Arbeit mit einer Sprühmaschine

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Was machen Bauten- und Objektbeschichter?

Sie arbeiten mit Farben, Lacken und anderen Beschichtungsmaterialien, wie zum Beispiel Tapeten. Sie arbeiten in und an Gebäuden und tragen den unterschiedlichen Voraussetzungen und Beanspruchungen Rechnung. Je nach dem, ob ein Neubau seinen ersten Anstrich erhält oder ein historisches Bauwerk  restauriert wird. Es fängt schon bei den verschiedenen Untergründen an: Holz, Mauerwerk, Kunststoff und Metalle müssen vorbehandelt werden, damit Farbe und Lack halten. Welche Farben passen zusammen? Welche eignen sich als Außenanstrich oder für das Badezimmer? Was kommt als Dämmstoff unter die Tapete?

Bauten- und Objektbeschichter ...

  • bereiten Untergründe (z.B. Metall, Holz, Kunststoff, Mauer­werk), zur weiteren Behandlung vor und entrosten, grundieren, verputzen oder tapezieren sie
  • behandeln, beschichten und gestalten Oberflächen mit speziellen Farben und Lacken
  • kennen die chemischen und physikalischen Eigenschaften der ver­schiedenen Untergründe, Farben und Lacke sowie mögliche Gefahren, die z.B. von Lösungsmitteln ausgehen
  • führen Putz-, Dämm- und Trockenbauarbeiten durch
  • verlegen Decken-, Wand- und Bodenbeläge
  • führen Rekonstruktionen und Reproduktionen aus
  • halten Bauwerke und Konstruktionen in Stand

Bauten- und Objektbeschichter arbeiten für

  • Maler- und Lackierer-Werkstätten
  • Restaurierungs-Betriebe
  • Fachbetriebe für Bauerhaltungsmaßnahmen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • zupacken können
  • Spaß am Umgang mit Farben und Mustern haben
  • möglichst schwindelfrei sein
  • gutes Farbsehvermögen haben

Was ist besonders gut?

  • eine vielfältige und zum Teil kreative Tätigkeit
  • ein vollwertiger Berufsabschluss schon nach zwei Jahren

Nicht geeignet ist die Ausbildung ...

bei Empfindlichkeit oder Allergien gegenüber Lösungsmitteln.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten aber den Hauptschulabschluss.

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Die Ausbildung im erfolgt nach dem Modell der Stufenausbildung: Nach der Ausbildung kann in einem weiteren Ausbildungsjahr der Abschluss zum Maler und Lackierer gemacht werden.

Für diejenigen, die sich für die zweijährige Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter/zur Bauten- und Objektbeschichterin entscheiden, findet nach dem 1. Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung statt. Für diejenigen, die die 3-jährige Ausbildung zum Maler und Lackierer wählen, gilt die Abschlussprüfung zum Bauten- und Objektbeschichter als Zwischenprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, bei der Innung, beim Berufsverband und bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht`s weiter, beispielsweise als Techniker der Fachrichtung Farb- und Lackiertechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • zum Maler und Lackierer
  • zum Ausbilder-/in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)

aber dann auch zum

  • Maler- und Lackierermeister/-in (Voraussetzung für die Selbständigkeit im Handwerk)
  • Industriemeister/-in Fachrichtung Lack
  • Techniker/-in der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik

Kurzinfo

Bauten- und Objektbeschichter

... entrosten, verputzen oder tapezieren, streichen oder spritzen Oberflächen mit speziellen Farben und Lacken. Sie halten Bauwerke und Anlagen in Stand, renovieren Altbauten und denkmalgeschützte Objekte. Sie, zeichnen, malen und kleben Schriften.

Besonders gut ist ...

.... die vielfältige und zum Teil auch kreative Tätigkeit

.... ein vollwertiger Abschluss bereits nach zwei Jahren

Bewerber/-innen sollten ....

zupacken können, gutes Farbsehvermögen haben, Spaß an Farben und Mustern haben, handwerklich geschickt sein

Wer bildet aus?

Maler- und Lackierer-Werkstätten, Restaurierungs-Betriebe,

Fachbetriebe für Bauerhaltungsmaßnahmen

Dauerder Ausbildung?

2 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Innung, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Beruflicher Aufstieg

z. B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Maler- und Lackierermeister/-in (Voraussetzung für die Selbständigkeit im Hand­werk), Industriemeister/-in Fachrichtung Lack, Techniker/-in der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik, Dipl.-Ingenieur/-in Farbe (Chemie)