Die Gruppe der 7 (G7) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen: Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und die Vereinigten Staaten von Amerika.

In Reaktion auf die Ölkrise und den Zusammenbruch des Systems der festen Wechselkurse (Bretton Woods) fand 1975 auf Initiative des früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing und des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt der erste "Weltwirtschaftsgipfel" als Vorläufer der späteren G7 zwischen den Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und den USA auf Schloss Rambouillet in Frankreich statt. 1976 kam Kanada als Mitglied der G7 hinzu. Seit 1981 nimmt auch die Europäische Union (damals noch Europäische Gemeinschaft) regelmäßig an den Treffen teil. Von 1998 bis 2014 tagte die G7 zusammen mit Russland im Rahmen der G8. Als Reaktion auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch die Russische Föderation erklärten die G7-Staaten am 24. März 2014 am Rande des Nuklearen Sicherheitsgipfels in Den Haag, ihre Teilnahme am G8-Format auszusetzen.

Inhaltlich widmet sich die G7 vor allem den Themen Weltwirtschaft und Handelspolitik, Außen- und Sicherheitspolitik sowie Entwicklungs-, Energie- und Klimapolitik. Neben den Treffen der Staats- und Regierungschefs kommen auch die G7 Finanzminister und Notenbankgouverneure regelmäßig zusammen, um finanz- und währungspolitische Fragen zu diskutieren. Darüber hinaus treffen sich die Außenminister jährlich vor dem Gipfel, um aktuelle außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen aufzugreifen. Abhängig von der Agenda der jeweiligen Präsidentschaft treffen sich weitere Fachminister der G7.

2018 hat Kanada die G7-Präsidentschaft von Italien übernommen. Deutschland hatte zuletzt 2015 die G7-Präsidentschaft inne. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.