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Themenseite - Energiedaten und -szenarien

Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

Einleitung

Logo der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien - Statistik (AGEE-Stat)

Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) ist ein unabhängiges Fachgremium und arbeitet seit Februar 2004. Eingerichtet wurde es vom Bundesumweltministerium im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Bundeslandwirtschaftsministerium, um Statistik und Daten der erneuerbaren Energien auf eine umfassende, aktuelle und abgestimmte Basis zu stellen. Mit dem Wechsel der Zuständigkeiten für den Bereich der erneuerbaren Energien zum BMWi arbeitet die AGEE-Stat im Auftrag des BMWi.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der AGEE-Stat liegt im Bereich der Statistik der erneuerbaren Energien. Daneben hat das Fachgremium die Aufgabe, eine Grundlage für die verschiedenen nationalen, EU-weiten und internationalen Berichtspflichten der Bundesregierung im Bereich der erneuerbaren Energien zu legen und allgemeine Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu Daten und Entwicklung der erneuerbaren Energien zu leisten.

Mitglieder sind Expertinnen und Experten aus

  • dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi),
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB),
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL),
  • dem Umweltbundesamt (UBA),
  • dem Statistischen Bundesamt (StBA),
  • der Bundenetzagentur (BNetzA),
  • der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR),
  • der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB),
  • das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Zur Verbesserung der Datenbasis und wissenschaftlichen Berechnungsmethoden werden im Rahmen der AGEE-Stat verschiedene Forschungsarbeiten durchgeführt. Workshops und Anhörungen zu bestimmten Fachthemen unterstützen gleichfalls die Arbeit des Gremiums.

Zum 1. Januar 2016 wurde das Umweltbundesamt in Dessau mit der Leitung und Koordinierung der AGEE-Stat beauftragt. Dort wurde auch eine Geschäftsstelle eingerichtet.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Umweltbundesamtes und dem Informationsportal Erneuerbare Energien des BMWi unter www.erneuerbare-energien.de.

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Im Jahr 2016 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch auf 31,7 Prozent (2015: 31,5 Prozent). Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erreichte rund 188 Milliarden Kilowattstunden (kWh) und lag damit nur knapp über dem Niveau des Vorjahres (rund 187 Milliarden kWh). Das liegt auch an einem witterungsbedingten Rückgang der Stromerzeugung aus Erneuerbaren, obwohl weiterhin Erneuerbare-Energien-Anlagen zugebaut wurden: So war das Jahr 2016 deutlich windschwächer als das Vorjahr und auch die Zahl der Sonnenstunden war niedriger als 2015.

Insgesamt konnten die erneuerbaren Energien im Strombereich ihre Spitzenposition im Strommix aber behaupten. Die Windenergie ist innerhalb der erneuerbaren Energien im Strombereich die mit Abstand wichtigste regenerative Stromquelle.

Weitere Daten zu den Erneuerbaren: Wärme, Verkehr, Treibhausgasemissionen

Die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien betrug im Jahr 2016 insgesamt rund 162 Milliarden kWh (2015: rund 155 Milliarden kWh). Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr kälteren Witterung hat die Nutzung der erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung im Jahr 2016 zugenommen. Da sich der gesamte Endenergieverbrauch für Wärme ebenfalls erhöhte, blieb im Jahr 2016 der Anteil der erneuerbaren Energien mit 13 Prozent, gegenüber dem Vorjahr, weitgehend stabil.

Der Absatz von Biokraftstoffen blieb im Jahr 2016 etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des insgesamt gestiegenen Kraftstoffverbrauchs sank der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehr leicht auf 5,2 Prozent (2015: 5,3 Prozent).

Durch die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland konnten nach Berechnungen des Umweltbundesamts im Jahr 2016 rund 160 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Hiervon entfielen auf den Stromsektor rund 119 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und auf den Wärmesektor rund 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Durch den Einsatz von Biokraftstoffen wurden rund 6,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

2016 wurden rund 15,1 Milliarden Euro in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien investiert. Die wirtschaftlichen Impulse aus dem Betrieb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien stiegen im Vergleich zum Jahr 2015 von 14,9 Milliarden Euro auf rund 15,6 Milliarden Euro und übertrafen damit die Investitionen deutlicher als im Vorjahr.

Informationsangebote rund um das Thema Erneuerbare Energien

Detaillierte Informationen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien (AGEE-Stat) zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland für das laufende Jahr sind mit dem „Monatsbericht zur Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung und Leistung in Deutschland“ und dem viermal jährlich erscheinenden Quartalsbericht mit aktuellen Zahlen für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr auf den Internetseiten des Umweltbundesamts (UBA) abrufbar.

Beide Berichte erreichen Sie hier.

Weitere Informationen zu den Erneuerbaren Energien wie Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien ab dem Jahr 1990 sowie eine Vielzahl von Schaubildern sind auf dem Informationsportal Erneuerbare Energien des BMWi abrufbar.

Weiterführende Informationen