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Themenseite - Stärkung des Unternehmergeistes

Stärkung des Unternehmergeistes

Einleitung

Quelle: mauritius images/Westend61/zerocreatives

© mauritius images/Westend61/zerocreatives

Mut zum Aufbruch, Neugier und Ehrgeiz - das sind wichtige Erfolgsfaktoren, die Gründerinnen und Gründer auszeichnen. Damit mehr junge Menschen in Deutschland den Weg in die Selbständigkeit wagen, ist es wichtig, frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren. So können Chancen und Perspektiven aufgezeigt und zielgerichtet unterstützt werden.

Ein zentrales Anliegen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist die Förderung von Unternehmertum und Selbständigkeit. Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sind dabei von großer Bedeutung: Theoretisches Lernen schafft die Grundlage für wirtschaftliches Verständnis, der Einblick in die Praxis motiviert die Schülerinnen und Schüler. Das zeigen die Erfahrungen vieler Kooperationsprojekte.

Unternehmergeist in Schulen

In keiner Lebensphase wird die Einstellung dazu so stark geprägt wie in der Jugend. Die Erfahrungen Jugendlicher mit unternehmerischem Denken und Handeln haben einen starken Einfluss. In der Altersstufe 15-19 Jahre können sich schon in der Schule unternehmerische Kompetenzen herausbilden. Die gründungsbezogene Ausbildung in Deutschland ist im internationalen Vergleich eine Schwachstelle. Um dieses Defizit auszugleichen, hat sich unter der Federführung des BMWi der Initiativkreis "Unternehmergeist in die Schulen" gegründet. Dort arbeiten elf überregionale - überwiegend private - Initiativen an der Aufgabe, Jugendliche anzuregen, Selbständigkeit als berufliche Alternative wahrzunehmen und die Gründerkultur in Deutschland zu stärken. Die Mitgliedsorganisationen stehen für Qualität, Kontinuität, internationale und praktische Ausrichtung.

Die wichtigsten Angebote auf einen Blick:

Das Angebot, das sich insbesondere an Lehrkräfte richtet, reicht von Planspielen via Internet bis hin zu realen Unternehmensgründungen in der Schule. Hierzu gibt es vom jeweiligen Träger auch das entsprechende Unterrichts- und Lehrmaterial.

Die Internetseite www.unternehmergeist-macht-schule.de bündelt alle Informationen zu ökonomischer Bildung in der Schule für Lehrkräfte und bietet auch einen eigenen Bereich für Schülerinnen und Schüler - u. a. mit dem Online-Wirtschaftsspiel "BeBoss".

BeBoss

Das Online-Wirtschaftspiel „BeBoss" vermittelt spielerisch einen ersten Einblick in die Selbständigkeit. Die Spieler gründen eine Medienagentur und treffen unternehmerische und personelle Entscheidungen. Nicht nur der finanzielle Erfolg ist wichtig. Als „Boss“ muss der Spieler auch soziale Verantwortung übernehmen und die richtigen Entscheidungen treffen um seine Firma zum Erfolg zu führen.

Zusätzlich zu der öffentlichen Version gibt es einen speziellen Spielbereich für den Unterricht, in der die Klasse autark spielt. Die Lehrperson verwaltet die Gruppe, kann Spielstände der Klasse einsehen, vergleichen und Entscheidungen der Spieler thematisieren.

Das BMWi bietet BeBoss als kostenloses Browsergame, iOS- und Android App an.

Soziale Marktwirtschaft für Schülerinnen und Schüler

Für Verständnis und Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge erwerben. Deshalb hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit dem Zeitbild Verlag das Unterrichtsprojekt "60 Jahre Soziale Marktwirtschaft" gestartet. Ein multimediales Unterrichtspaket mit Kurzbroschüre, Film und Arbeitsblättern (PDF: 361 KB) erleichtert Lehrerinnen und Lehrern die Unterrichtsvorbereitung.

Mit der Gründerwoche Deutschland gibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zusätzliche Impulse für eine neue Gründungskultur und ein freundliches Gründungsklima in Deutschland.

Dazu werden während der jährlich stattfindenden Gründerwoche bundesweit mit vielen Partnern und Förderern zahlreiche Workshops, Seminare, Planspiele, Wettbewerbe und weitere Veranstaltungen rund um das Thema Selbständigkeit angeboten. Die Aktionswoche findet im Rahmen der Global Entrepreneurship Week statt, die weltweit in über 160 Ländern durchgeführt wird.

Ziel der Veranstaltung ist es,

  • vor allem junge Menschen für das Thema Existenzgründung zu begeistern,
  • speziell Frauen beim Schritt in die Selbständigkeit zu unterstützen,
  • Gründerinnen und Gründer bei der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen,
  • Partnern und Teilnehmenden die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Ideenaustausch zu bieten,
  • erfolgreiche Initiativen zur Gründungsförderung in die Öffentlichkeit zu tragen und
  • dem Thema Existenzgründung eine größere mediale Aufmerksamkeit zu verleihen.

Die Gründerwoche 2017 wird vom 13. bis 19. November stattfinden. Weitere Informationen zu den Partnern und zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite der Gründerwoche Deutschland.

