Was machen Fotografen?

Wenn Bilder des Altmeisters Helmut Newton ausgestellt werden, sieht jeder sofort: Hier war ein Fachmann am Werk. Hinter Profi-Fotos steckt jede Menge Arbeit. Ob Porträts, Landschaften, Werbung, Presse oder Architektur - Fotografen wissen genau welche Kamera, welche Belichtungszeiten und welche Blendwerte und welches Objektiv sie benötigen. Licht, Schatten und natürlich das Motiv und die Location, also die Umgebung, müssen genau stimmen. Nach dem Fotografieren geht's weiter: Entwickeln, Formate bestimmten, Bildbearbeitungssysteme anwenden. Mit moderner Software können digitale Aufnahmen beliebig verändert und optimiert werden. Aber bei aller Technik - das Gespür für Formen, Farbe, Licht machen den wirklichen Profi aus. Die meisten arbeiten übrigens nicht angestellt, sondern freiberuflich.

Fotografen...

  • beraten Kunden (Privatkunden, Unternehmen) über die Gestaltung und Umsetzung fotografischer Aufnahmen
  • planen die Arbeitsabläufe
  • gestalten Bildkonzeptionen, wie z. B. Bildaufbau, Farben, Licht und setzen sie in fotografische Aufnahmen um
  • entwickeln die Filmaufnahmen, bearbeiten die Bilder mit Hilfe moderner Technik
  • stellen die aufbereiteten Bilder für die Verwendung in verschiedenen Medien (z. B. Film, Zeitschriften, Video, CD-ROM) bereit

Fotografen arbeiten in ...

  • Fotostudios
  • Forschungseinrichtungen
  • Fotofachhandel
  • Redaktionen und Verlagen
  • Größeren Werbestudios
  • Fotoabteilungen von Kaufhäusern

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • kreativ und technisch interessiert sein
  • über ein gutes Gespür für Formen, Farben und Licht verfügen
  • gutes Sehvermögen haben

Was ist besonders gut?

  • die Kombination von Kunst und Technik
  • die kreative Tätigkeit

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber die Hauptschulreife, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Der Ausbildungsbetrieb legt fest, in welchem der vier Schwerpunkte die Ausbildung erfolgt:

  • Porträtfotografie
  • Produktfotografie
  • Industrie- und Architekturfotografie
  • Wissenschaftsfotografie

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Gesellenprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, Innung, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Foto-Designerin oder als Fotografenmeister.

Ziel wird in vielen Fällen auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z.B.

  • Grafik
  • Fotografie-Labortechnik
  • Mediengestaltung
  • Videotechnik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Fotografenmeister/-in
  • Industriemeister/-in Fotobildtechnik
  • Techniker/-in Betriebswissenschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Foto-Designer/-in

Kurzinfo

Fotografen ...

... beraten Kunden, gestalten Bildkonzeptionen, wie z. B. Bildaufbau, Farben, Licht und setzen sie in fotografische Aufnahmen um, entwickeln die Filmaufnahmen, bearbeiten die Bilder mit moderner Technik.

Besonders gut ist ...

... die Kombination von Kunst und Technik und die abwechslungsreiche Tätigkeit.

Bewerber/-innen sollten ...

... kreativ und technisch interessiert sein, über ein gutes Gespür für Formen, Farben und Licht verfügen, gutes Seh- vor allem Farbsehvermögen haben.

Wer bildet aus?

Fotostudios, Fotogroßlabors, Fotofachhandel, Verlage

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Innung Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Fotografenmeister/-in, Industriemeister/-in Fotobildtechnik, Techniker/-in Betriebswissenschaft, Foto-Designer/-in