Was machen Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk?

Kompetent und kundenfreundlich. Beim Kauf von Lebensmitteln möchten Kunden fachlich informiert und beraten werden. Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk sind das "Aushängeschild" jeder Konditorei, Fleischerei oder Bäckerei. Sie informieren und bedienen ihre Kunden höflich, kompetent und zuvorkommend. Ist der Kuchen für Diabetiker geeignet? Aus welcher Tierhaltung kommt das Fleisch? Ist die Käsegrillwurst Laktose frei?

Mehrkorn-, Dinkel- oder Sesambrötchen; welches hat die meisten Kohlenhydrate? Passen Croissant, Bienenstich oder Gebäck am besten zum Tee? Neben der Qualität der Ware, entscheiden Verkaufstalent, Sauberkeit und Kompetenz der Verkäuferin maßgeblich darüber ob der Kunde wiederkommt. Eine wichtiger Posten in jedem Geschäft des Lebensmittelhandwerks. Die Fachkräfte werden in einem der drei Schwerpunkte ausgebildet:

  • Bäckerei
  • Konditorei
  • Fleischerei

Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ...

  • bedienen Kunden und nehmen Bestellungen entgegen
  • beraten Kunden über Rohstoffe, Zutaten, Herstellungsverfahren und die  Verwendung von Erzeugnissen oder Produkten
  • wickeln Kassiervorgänge ab, erstellen Lieferscheine und Rechnungen, führen Wareneingangs- und Warenbestandslisten
  • unterbreiten Angebote und führen Inventuren durch
  • unterstützen Bäcker, Konditoren und Fleischer bei der Produktion
  • be- und verarbeiten Produkte, stellen kleine Gerichte und Präsentkörbe her
  • Servieren am Tisch und helfen beim Catering
  • nehmen Waren entgegen und lagern diese sachgerecht
  • verpacken Waren
  • pflegen Sortimente
  • reinigen, gestalten und dekorieren Auslagen und Verkaufsräume
  • bereiten Anlagen, Maschinen und Geräte vor, bedienen, pflegen und reinigen sie
  • bearbeiten Reklamationen

Sie arbeiten für ...

  • Bäckereien
  • Konditoreien
  • Cafés
  • Fleischereien

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • Spaß am Umgang mit Menschen haben
  • über ein gehöriges Bewusstsein für Sauberkeit und Hygiene verfügen
  • gewandt, höflich und zuvorkommend sein
  • gerne im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • die abwechslungsreiche Tätigkeit in Produktion, Verkauf und Service
  • der ständige Umgang mit Menschen

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Je nach Ausbildungsbetrieb erfolgt die Ausbildung in einer der drei Schwerpunkte:

  • Bäckerei
  • Konditorei
  • Fleischerei

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, der Innung, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht’s weiter, beispielsweise Filialleiterin oder als Handelsassistentin. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit z. B. im Imbiss- oder Gastgewerbe sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, je nach Fachrichtung z. B.

  • Verkaufspsychologie
  • Schaufenstergestaltung und Plakatschrift
  • Existenzgründung im Einzelhandel oder in der Gastronomie

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Handelsbetriebswirt/-in
  • Fachkaufmann/-frau für Vorratswirtschaft
  • Handelsassistent/-in Einzelhandel

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u. a.:

  • Dipl.- Betriebswirt/-in

Kurzinfo

Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ...

  • beraten und bedienen Kunden, rechnen ab und kassieren, dekorieren Schaufenster oder Verkaufsräume, versehen die Waren mit Preisen, sind fit in Produktion, Verkauf und Service. Die Ausbildung erfolgt in einer der drei Schwerpunkte: Bäckerei,Konditorei oder Fleischerei

Besonders gut ist ...

  • die abwechslungsreiche Tätigkeit und der Umgang mit Menschen

Bewerber/-innen sollten ...

  • sauber, höflich und zuvorkommend sein, gerne mit Lebensmitteln arbeiten, Sinn für Hygiene haben, Teamgeist mitbringen

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

Je nach Schwerpunkt: Bäckereien, Konditoreien, Cafés, Fleischereien

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Innung, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B. Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Geschäftsstellenleiterin, Handelsbetriebswirt/-in, Fachkaufmann/-frau für Vorratswirtschaft, Handelsassistent/-in Einzelhandel, Dipl.- Betriebswirt/-in