Was machen Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr (KiES)?

Quer durch Europa oder von Kiel nach Überlingen? Wohin die Fracht auch geht, die Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr sorgen dafür, dass das Ziel mit Bahn oder Lkw erreicht wird. Sie arbeiten in Unternehmen, die Verkehrs- und Infrastrukturleistungen anbieten, damit der Transport auf Schiene und Straße reibungslos funktionieren kann. Azubis erlernen nicht nur kaufmännische Fähigkeiten, sondern z. B. auch den Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken. Am Computer suchen sie für den Kunden den günstigsten Transportweg, kalkulieren den Preis und schreiben ein Angebot. Dabei orientieren sie sich natürlich an den jeweiligen Wünschen ihrer Kunden.

Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr (KiES) ...

  • ermitteln kundengerechte Verkehrswege, Verkehrsmittel und Verkehrsverbindungen
  • vergleichen Leistungsangebote verschiedener Verkehrsunternehmen
  • arbeiten in der Produktionsplanung und Fahrplanerstellung
  • organisieren Transporte und Transportketten und berücksichtigen dabei Kundenwünsche sowie ökologische und wirtschaftliche Gesichtspunkte
  • kalkulieren Preise für nationale und internationale Transporte
  • beraten Kunden und erstellen Angebote
  • bearbeiten Transportverträge unter Beachtung gesetzlicher und vertraglicher Bestimmungen
  • kümmern sich um Reklamationen
  • wirken bei Erfolgskontrollen und Werbemaßnahmen mit
  • erstellen Finanzpläne
  • können mindestens in einer Fremdsprache mit dem Kunden sprechen
  • verwalten das ihnen zur Verfügung stehende finanzielle Budget (Geld)

Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr arbeiten für ...

  • Verkehrsbetriebe wie z.B.
  • Transporterunternehmen
  • Speditionen

Dort werden sie auch in der Regel ausgebildet

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • gut organisieren können
  • logisch denken können
  • gute Noten in Englisch oder einer anderen Fremdsprache haben
  • Grundrechenarten sicher beherrschen
  • hilfsbereit sein
  • gerne am Computer arbeiten
  • an Geographie und Mathematik Interesse haben

Was ist besonders gut?

  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • in einer modernen Branche zu arbeiten - neue Verkehrskonzepte sind gefragt
  • Verantwortung zu tragen
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten z. B. aus Tourismus, Transport

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss häufig auch Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildung zum Kaufmann im Eisenbahn- und Straßenverkehr dauert drei Jahre.

Ein verwandter Ausbildungsberuf ist Speditionskaufmann/-frau.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, der Innnung, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Touristikfachwirt, Handelsfachwirt oder Fachkauffrau für Außenwirtschaft oder Marketing. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job das selbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.

Folgende Weiterbildungen sind möglich:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Touristikfachwirt/-in (arbeiten z.B. im Marketing, Einkauf- und Materialwirtschaft, Organisation oder Personalbetreuung und bereiten u.a. Reisen und Veranstaltungen vor)
  • Handelsfachwirt/-in (übernimmt Führungsaufgaben in Groß- und Einzelhandels-Unternehmen und ist für bestimmte betriebliche Abläufe verantwortliche)
  • Fachkaufmann/-frau für Außenwirtschaft oder Marketing (zuständig für Auslandskontakte des Unternehmens, beherrscht mindestens eine Fremdsprache)

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich:

  • Verkehrsbetriebswirtschaft (beschäftigt sich mit dem Verkehr auf den Schienen, dem Wasser und in der Luft)
  • Touristikbetriebswirtschaft (Planung, Kontrolle von Reiseangeboten)

Kurzinfo

Kaufleute im Eisenbahn- u. Straßenverkehr (KiES) ...

... ermitteln Transportwege für Lkw, Busse und Züge im Auftrag von Speditionen oder der Bahn. Sie organisieren Transporte, arbeiten mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik, orientieren sich an Kundenwünschen.

Besonders gut ist ...

Abwechslungsreiche Aufgaben zu haben, Kunden zu beraten, Verantwortung zu tragen, in einer aufstrebenden Branche zu arbeiten.

Bewerber/-innen sollten ...

gut organisieren können, logisch und in Zusammenhängen denken können, mindestens in einer Fremdsprache gute Noten haben.

Bewerber/-innen sollten Spaß haben ...

zu organisieren, am Thema Verkehr, am Computer zu arbeiten, mit Geographie und Mathematik zu tun zu haben.

Wer bildet aus?

Verkehrsbetriebe insbes. Transportunternehmen, Speditionen

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B. Touristikfachwirt/-in, Handelsfachwirt/-in, Fachkaufmann/-frau für Außenwirtschaft oder Marketing