Was machen Köche?

Köche arbeiten im Küchen- und Servicebereich von Hotels, Restaurants und Gaststätten. Aber sie kochen nicht nur: Sie erarbeiten auch Speisepläne und Menüverschläge, planen und organisieren den notwendigen Einkauf und die Zubereitung der jeweiligen Lebensmittel. Sie kennen natürlich die genauen Rezepte und Zutaten für ihre "Kreationen". Nicht zu vergessen: Sie arrangieren die Gerichte appetitlich und kunstvoll auf dem Teller, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.

Köche ...

  • kennen die Vorschriften für Lebensmittelhygiene
  • kennen die Preise und Lieferbedingungen für Lebensmittel
  • erarbeiten Speisepläne und Menüfolgen
  • planen und organisieren den Einkauf von Lebensmitteln
  • kontrollieren Qualität, Menge und Preis der Waren
  • lagern Vorräte fachgerecht in Kühlräumen und Gefriergeräten und kontrollieren die Lagerbestände
  • arbeiten mit vielen Hilfsmitteln, die sie sauber halten und pflegen (Messer müssen z.B. regelmäßig geschärft werden)
  • bereiten vielfältige Speisen zu: Suppen, Vorspeisen, Fleisch, Fisch, Soßen, Beilagen, Nachspeisen etc.
  • berücksichtigen ernährungsphysiologische Aspekte (Was liegt schwer im Magen? Was ist leicht verdaulich?)
  • informieren und beraten die Gäste über ihr Angebot an Speisen, machen Menüvorschläge

Köche arbeiten für ...

  • Hotels
  • Restaurants
  • Gaststätten
  • Kantinen
  • Sanatorien

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • einen guten Geruchs- und Geschmackssinn haben
  • Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen
  • Spaß haben an der Zubereitung von Nahrungsmitteln
  • gerne gestalten, garnieren und verzieren

Nicht geeignet ist die Ausbildung ...

  • bei Allergien, wie zum Beispiel Mehlstauballergie

Was ist besonders gut?

  • die vielseitige Tätigkeit (sie bereiten alle möglichen Arten von Speisen zu)
  • die sichtbaren Ergebnisse der Arbeit
  • die Möglichkeit, in diesem Beruf überall zu arbeiten, sogar weltweit
  • Kontakt zu Gästen, im Rahmen von Menügestaltungen
  • kreativ tätig zu sein

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Ein ärztliches Gesundheitszeugnis ist erforderlich.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise mit einem Aufenthalt im Ausland um neue Speisen kennen zu lernen. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Nach Ihrer Ausbildung können Sie im Gastgewerbe schnell verantwortungsvolle Positionen erreichen, zum Beispiel als Abteilungskoch oder Soßenkoch.

Folgende Weiterbildungen sind möglich:

  • Spezialisierung z. B. auf Diätwesen, Süßspeisen oder Ernährungslehre
  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis, Ausbildereignungsprüfung ist auch Bestandteil der Meisterprüfung)
  • Küchenmeister/-in

Kurzinfo

Köche/Köchinnen...

... stellen Speisepläne zusammen, kaufen Lebensmittel ein, bereiten Speisen zu, beraten Gäste bei der Menüplanung von Festlichkeiten.

Besonders gut ist ...

... die vielseitige Tätigkeit und das kreative Arbeiten.

Bewerber/-innen sollten ...

... einen guten Geruchs- und Geschmackssinn haben, gerne Nahrungsmittel zubereiten, garnieren und verzieren.

Wer bildet aus?

Hotels und Restaurants, Gaststätten und Kantinen, Sanatorien

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Küchenmeister/-in , Spezialisierung auf Diätwesen, Süßspeisen, Ernährungslehre