Was machen Fachkräfte für Fruchtsafttechnik?

Im Sommer eiskaltes Apfelsaftschorle. Im Winter Orangensaft mit viel Vitamin C. Obst- und Gemüsesäfte stehen auf der Getränke-Hitliste ganz oben. Damit die verschiedenen Vitamine, Nährstoffe und natürlich auch der Geschmack nicht verloren gehen, verarbeiten die Fachkräfte für Fruchtsafttechnik Orangen, Äpfel, Möhren und anderes Obst und Gemüse mit besonders schonenden Verfahren. Hygiene ist dabei ganz wichtig, damit die Säfte nicht verderben und wie frisch gepresst schmecken.

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik ...

  • wählen Früchte und Gemüse aus, lagern sie und verarbeiten sie zu Saft
  • machen Säfte haltbar und achten auf eine keimfreie Lagerung
  • bereiten Trinkwasser auf
  • stellen Fruchtwein und Fruchtschaumwein her
  • füllen Getränke ab, lagern sie und machen sie für den Versand fertig
  • bedienen die unterschiedlichen Anlagen und Geräte

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik arbeiten für ...

  • die Fruchtsaftindustrie

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten...

  • technisches Verständnis haben
  • Sinn für Hygiene haben
  • gerne im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • rundum frisches und gesundes Obst und Gemüse zu verarbeiten
  • mit moderner Technik zu arbeiten

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife).

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Lebensmitteltechnologe. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, je nach Fachrichtung z. B.

  • Getränkeherstellung
  • EDV in der Nahrungs- und Genussmittelerzeugung
  • Messtechnik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in Fruchtsaft- und Getränkeherstellung
  • Techniker/-in der Fachrichtung Konserventechnik
  • Techniker/-in für Betriebswissenschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in
  • Lebensmitteltechnologe/-in

Kurzinfo

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik ...

... wählen Früchte und Gemüse aus, lagern sie und verarbeiten sie zu Saft, machen Säfte haltbar und achten auf eine keimfreie Lagerung, bereiten Trinkwasser auf, füllen Getränke ab, lagern sie und machen sie für den Versand fertig

Besonders gut ist ...

... rundum frisches und gesundes Obst und Gemüse mit moderner Technik zu verarbeiten

Bewerber/-innen sollten ...

... gerne mit Lebensmitteln arbeiten, technisches Verständnis haben, Sinn für Hygiene haben, gerne im Team arbeiten

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

Fruchtsaftindustrie

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B. Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in Fruchtsaft- und Getränkeherstellung, Techniker/-in der Fachrichtung Konserventechnik, Techniker/-in für Betriebswissenschaft, Dipl.- Ingenieur/-in