Was machen Fachkräfte für Hafenlogistik?

Tausend Container mit Bekleidungsstücken aus Fernost, dreihundert Container mit Tee aus China oder Autoersatzteilen aus Frankreich. Viele Im- und Exporteure bestellen oder liefern Waren per Schiff. Aber ist die Ware auch vollzählig? Hat sie die gewünschte Qualität? Sind die Frachtpapiere in Ordnung? Ist vor allem aber die termingerechte Abfertigung und Weiterleitung, von der oft die Existenz der beteiligten Unternehmen abhängig sein kann, sichergestellt ? In diesen Bereichen sind die Fachkräfte für Hafenlogisitk verantwortlich tätig. . Sie stellen die Logistik mit den vor und nachgelagerten Transportunternehmen, insbesondere von Containern, mit denen heute mehr als 90 % der Güter transportiert werden sicher. Fachkräfte für Hafenlogistik haben daher den genauen Überblick über den Warenein- und -ausgang im Hafen. Klarer Fall, dass sich dies bei dem jährlich wachsenden Zuwachs an Gütern nur noch durch Anwendung modernster EDV – Systeme bewältigen lässt.

Fachkräfte für Hafenlogistik...

  • kontrollieren, steuern und überwachen den logistischen Prozess, insbesondere die Anlieferung und den Abtransport von Containern
  • kontrollieren einkommende und ausgehende Containerladungen insbesondere auf Vollständigkeit und mögliche Beschädigungen und führen bei Bedarf werterhaltende Maßnahmen durch
  • lagern und bearbeiten Container und Güter
  • überprüfen die Frachtpapiere
  • führen die Ladungsplanung und den Umschlag von Gütern, insbesondere für und mit Container, durch
  • haben Grundkenntnisse im Zollwesen, von Zahlungsarten und Kaufverträgen sowie sonstigen rechtlichen Bestimmungen,
  • können mit Gefahrengut umgehen

Fachkräfte für Hafenlogistik arbeiten in See- und Binnenhäfen für ...

  • Im- und Export-Unternehmen
  • Stauereibetriebe
  • Reedereien

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • kontaktfreudig sein und gern mit Menschen umgehen
  • Organisationstalent besitzen
  • verantwortungsbewusst arbeiten
  • gute Noten in mindestens einer Fremdsprache haben

Was ist besonders gut?

  • Kontakt mit Menschen aus aller Welt
  • abwechslungsreiche und vielseitige Tätigkeit

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Verkehrsfachwirt. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.:

  • Lager- und Verkehrsplanung
  • EDV im Verkehrs- und Speditionswesen
  • Europäische Logistik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Hafenfacharbeiter/-in
  • Verkehrsfachwirt/-in
  • Fachkaufmann/-frau Vorratswirtschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Betriebswirt/-in

Kurzinfo

Fachkräfte für Hafenlogistik ...

... kontrollieren einkommende und ausgehende Schiffsladungen auf Vollständigkeit, Gewicht und mögliche Beschädigungen

Besonders gut ist ...

... der Kontakt mit Menschen aus aller Welt und die verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit

Bewerber/-innen sollten ...

... kontaktfreudig sein und gern mit Menschen umgehen, Organisationstalent besitzen, verantwortungsbewusst arbeiten, gute Noten in mindestens einer Fremdsprache haben

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

Im- und Export-Unternehmen, Stauereibetriebe, Reedereien

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Hafenfacharbeiter/-in, Verkehrsfachwirt/-in, Fachkaufmann/-frau Vorratswirtschaft, Dipl.-Betriebswirt/-in