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Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wagen den Schritt ins Exportgeschäft. Ihnen geht es vor allem darum, neue Märkte zu erschließen und zu sichern. Mit gutem Erfolg, wie die Zahlen zeigen: Der Exportumsatz von KMU stieg seit 2000 um 48,8 Prozent auf 213,8 Milliarden Euro (2018). Gute Erfolgschancen haben insbesondere Firmen, die mit Nischenprodukten im Ausland Fuß fassen wollen: 1.000 mittelständische Weltmarktführer ("Hidden Champions"), vor allem aus den Bereichen Maschinenbau, Automobilzulieferer und Elektrotechnik gibt es in Deutschland.

Damit das Auslandsgeschäft erfolgreich wird, kommt es in erster Linie auf die Eigeninitiative der Unternehmen selbst an: Sie müssen sich auf ein gutes Produkt, eine erfolgversprechende Strategie und eine verlässliche Finanzierung stützen können.

Vielfältige Unterstützung von Unternehmen

Das BMWi unterstützt die Unternehmen auf vielfältige Weise: zum Beispiel durch handelspolitische Maßnahmen, die den Marktzugang im Ausland erleichtern. Vor allem aber auch mit der Förderung ausgewählter Aktivitäten zur Auslandsmarkterschließung, die Unternehmen in allen Phasen des Exportgeschäfts gezielt unterstützen.

Dabei wird mit dem Markterschließungsprogramm (MEP) branchenübergreifend der Mittelstand adressiert, während sich die Exportinitiativen ("Energie", "Umwelttechnologie", "Gesundheitswirtschaft", "zivile Sicherheitstechnologien") auf bestimmte Branchen konzentrieren. Ihre Angebote sind nun inhaltlich und strukturell noch enger aufeinander abgestimmt und können so viel zielgerichteter wirken. Diese gebündelte Stärke zeigt sich auch durch die neue gemeinsame Dachmarke "Mittelstand global". Sie vereint zwei Stränge: auf der einen Seite das branchenübergreifende KMU-Markterschließungsprogramm sowie Exportinitiativen aus wichtigen Zukunftsbereichen wie Umwelttechnologie, Gesundheitswirtschaft und zivile Sicherheit. Auf der anderen Seite die branchenspezifische Exportinitiative Energie, die das Marktpotenzial für deutsche Energie-Technologien im Ausland fördert.

Das Managerfortbildungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) richtet sich vorwiegend an kleinere und mittlere Unternehmen im Ausland, die an Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen interessiert sind. Unter dem Motto "Fit for Partnership with Germany" bereitet es Führungskräfte dieser Unternehmen gezielt auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen vor - mit Erfolg für beide Seiten. Derzeit wird das branchenübergreifende Programm mit 21 Partnerländern durchgeführt, über 15.000 Führungskräfte aus Unternehmen mit Außenwirtschaftspotential haben sich bereits an diesem praxisorientierten Programm beteiligt. Jedes Jahr kommen rund 1.000 Managerinnen und Manager hinzu. Reziprok wird das Programm unter dem Motto “Fit für das Russlandgeschäft“ bzw. unter dem Motto “Fit für das Chinageschäft“ deutschen Führungskräften angeboten, die von der russischen bzw. chinesischen Regierung zu einer Fortbildung in ihre Länder eingeladen werden. Auch diese Programme dienen der Geschäftsanbahnung und sind Türöffner für deutsche Unternehmen, die sich auf ausländischen Märkten engagieren wollen.

Für jeden das passende Angebot

Mit den Fördermaßnahmen setzt das BMWi gezielt dort an, wo der Mittelstand bei seinen Exportaktivitäten Hilfe benötigt: 

  • Informationen über die wichtigsten Schritte vor der Aufnahme internationaler Geschäftsbeziehungen
  • branchenspezifische Informationen über Zielmärkte im Ausland
  • individuell für jedes KMU ausgewählte Kontakte zu internationalen Geschäftspartnern
  • Leistungsschauen im In- und Ausland, die es dem Mittelstand ermöglichen, einem ausgewählten Fachpublikum Waren, Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren
  • Unterstützung bei der Realisierung von Referenzprojekten im Ausland (Exportinitiative Energie)
  • Unterstützung bei der Konsortialbildung zwischen KMU (Exportinitiative Energie)
  • Projektvorentwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern Exportinitiative Energie)