Was machen Eisenbahner?

Zwischen Dampflok und High-Tech-ICE mit Neigetechnik liegen nur wenige Jahrzehnte. Und nach wie vor ist der Eisenbahner für viele ein Traumberuf. Eisenbahner mit der Fachrichtung Lokführer und Transport fahren mit Hochgeschwindigkeits-Zügen, Güter- oder auch Regionalzügen. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass Reisende sicher am Zielort ankommen und gefährliche Güter den Transport sicher überstehen. Auch Eisenbahner der Fachrichtung Fahrweg tragen viel Verantwortung. Ihr Arbeitsplatz ist das Stellwerk. Von dort aus stellen sie die Weichen und sichern die Bahnübergänge für den Verkehr.

Eisenbahner ...

  • prüfen die Funktion der Wagen und Triebwagen (Zugmaschine mit eigenem Strom- oder Diesel-Antrieb) und führen z. B. Bremsproben durch
  • sorgen für Sicherheit im Eisenbahnbetrieb, erkennen z. B. feste Bremsen oder verschobene Ladungen
  • stellen Züge zusammen und kuppeln z. B. Triebfahrzeuge und Wagen, rangieren, erstellen Wagenlisten

Eisenbahner der Fachrichtung Fahrweg ...

  • leiten Züge vom Stellwerk aus
  • stellen Weichen und Signale, sperren Gleise bei Störungen
  • regeln, wann und von wem Schienenwege genutzt werden und erstellen Fahrpläne

Eisenbahner der Fachrichtung Lokführer und Transport ...

  • fahren Züge im Personen- und Güterverkehr
  • bedienen Triebfahrzeuge
  • führen Rangierfahrten durch (bilden dabei Züge aus mehreren Wagen oder koppeln sie auseinander) beraten Kunden im Güterverkehr
  • sorgen für die Annahme und Auslieferung von Gütern und führen Verwaltungsarbeiten aus

Eisenbahner arbeiten für ...

  • die Deutsche Bahn AG
  • private Bahnen
  • Werksbahnen
  • Hafenbahnen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • hohes Verantwortungsbewusstsein haben
  • körperlich fit und reaktionsschnell sein
  • auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf behalten
  • über gutes Hör- und Sehvermögen verfügen

Was ist besonders gut?

  • der Umgang mit modernster Technik

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Unternehmen erwarten aber den Hauptschulabschluss oder die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildung erfolgt in den ersten zwei Jahren in Form einer gemeinsamen beruflichen Fachbildung. Im dritten Jahr erfolgt eine Spezialisierung nach Fachrichtungen. Auszubildende und Lehrbetrieb entscheiden, in welcher der beiden Fachrichtungen die Spezialisierung erfolgt:

  • Fahrweg
  • Lokführer und Transport

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit einer Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Verkehrsfachwirt. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z.B.:

  • Verkehrs- und Speditionswesen
  • Ladungssicherung auf Schienenfahrzeugen

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in Fachrichtung Werkbahnbetrieb
  • Fahrdienstleiter
  • Rangierleiter
  • Fachwirt für den Bahnbetrieb

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist ein Studium an einer Berufsakademie möglich, z. B.:

  • Dipl. Betriebswirt Fachrichtung Spedition und Transport

Kurzinfo

Eisenbahner ...

... prüfen die Funktion der Wagen und Triebwagen (Zugmaschine mit eigenem Strom- oder Diesel-Antrieb), sorgen für Sicherheit im Eisenbahnbetrieb, stellen Züge zusammen usw.

Eisenbahner der Fachrichtung Fahrweg ...

... leiten Züge vom Stellwerk aus, stellen Weichen und Signale, sperren Gleise bei Störungen, regeln, wann und von wem Schienenwege genutzt werden und erstellen Fahrpläne.

Eisenbahner der Fachrichtung Lokführer und Transport ...

... fahren Züge im Personen- und Güterverkehr, bedienen Triebfahrzeuge, führen Rangierfahrten durch (bilden dabei Züge aus mehreren Wagen oder koppeln sie auseinander), beraten Kunden im Güterverkehr und sorgen für die Annahme und Auslieferung von Gütern.

Bewerber/-innen sollten ...

... hohes Verantwortungsbewusstsein haben,körperlich fit sein, auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf behalten, gutes Hör- und Sehvermögen haben.

Wer bildet aus?

die Deutsche Bahn AG, private Bahnen, Werksbahnen, Hafenbahnen

Besonders gut ist ...

... der Umgang mit modernster Technik.

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in Fachrichtung Werkbahnbetrieb, Fahrdienstleiter, Rangierleiter, Fachwirt für den Bahnbetrieb, Dipl. Betriebswirt Fachrichtung Spedition und Transport