Was machen Fachkräfte für Brief- und Frachtverkehr?

Auf sie ist Verlass: Jeden Tag, bei Wind und Wetter, stellen die Fachkräfte für Brief- und Frachtverkehr Briefe, Päckchen und Pakete zu. Besonders schnell muss es bei Expresszustellungen gehen, besondere Sorgfalt ist bei Wertzustellungen gefragt. Die Brief- und Paketboten nehmen natürlich auch Sendungen entgegen: Entweder am Postschalter oder direkt an der Haustür des Kunden. Sie wissen, dass jeder Brief wichtig ist, ganz gleich, ob es um eine Geschäfts- oder Herzenssache geht.

Fachkräfte für Brief- und Frachtverkehr ...

  • stellen Briefe, Päckchen und Pakete zu
  • bearbeiten eingehende Sendungen
  • transportieren Sendungen
  • nehmen am Schalter Briefe, Kurierpost, Päckchen und Pakete entgegen
  • rechnen Sendungen ab und führen dazu die Kasse

Fachkräfte für Brief- und Frachtverkehr arbeiten für ...

  • Deutsche Post AG
  • Kurier- und Expressdienste
  • Paketdienste

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • zuverlässig arbeiten
  • freundlich und serviceorientiert auftreten
  • körperlich fit sein
  • gerne früh aufstehen

Was ist besonders gut?

  • mit vielen verschiedenen Menschen zu tun zu haben
  • genau das Richtige für alle, die einen Job mit viel Bewegung suchen
  • ein vollwertiger Abschluss nach nur zwei Jahren

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildung endet nach zwei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung. Danach kann man eine einjährige Aufbau-Ausbildung anschließen zum Postverkehrkaufmann /-frau.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Handelsbetriebswirt. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, je nach Fachrichtung z. B.

  • Verkaufsberatung
  • Reklamationswesen
  • Kommunikations- und Berichtstechniken

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. einem Abschluss als Postverkehrskaufmann/-frau und mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Postverkehrskaufmann/-frau
  • Bilanzbuchhalter/-in
  • Handelsbetriebswirt/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Betriebswirt/-in

Kurzinfo

Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr ...

... stellen Briefe, Päckchen und Pakete zu, bearbeiten eingehende Sendungen, rechnen Sendungen ab und führen dazu die Kasse

Besonders gut ist ...

... mit vielen verschiedenen Menschen zutun zu haben

Bewerber/-innen sollten ...

... zuverlässig arbeiten, körperlich fit sein, gerne früh aufstehen

Dauer der Ausbildung?

2 Jahre

Wer bildet aus?

Deutsche Post AG, Kurier- und Expressdienste, Paketdienste

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B. Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Bilanzbuchhalter/-in, Handelsbetriebswirt/-in, Dipl.-Betriebswirt/-in