Bauarbeiter gießen Beton ein

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Was machen Beton- und Stahlbetonbauer?

Beton ist ein relativ junger Baustoff, der erst in den letzten 150 Jahren so richtig an Bedeutung gewonnen hat. Viele Bauwerke, wie zum Beispiel Brücken, Hochhäuser oder Tunnel werden aus Beton hergestellt. Beton wird flüssig verarbeitet und muss deshalb in speziell angefertigte Formen gegossen werden, in denen er hart wird. Werden Betonbauteile besonders belastet, wie zum Beispiel Brücken oder Decken, müssen Stahleinlagen eingearbeitet werden. Beton- und Stahlbetonbauer arbeiten auf unterschiedlichen Baustellen, um neue Gebäude zu bauen und bestehende Gebäude instand zu setzen bzw. zu modernisieren. Sie arbeiten zum Beispiel im Wohnungsbau, im Industrie- oder Brückenbau.

Beton- und Stahlbetonbauer ...

  • stellen Gebäude aus Steinen, Beton und Beton mit Stahleinlagen her
  • arbeiten anhand von Plänen und Arbeitsaufträgen im Team
  • richten die Baustellen ein und legen die Arbeitsschritte fest
  • setzen Baumaschinen und Bauwerkzeug ein
  • bauen Gerüste auf und ab und vermessen Bauwerke und Bauteile
  • stellen Schalungen (speziell hergestellte Formen) für Fundamente, Stützen und Balken sowie für Wände, Decken und Treppen her
  • stellen Stahlbewehrungen (im Beton eingelassene Verstärkungen aus Stahl) für Beton her und bauen sie ein
  • prüfen die Qualität des frischen Betons
  • fördern den Beton in die Schalungen
  • bearbeiten die hart gewordene Betonoberfläche mit Hilfe von Maschinen
  • stellen Stahlbetonfertigteile her, lagern und transportieren sie und bauen sie ein
  • bauen Dämmstoffe für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz ein
  • dichten die Bauwerke gegen Feuchtigkeit ab
  • beachten die Sicherheit, den Gesundheitsschutz und den Umweltschutz auf der Baustelle
  • vermessen das Ergebnis (prüfen, ob sie alle vorgegebenen Maße eingehalten haben)

Beton und Stahlbetonbauer arbeiten für ...

  • Hochbauunternehmen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • gesundheitlich fit und möglichst schwindelfrei sein
  • "mit Köpfchen" arbeiten
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick besitzen
  • gerne im team arbeiten

Nicht geeignet ist die Ausbildung ...

  • bei Empfindlichkeit oder Allergien gegenüber Staub oder chemischen Stoffen

Was ist besonders gut?

  • die körperliche Betätigung im Freien
  • die hohe Ausbildungsvergütung
  • die Arbeit im Team
  • der je nach Leistung schnell steigende Arbeitslohn

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss oder auch Fachoberschulreife (mittlere Reife). Die Ausbildung besteht aus zwei Stufen. Nach einer zweijährigen Ausbildung für Hochbaufacharbeiter/-in folgt ein weiteres Ausbildungsjahr mit dem Abschluss Beton- und Stahlbetonbauer/-in. Weitere Hochbauberufe, von denen auch Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, sind Maurer/-in sowie Feuerungs- und Schornsteinbauer/-in.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung zum Baufacharbeiter ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Polier, Bauleiter oder auch Diplom-Ingenieur. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis, Prüfung ist auch Bestandteil der Meisterprüfung)
  • Meister/-in (ist z.B. Voraussetzung für die Selbständigkeit im Handwerk)
  • Geprüfte/r Polier/-in (verantwortlich z.B. für ganze Bauprojekte)
  • Werkpolier/-in (verantwortlich z.B für Arbeitsgruppen in Baufirmen)
  • Techniker/-in (z.B. für Baudenkmalpflege und Bausanierung, Schwerpunkt Stein)

Durch den Besuch einer Fachschule können auch weiterführende Berufe erlernt werden:

  • Gestalter/-in im Handwerk
  • Industriebetriebswirt/-in Bautechnik
  • Techniker-/in für Betriebswissenschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich:

  • Fachrichtung Diplom-Ingenieur/-in Bauingenieurwesen oder Architektur

Kurzinfo

Beton- und Stahlbauer /-innen ...

...errichten Rohbauten aus Steinen, Bauteilen aus Beton und Stahlbeton. Sie arbeiten im Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau.

Besonders gut ist ...

... die Arbeit an der frischen Luft, im Freien, im Team und die Mitarbeit an großen Projekten.

Wer bildet aus?

Hochbaufirmen

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Innung, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

Meister/-in, Polier/-in, Techniker/-in, Dipl.-Ingenieur/-in