An der Gründerwoche 2017 teilnehmen

Pressemitteilung

  • 04.08.2017 - Pressemitteilung - Stärkung des Unternehmergeistes

    Pressemitteilung: Zypries: Gründerwoche bringt Unternehmergeist in die Schulen

    Öffnet Einzelsicht
  • 11.11.2016 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Pressemitteilung: Gründerwoche Deutschland 2016 startet - Staatssekretärin Gleicke zeichnet herausragende Schülerfirmen aus

    Öffnet Einzelsicht

Guter Rat ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von großer Bedeutung, um auf Veränderungen der technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Um dies zu unterstützen, werden Zuschüsse für allgemeine Beratungen zu wirtschaftlichen, technischen, finanziellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung sowie zu spezielle Beratungen, z. B. zur Fachkräftesicherung, Qualitätsmanagement, Außenwirtschaft, Unternehmensübergabe etc. gewährt.

Gefördert werden unter anderem

  • allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung,
  • Qualitätsmanagementberatungen,
  • Arbeits- und Umweltschutzberatungen,
  • Technologie- und Innovationsberatungen,
  • Außenwirtschaftsberatungen,
  • Beratungen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung,
  • Beratungen zur Einführung familienfreundlicher Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • Beratungen zur besseren Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund,
  • Beratungen zur Sicherung des Unternehmens gegen rechtswidrige oder schädigende Übergriffe und zur Regelüberwachung (Compliance),
  • Beratungen zur Vorbereitung der Unternehmensübergabe und
  • Beratungen von Unternehmen, die von Migranten oder Frauen geführt werden.

Mehr Informationen zur Beratungsförderung gibt es auf dem Internetportal zur Beratungs- und Schulungsförderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Menschen bei einem gemeinsamen Meeting; Quelle: istockphoto/SolStock

© istockphoto/SolStock

Das Gründungspotenzial in Deutschland ist noch nicht ausgeschöpft. In einigen Bereichen bestehen noch viele Möglichkeiten, deren Nutzung das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) durch spezielle Fördermaßnahmen unterstützt. Hierzu zählen beispielsweise Gründungen durch Frauen, Gründungen durch Personen mit Migrationshintergrund, Gründungen durch ältere Gründerinnen und Gründer, Hightech-Gründungen, Gründungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

  • Potenziale von Gründungen durch Frauen

    Der Anteil von Frauen an der Zahl der Selbständigen hat sich seit den 70er Jahren verdreifacht. Dennoch wird nur rund jedes dritte neue Unternehmen von einer Gründerin gestartet. Auch sind nur etwa ein Drittel der rund 4,3 Millionen Selbständigen in Deutschland Frauen (ca. 1,4 Millionen) - obwohl Frauen einen Anteil von ca. 50 Prozent an der Gesamtbevölkerung haben und rund 66 Prozent der Frauen erwerbstätig sind (Männer: 76 Prozent). Das BMWi bietet in Kooperation mit der bundesweiten Gründerinnenagentur ein spezifisches Informationsportal für die unternehmerische Selbständigkeit von Frauen.

  • Potenziale von Gründungen mit Migrationshintergrund

    Fast jeder zweite Gründer bzw. jede zweite Gründerin (44 Prozent) hat einen Migrationshintergrund. Viele der hochqualifizierten Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund kommen aus der Türkei, aus Russland und Polen, aber auch aus westeuropäischen EU-Ländern. In diesen Ländern ist die berufliche Selbständigkeit oftmals weiter verbreitet und als berufliche Option selbstverständlicher ist als Deutschland. Informationen zu aktuellen Entwicklungen bei Gründungen von Migrantinnen und Migranten und Handlungsempfehlungen unter anderem zu Beratung und Unterstützung, Gründungen von Frauen sowie Unternehmensübernahmen und Finanzierung bietet die im Auftrag des BMWi durchgeführte Studie "Gründungspotenziale von Menschen mit ausländischen Wurzeln - Entwicklungen, Erfolgsfaktoren, Hemmnisse".

  • Potenziale durch demografischen Wandel

    Immer mehr Unternehmen werden durch ältere Gründerinnen und Gründer gestartet. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einige sehen eine Unternehmensgründung als "zweite Chance" oder gute Alternative zum Angestelltenverhältnis. Ältere Gründerinnen und Gründer verfügen über ein großes Plus gegenüber Jüngeren: ihre Lebenserfahrung, die sich in einer zielgerichteten Vorgehensweise in den verschiedenen Gründungsphasen niederschlägt, Planungs- und Führungserfahrung durch Berufstätigkeit und Familienarbeit, ein gefestigtes Selbstvertrauen, eine realistische Risikoeinschätzung sowie Erfahrung damit, Verantwortung zu tragen.

  • Potenziale von Hightech-Gründungen

    Je innovativer und technologieintensiver eine Gründung ist, desto stärker ist der Wachstums- und Beschäftigungseffekt. Die Zahlen für die Gründungen in Spitzen- und höherwertigen Technologien machen derzeit nur rund ein Prozent aller Gründungen aus, innovative Gründungen (in den Hochtechnologiesektoren) schaffen jedoch nach fünf Jahren durchschnittlich zweieinhalb Mal mehr Arbeitsplätze als Gründungen in anderen Branchen.

  • Potenziale von Gründungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft

    Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich seit Ende der 80er Jahre zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige in Deutschland entwickelt. Umsatz und Beschäftigungszahlen sind deutlich gewachsen. Allein im Jahr 2009 hat sie schätzungsweise 63 Milliarden Euro zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung (Bruttowertschöpfung) in Deutschland beigetragen. Damit ist sie vergleichbar mit den großen Industriesektoren Automobilbau, Maschinenbau und Informations- und Kommunikationstechnologie. Dabei ist die Kultur- und Kreativwirtschaft vor allem durch Freiberufler sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt.

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