Was machen Fluggerätelektroniker?

Von der Lüftung bis zum Autopiloten - im Flugzeug funktioniert nichts ohne elektrische oder elektronische Systeme. Fluggerätelektroniker sind dabei, wenn ein Flugzeug gebaut wird - ob der einmotorige Sportflieger, der Rettungshubschrauber, die Linienmaschine oder der Militärjet. Aber sie sind natürlich auch in der Wartung und Instandsetzung dieser hoch komplizierten Fluggeräte tätig. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass der Flugdatenschreiber (Blackbox) die Daten speichert, der Voice-Recorder im Cockpit die Gespräche aufzeichnet und die Bremsklappen ausgefahren werden, wenn der Pilot den Schalter drückt. Fluggerätelektroniker tragen viel Verantwortung für die technische Sicherheit an Bord.

Fluggerätelektroniker ...

  • planen und steuern Produktionsabläufe,
  • verlegen und verbinden Energie-, Signal- und Datenleitungen,
  • produzieren elektronische Baugruppen und prüfen sie,
  • stellen luftfahrttechnische Systeme her und installieren sie,
  • installieren Geräte und Anlagen in Fliegern und überprüfen die elektrische Sicherheit,
  • nehmen Versorgungs- und Steuerungssysteme in Betrieb und prüfen sie,
  • installieren Teilsysteme der Avionik,
  • nehmen Informations- und Kommunikationssysteme sowie Flugüberwachungssysteme in Betrieb,
  • halten Antriebs- und Avioniksysteme instand,
  • dokumentieren den Arbeitsablauf einschließlich der vorgenommenen Prüfungen,
  • arbeiten auch mit englischsprachigen Unterlagen und kommunizieren u.a. in englischer Sprache.

Fluggerätelektroniker arbeiten für ...

  • Flugzeughersteller,
  • Ausrüster für Flugzeuge,
  • Fluggesellschaften,
  • Bundeswehr.

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • technisch-mathematisches Verständnis haben
  • genau und verantwortungsbewusst arbeiten
  • gute Grundkenntnisse in Englisch mitbringen

Was ist besonders gut?

  • Vielfältige Tätigkeit,
  • internationale Einsatzmöglichkeiten,
  • vielerlei Spezialisierungsangebote

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Prüfung statt, deren Ergebnis in das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung einfließt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht`s weiter, beispielsweise als Flugzeugbautechniker. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbstständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u. a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in
  • Flugzeugbautechniker/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u. a.:
Dipl.-Ingenieur/-in Luft- und Raumfahrttechnik

Kurzinfo

Fluggerätelektroniker ...

... sind von Anfang bis Ende dabei, wenn ein Flugzeug gebaut oder gewartet wird. Sie tragen viel Verantwortung für die technische Sicherheit an Bord.

Besonders gut ist ...

... vielfältige Tätigkeit, und internationales know how

Bewerber/-innen sollten ...

... technisch-mathematisches Verständnis haben, genau und verantwortungsbewusst arbeiten, Grundkenntnisse in Englisch mitbringen

Dauer der Ausbildung?

3,5 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B.: Ausbilder/-in, Flugzeugbautechniker/-in, Dipl.-Ingenieur/-in Luft- und Raumfahrttechnik