbauer. Sie warten sie und setzen Aggregate instand.

Mechatroniker/-innen für Kältetechnik ...

  • montieren Anlagen und Komponenten der Kälte und Klimatechnik und nehmen sie in Betrieb
  • installieren elektrotechnische und elektronische Anlagenteile und Anschlüsse
  • führen Dämm-, Korrosionsschutz- und Brandschutzmaßnahmen durch
  • programmieren Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen
  • halten Anlagen, Systeme und Komponenten der Kälte- und Klimatechnik in Schwung und reparieren sie
  • optimieren Kälte- und Klimaanlagen nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten
  • demontieren Anlagen, Systeme und Komponenten der Kälte- und Klimatechnik
  • recyclen Kältemittel, Kühlmittel und Kältemaschinenöle

Mechatroniker/-innen für Kältetechnik arbeiten für ...

  • Servicebetriebe der Kälte- und Klimatechnik
  • Hersteller von kälte- und klimatechnischen Anlagen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber/-innen sollten ...

  • fit in Mathe, Physik und Chemie sein
  • technisches Verständnis haben
  • sich nicht an der relativ langen Ausbildungszeit von 3,5 Jahren stören
  • gern im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • Wer schwitzt, weiß sich sofort zu helfen
  • vielseitige Aufgaben und Einsatzorte

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet der erste Teil der Abschlussprüfung statt, dessen Resultat auf das Gesamtergebnis der Prüfung am Schluss der Ausbildung angerechnet wird. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschluss- oder Gesellenprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, der Innung, beim Berufsverband oder auch bei Ihrer Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Techniker/-in der Fachrichtung Versorgungstechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Elektrotechnik/Elektronik für Metallberufe
  • Schweißen und Schneiden
  • Maschinen- und Anlagenbau

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Kälteanlagenbauermeister/-in
  • Industriemeister/-in Wärme- und Kälteschutz
  • Techniker/-in Fachrichtung Versorgungstechnik

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in

Kurzinfo

Mechatroniker/-in für Kältetechnik ...

... bauen Kälte- und Klimaanlagen zusammen, nehmen sie in Betrieb. prüfen sie auf ihre Funktion und reparieren sie

Besonders gut ist ...

... vielseitige Aufgaben und Einsatzorte zu haben

Bewerber/-innen sollten ...

... gute Noten in Mathe, Physik und Chemie mitbringen, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen haben

Dauer der Ausbildung?

3,5 Jahre

Wer bildet aus?

Servicebetriebe der Kälte- und Klimatechnik, Hersteller von kältetechnischen Anlagen

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Kälteanlagenbauermeister/-in, Industriemeister/-in Wärme- und Kälteschutz, Techniker/-in Fachrichtung Versorgungstechnik, Dipl.-Ingenieur/-in