Was machen Bürokaufleute?

Nahezu jedes Unternehmen benötigt Bürokaufleute. Sie sorgen dafür, dass die vielfältigen Aufgaben im Büro erledigt werden und niemand den Überblick verliert. Briefe und Rechnungen schreiben, Verkaufszahlen zusammenstellen, Konten führen, Reklamationen bearbeiten, Transporte organisieren, den Chef oder die Chefin an Termine erinnern oder Gehaltsabrechnungen vorbereiten - Bürokaufleute sind richtige Allround-Profis. Selbst in der größten Hektik behalten sie einen kühlen Kopf und wissen genau: Organisation ist alles!

Bürokaufleute ...

  • bearbeiten Aufträge und Rechnungen und prüfen z. B. Zahlungsein- und -ausgänge
  • nutzen moderne Techniken der Bürokommunikation, wie z. B. E-Mail, Intra-Net und natürlich Telefon und Fax
  • arbeiten mit Textverarbeitungssystemen am Computer
  • kümmern sich um die Lagerhaltung und kontrollieren z. B. den Materialbestand
  • organisieren den Büroablauf und planen und überwachen z. B. Termine oder bereiten Besprechungen vor
  • bearbeiten Personalunterlagen und übernehmen z. B. die Entgeltabrechnung, ermitteln z. B. Bruttolöhne oder führen Beiträge an die Sozialversicherung ab
  • übernehmen Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens und erfassen alle Belege und führen z. B. die Bestandskonten

Bürokaufleute arbeiten für ...

  • Unternehmen aller Branchen

Dort werden sie auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • die deutsche Rechtschreibung beherrschen
  • freundlich und aufgeschlossen sein
  • genau und sorgfältig arbeiten
  • flexibel sein
  • gerne im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • eine sehr vielseitige Tätigkeit
  • die Möglichkeit, in allen Branchen zu arbeiten

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife).

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als staatlich geprüfte Betriebswirtin. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Verhandlungs- und Konferenztechnik
  • Büroorganisation
  • Steuerwesen

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Betriebswirt/-in (staatlich geprüft)
  • Fachkaufmann/-frau für Marketing, Geschäfts- und Finanzbuchführung u.a.

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Dipl.-Betriebswirt/-in

Kurzinfo

Bürokaufleute ...

... bearbeiten Aufträge und Rechnungen, nutzen moderne Techniken der Bürokommunikation, organisieren den Büroablauf und bearbeiten Personalunterlagen, übernehmen Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens

Besonders gut ist ...

... die vielseitige Tätigkeit und die Möglichkeit, in allen Branchen zu arbeiten

Bewerber/-innen sollten ...

... die deutsche Rechtschreibung beherrschen, freundlich und aufgeschlossen sein, genau und sorgfältig arbeiten, flexibel sein, gerne im Team arbeiten

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

Unternehmen aller Branchen

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Betriebswirt/-in (staatlich geprüft), Fachkaufmann/-frau für Marketing, Geschäfts- und Finanzbuchführung u.a., Dipl.-Betriebswirt/-in