Was machen Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik?

Das nasse Element ist ihr Geschäft. Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik sind Experten der Wassergewinnung. Dazu gehört auch die Aufarbeitung, Förderung, Speicherung und schließlich die Verteilung des hygienisch einwandfreien Trinkwassers. Sie nehmen Proben und prüfen die Wasserqualität. Sie reinigen und entkeimen das Rohwasser. Sie legen das Leitungsnetz und reparieren Rohre, Pumpen, Filteranlagen und Betriebseinrichtungen und führen Installations- und Instandsetzungsarbeiten an den elektrischen Einrichtungen ihrer Maschinen und Anlagen durch.

Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik

  • planen, überwachen, steuern und dokumentieren Prozessabläufe
  • montieren und demontieren Rohrleitungssysteme
  • bedienen Maschinen, Anlagen und Geräte zum Analysieren, Reinigen oder Entkeimen und setzen sie instand
  • beseitigen Störungen und führen auch elektrotechnische Arbeiten aus
  • überwachen und dokumentieren die Einhaltung rechtlicher Anforderungen

Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik arbeiten für...

  • kommunale oder industrielle Betriebe der Wasserversorgung

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • technisches Verständnis haben
  • viel Sinn für Hygiene haben

Was ist besonders gut?

  • die Kombination aus rechtlichem und technischem Wissen
  • die unterschiedlichen Einsatzgebiete, im Labor, im Wasserwerk und im Freien

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens Hauptschulabschluss manchmal sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Eine Zwischenprüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Ausbildung wird seit August 2003 angeboten.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Agentur für Arbeit vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Techniker der Fachrichtung Wasserversorgungstechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.:

  • Altlasten
  • Abwassertechnik
  • Kompostierung
  • Wasseranalytik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u. a.:

  • Ausbilder/-in
  • Wassermeister/-in
  • Abwassermeister/-in
  • Städtereinigungsmeister/-in
  • Techniker/-in Fachrichtung Wasserversorgungstechnik
  • Techniker/-in Fachrichtung Umweltschutztechnik

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u. a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in Umwelttechnik

Kurzinfo

Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik ...

... arbeiten in der Aufarbeitung, Förderung, Speicherung und der Verteilung von Trinkwasser. Sie nehmen Proben und prüfen die Qualität. Sie reinigen und entkeimen das Rohwasser, legen Leitungsnetze und reparieren Rohre, Pumpen, Filteranlagen und Betriebseinrichtungen.

Besonders gut ist ...

... die Kombination aus rechtlichem und technischem Wissen und die Arbeit sowohl im Labor, im Wasserwerk und im Freien

Bewerber/-innen sollten...

... technisches Verständnis und viel Sinn für Hygiene haben

Wer bildet aus?

Kommunale und industrielle Klärwerke

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.