Was machen Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik?

Breitreifen und tiefergelegte Fahrwerke sind kein seltener Anblick auf deutschen Straßen. Viele Fahrer stellen ganz besondere Ansprüche an ihr Fahrzeug. Mechaniker und Mechanikerinnen für Reifen- und Vulkanisationstechnik sind mit der Umrüstung von Fahrzeugen auf Sonderräder und –reifen, der Optimierung von Fahrwerken, der Instandsetzung von Schläuchen, Reifen und Rädern, der Änderung der Fahrzeugoptik, der Wartung und Instandsetzung von Fördergurten und Förderbändern oder in der Herstellung und Instandsetzung von Gummiauskleidungen und Gummibelegen beschäftigt. Die Ausbildung erfolgt in einer der Fachrichtungen

  • Reifen- und Fahrwerktechnik oder
  • Vulkanisationstechnik

Mechaniker für Reifen und Vulkanisationstechnik ...

  • reparieren Schläuche und Reifen
  • bedienen Fahrzeuge und deren Systeme
  • grenzen Schäden und Störungen ein
  • beraten und informieren Kunden
  • stellen Werkstücke und Bauteile her

in der Fachrichtung Reifen und Fahrwerkstechnik ...

  • warten und setzen Fahrwerke, Bremsen, Rad- und Reifensysteme, Abgas- und Klimaanlagen instand
  • optimieren die Fahrdynamik
  • verkaufen Fahrzeugspezifische Produkte

in der Fachrichtung Vulkanisationstechnik ...

  • erneuern sie Reifen aller Fahrzeugarten und setzen sie instand
  • warten sie Fördergurte und reparieren sie
  • stellen sie Gummiauskleidungen sowie Gummibeläge her und setzen sie instand

Mechaniker für Reifen und Vulkanisationstechnik arbeiten für ...

  • Vulkaniseur- und Runderneuerungsbetriebe
  • Reifenhersteller
  • Reifenservicestationen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • technisch interessiert sein
  • zupacken können
  • gerne mit Kundinnen und Kunden umgehen

Was ist besonders gut?

  • eine wichtiger Beitrag für Sicherheit und Umweltschutz
  • der Kontakt zu Kundinnen und Kunden
  • die Kombination aus körperlicher und maschineller Arbeit

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss. Manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Gesellenprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, Innung, beim Berufsverband, bei der Arbeitsagentur vor Ort und bei der jeweiligen Verwaltung, die den Ausbildungsgang anbietet.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Vulkaniseur- und Reifenmechanikermeister. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Kunststofftechnologie
  • Qualitätssicherung im Kunststoffbereich
  • CNC-Technik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Vulkaniseur- und Reifenmechanikermeister

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in Fahrzeugtechnik, Verfahrenstechnik oder Kunststofftechnik

Kurzinfo

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik ...

... beraten Kunden zu Rad- und Reifenkombinationen, montieren Reifen und Rädern, halten Reifen, Schläuche und Felgen instand. Sie optimieren Fahrwerke, prüfen Spur, Sturz und Nachlauf und stellen Förderbänder und ähnliche Erzeugnisse aus Gummi her. 

Besonders gut ist ...

... der wichtige Beitrag für Sicherheit und Umweltschutz ist und die Kombination aus körperlicher und maschineller Arbeit, der Kontakt zu Kundinnen und Kunden

Bewerber/-innen sollten ...

... technisch interessiert sein, zupacken können, gerne mit Menschen zu tun haben, gute Noten in Mathe, Chemie und Physik haben

Wer bildet aus?

Vulkaniseur- und Runderneuerungsbetriebe, Reifenhersteller, Reifenservicestationen, Hersteller von Förderbändern

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Berufliche Aufstiegschanen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Vulkaniseur- und Reifenmechanikermeister, Dipl.-Ingenieur/-in Fahrzeugtechnik