Navigation

Themenseite - Maritime Wirtschaft

Maritime Technologien der nächsten Generation

Einleitung

Hafen und Containerschiff zeigen die maritimen Technologien der nächsten Generation; Quelle: istockphoto.com/mf-guddyx

© istockphoto.com/mf-guddyx

Kontinuierliche Forschung und Entwicklung in Schiffbau, Schifffahrt und Meerestechnik sind Voraussetzung für eine funktionierende Weltwirtschaft und sichern Deutschland eine internationale Spitzenposition. Mit dem Forschungsprogramm "Maritime Technologien der nächsten Generation" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein zentrales Förderinstrument zur Entwicklung neuer Technologien in der maritimen Branche geschaffen. Es greift die bisher erfolgreichen Schwerpunkte des vorherigen Programms "Schifffahrt und Meerestechnik für das 21. Jahrhundert" auf und entwickelt sie weiter. Das Forschungsprogramm läuft bis zum 31. Dezember 2017 und verfügt über ein jährliches Förderbudget von rund 32 Millionen Euro.

Zu den Programmschwerpunkten gehört neben der Erhöhung von Sicherheit und Zuverlässigkeit auch die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Schiffbau. Die angestrebte Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei der Produktion maritimer Systeme erfordert neuartige Produktionstechnik sowie einen stärkeren Fokus auf Organisation und Vernetzung. In der See- und Binnenschifffahrt werden innovative Technologien für mehr Sicherheit und Effizienz im umweltfreundlichen Schiffsbetrieb benötigt. Die Themen Energie- und Rohstoff-Ressourcen aus dem Meer bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit werden erheblich an Bedeutung gewinnen. Das Programm unterstützt beispielsweise die Entwicklung intelligenter Systeme für die Meerestechnik in einem neuen Schwerpunkt, um die maritime Wirtschaft besser auf den Markt vorzubereiten.

Das Programm trägt dazu bei, deutschen Unternehmen die Entwicklung und den Einsatz von Hightech zu erleichtern, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu verbessern und Arbeitsplätze zu sichern. Es unterteilt sich in die vier Forschungsschwerpunkte:

Sicherheit und Zuverlässigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Energieeffizienz, sichere Energie- und Rohstoffgewinnung aus dem Meer sowie Wirtschaftlichkeit und Produktivität bestimmen dabei die künftigen technologischen Herausforderungen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (Werften, Zulieferer, Ingenieurbüros, Dienstleistungseinrichtungen) sowie Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Förderung erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuschüsse. Bei Antragstellung durch Unternehmen beträgt die Eigenbeteiligung in der Regel mindestens 50 Prozent.

Weiterführende Informationen

Die Schiffstechnik steht vor der Herausforderung, die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Schiffsbetriebs unter Berücksichtigung zunehmender Umweltauflagen zu gewährleisten. Dabei dürfen die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit der Produkte nicht außer Acht gelassen werden. Ziel der Forschungsförderung ist es, den Produktionsstandort Deutschland zu stärken und innovative Produkte für den Weltmarkt anzubieten. Der Fokus ist dabei weiterhin auf die Systemkompetenz der Marktteilnehmer zu richten. Schiffbau bedeutet Unikatfertigung: Schiffe sind komplexe, ausrüstungsintensive und hochmoderne Einzelprodukte. Die präzise Konstruktion von Schiffen mit speziellen Charakteristika ist die Stärke des deutschen Schiffbaus.

Im Schwerpunkt Schiffstechnik werden Vorhaben zu folgenden Forschungsfeldern gefördert:

  • Innovation für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit
  • Emissionen und Umweltschutz
  • Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit der Produkte

Aus den international verschärfenden Wettbewerbsbedingungen ergeben sich für die deutsche maritime Industrie neue strategische Herausforderungen: Ihr muss es einerseits gelingen, die Kosten zu senken, indem sie die Produktivität der gesamten Wertschöpfungskette deutlich steigert. Andererseits muss sie in der Lage sein, technisch überlegene Produkte in immer kürzeren Innovationszyklen auf traditionellen und neuen Märkten zu platzieren.

Deutsche Unternehmen sind mit ihren Produktionsverfahren vielfach Technologieführer. Die Stärken der gut vernetzten und global erfolgreichen Akteure basieren auf einer hohen Mitarbeiterkompetenz mit entsprechender Spezialisierung und Flexibilität. Die international hohen Anforderungen an Sicherheit und Umweltschutz bieten die besten Chancen für innovative Produkte und Prozesse in der maritimen Branche. Neben den vorhandenen Risiken durch weltweite Überkapazitäten und Marktverzerrungen muss dabei dem drohenden Know-how-Abfluss und Ingenieurmangel gezielt entgegengewirkt werden.

Im Schwerpunkt Produktion maritimer Systeme werden Vorhaben zu folgenden Forschungsfeldern gefördert:

  • Produktionstechnik zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit maritimer Unternehmen
  • Organisation und Vernetzung der Produktionsprozesse
  • Neue Materialien und Materialkombinationen für verbesserte Produkteigenschaften
  • Lifecyclemanagement: innovative Produkte und Dienstleistungen

Durch die Globalisierung der Märkte steigt der Güteraustausch kontinuierlich. Deutschland wickelt etwa 60 Prozent seines Exports über den Seeweg ab und importiert nahezu 100 Prozent der Rohstoffe. Die deutsche Schifffahrt hat eine der weltweit größten Flotten, verfügt zudem über hohe Mitarbeiterkompetenz und ist Vorreiter bei umweltfreundlichen Schiffsbetriebskonzepten. Die Entwicklung innovativer Verfahren und Technologien für einen sicheren und effizienten Schiffsbetrieb ist für Deutschland als rohstoffarmes Land von enormer Bedeutung. Strategisch werden Forschungsfelder unterstützt, die die deutsche Schifffahrt auch zukünftig stärken und Arbeitsplätze in Deutschland schaffen und erhalten.

