Was machen Chemielaborjungwerker?

Kann der Kunststoff noch elastischer werden? Welche Auswirkungen hat das neu entwickelte Pflanzenschutzmittel auf das Trinkwasser? Hält der Lack auch bei hohen Minustemperaturen? Ob Farben, Kunststoffe, Kosmetika oder Waschmittel: An die verschiedenen Produkte werden immer höhere Anforderungen gestellt. Chemiker und Biologen müssen daher immer wieder Versuche durchführen und neue Substanzen entwickeln. Dabei stehen ihnen Chemielaborjungwerker zur Seite, die mit dafür sorgen, dass alle Tests mit größer Sorgfalt ausgeführt werden.

Chemielaborjungwerker ...

  • entnehmen Proben und bereiten sie auf
  • messen mit Hilfe spezieller Apparate z. B. den, Schmelz- oder Gefrierpunkt, die Dichte oder Entflammbarkeit verschiedener Stoffen
  • destillieren, kristallisieren, fällen oder filtrieren bestimmte Stoffe
  • arbeiten mit physikalischen Geräten, wie z. B. Waagen, Lupen oder Mikroskopen
  • führen Versuchsprotokolle
  • halten Arbeitsgeräte, Maschinen und Einrichtungen Instand

Chemielaborjungwerker arbeiten für ...

  • Unternehmen der chemischen Industrie, z.B.
  • Farben- und Lack-
  • Gummi und Kautschuk-
  • Kunstfaser-
  • Pflanzenschutz- und Düngemittel-
  • Kosmetika-
  • Waschmittelhersteller
  • Baustoffindustrie
  • Mineralölindustrie

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • sich für chemische Zusammenhänge interessieren
  • sehr sorgfältig und zuverlässig arbeiten
  • eine gute Beobachtungsgabe haben

Was ist besonders gut?

  • Ein vollwertiger Abschluss schon nach zwei Jahren

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Die Ausbildung endet nach zwei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung. Manche Betriebe ermöglichen anschließend die einjährige Fortsetzung der Ausbildung zum/zur Chemikant/-in oder Laborant/-in.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Techniker der Fachrichtung Umweltschutz. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Analysentechnik
  • Labortechnik
  • Arbeitsschutz

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in der Fachrichtung Chemie
  • Techniker/-in der Fachrichtung Chemietechnik oder Umweltschutz

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in Chemietechnik

Kurzinfo

Chemielaborjungwerker ...

... übernehmen einfache Laborarbeiten und entnehmen z. B. Proben und messen mit Hilfe spezieller Apparate z. B. den, Schmelz- oder Gefrierpunkt, die Dichte oder Entflammbarkeit verschiedener Stoffen

Besonders gut ist ...

... die relativ kurze Ausbildungszeit

Bewerber/-innen sollten ...

... sich für chemische Zusammenhänge interessieren, sehr sorgfältig und zuverlässig arbeiten, eine gute Beobachtungsgabe haben

Dauer der Ausbildung?

2 Jahre

Wer bildet aus?

Unternehmen der chemischen Industrie

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in der Fachrichtung Chemie, Techniker/-in der Fachrichtung Chemietechnik oder Umweltschutz, Dipl.-Ingenieur/-in