Im Schwerpunkt Schifffahrt werden Vorhaben zu folgenden Forschungsfeldern gefördert:

  • Schiffssicherheit
  • Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit
  • Binnenschifffahrt

Zurzeit hat die exportorientierte meerestechnische Industrie in Deutschland einen Weltmarktanteil von weniger als sechs Prozent und ist damit - gemessen am Potenzial - deutlich ausbaufähig. Um im internationalen Wettbewerb eine Schlüsselposition einzunehmen und den anvisierten Marktanteil zu erreichen, müssen Wirtschaft und Wissenschaft künftig noch enger zusammenarbeiten und verstärkt Systemlösungen anbieten. Für die gesamte Branche haben sich das wachsende Umweltbewusstsein und die steigenden Sicherheitsanforderungen an alle eingesetzten Technologien deutlich etabliert. Grundlage für künftige Entwicklungen muss es deshalb sein, das Gleichgewicht zwischen verantwortungsvoller wirtschaftlicher Nutzung der Meeresressourcen und dem Schutz der Meeresumwelt zu finden.

Im Schwerpunkt Meerestechnik werden Vorhaben zu folgenden Forschungsfeldern gefördert:

  • Intelligente Systeme für Meerestechnik
  • Offshore-Technik

    • Öl und Gas
    • Gashydrate
    • Marine mineralische Rohstoffe
  • Sicherheit maritimer Systeme

Mehr zum Thema

  • 11.01.2017 - Pressemitteilung - Maritime Wirtschaft

    Pressemitteilung: Bundeskabinett beschließt "Maritime Agenda 2025"

    Öffnet Einzelsicht
  • 09.12.2016 - Pressemitteilung - Maritime Wirtschaft

    Pressemitteilung: Startschuss zur 10. Nationalen Maritimen Konferenz 2017

    Öffnet Einzelsicht
  • 05.09.2016 - Pressemitteilung - Maritime Wirtschaft

    Pressemitteilung: Maritimer Koordinator Beckmeyer eröffnet maritime Weltleitmesse SMM 2016 in Hamburg

    Öffnet Einzelsicht
  • 13.06.2016 - Meldung - Innovationspolitik

    Maritimer Koordinator: Robotik ist Schlüsseltechnologie für maritime Branche

    Öffnet Einzelsicht
  • 10.05.2016 - Meldung - Maritime Wirtschaft

    Maritimer Koordinator: Neuaufträge stärken Schiffbaustandort Deutschland

    Öffnet Einzelsicht
  • 26.04.2016 - Meldung - Maritime Wirtschaft

    Maritimer Koordinator: BMWi fördert Vernetzung von maritimer Branche und Offshore-Windenergie

    Öffnet Einzelsicht
  • 24.03.2016 - Pressemitteilung - Maritime Wirtschaft

    Pressemitteilung: Neue Förderrichtlinie für Innovationen im Schiffbau in Kraft getreten

    Öffnet Einzelsicht
  • 22.03.2016 - Pressemitteilung - Maritime Wirtschaft

    Pressemitteilung: Maritimes Forschungsprogramm wird verlängert

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.03.2016 - Meldung - Maritime Wirtschaft

    Maritimer Koordinator Beckmeyer empfängt Studenten der World Maritime University in Berlin

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.03.2016 - Meldung - Maritime Wirtschaft

    Maritimer Koordinator: Weltweiter Kreuzfahrtboom stärkt maritime Wirtschaft in Deutschland

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.02.2016 - Meldung - Internationale Beziehungen

    Staatssekretär Beckmeyer besucht deutsche Unternehmen in Kolumbiens Hafenstadt Cartagena

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.10.2015 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

    Pressemitteilung: 9. Nationale Maritime Konferenz setzt Segel für Zukunftsmärkte

    Audio Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • 19.10.2015 - Meldung - Maritime Wirtschaft

    Maritimer Koordinator Beckmeyer stellt "Eckpunkte einer Maritimen Strategie der Bundesregierung" auf der 9. Nationalen Maritimen Konferenz vor

    Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.10.2015 - Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

    Pressemitteilung: Neunte Nationale Maritime Konferenz am 19./20.10.2015 in Bremerhaven

    Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • Themenseite - Maritime Wirtschaft

    Innovative Maritime Technologien

    Öffnet Einzelsicht

Weiterführende Informationen

Vorschau auf unser überarbeitetes Online-Angebot

Beta-Prozess

Mit unserem überarbeiteten Online-Angebot möchten wir Sie noch umfassender informieren. Noch sind wir nicht ganz fertig ... Jetzt beta-testen und besser machen!

Nutzerbefragung

Nutzerbefragung

Wir würden gerne von Ihnen wissen: Wie gefällt Ihnen das neue BMWi.de? Was können wir noch verbessern?

Befragung starten