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Themenseite - Energieeffizienz

Was betrifft Unternehmen?

Einleitung

Quelle: mauritius images/Clynt Garnham Germany/Alamy

© mauritius images/Clynt Garnham Germany/Alamy

Für Unternehmen lohnen sich Investitionen in Energieeffizienz gleich mehrfach: Zum einen sparen sie Energiekosten und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zum anderen sparen sie CO2 ein, schonen so das Klima - und stellen ihr Geschäftsmodell auf ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Fundament. Welche Maßnahmen des BMWi der Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) für die Wirtschaft konkret bereithält, erfahren Sie hier.

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, aus dessen Mitteln die KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren finanziert werden, ist bereits heute ein großer Erfolg: Seit 2006 konnten damit über 4,6 Millionen Wohnungen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 283 Milliarden Euro energieeffizient saniert beziehungsweise neu gebaut werden. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm trägt somit entscheidend dazu bei, Tausende von Gebäuden energieeffizienter zu machen - und zwar weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Um dies fortzusetzen wurden die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm bis 2018 verstetigt und auf 2 Milliarden Euro aufgestockt.

Die Förderung erfolgt über Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen in Verbindung mit Tilgungszuschüssen. Dabei gilt: Je besser die Energieeffizienz, desto höher ist die Förderung.

  • Wohngebäude: Für den Neubau oder die energetische Sanierung von Wohngebäuden gibt es die Programme "Energieeffizient Bauen" beziehungsweise "Energieeffizient Sanieren" als Kredit- und Zuschussvariante. In beiden Programmen wurde der Kredithöchstbetrag für KfW-Effizienzhäuser von 75.000 Euro auf 100.000 Euro pro Wohneinheit erhöht. Zudem wurden im Programm "Energieeffizient Sanieren" die Tilgungs- und Investitionszuschüsse angehoben, gleichzeitig wurde erstmals ein Tilgungszuschuss für energetische Einzelmaßnahmen eingeführt. Im Programm "Energieeffizient Bauen" kam ab April 2016 mit dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus ein neuer Förderstandard hinzu. Das KfW-Effizienzhaus 70 entfiel.
    Neben der Investition wird mit dem Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung" auch die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen sachverständigen bezuschusst. Dieses Programm wurde zuletzt auch auf die Förderung von energetischen Einzelmaßnahmen und den Neubau erweitert.
  • Gebäude kommunaler und sozialer Einrichtungen: Für die energetische Sanierung und den Neubau kommunaler und sozial genutzter Gebäude gibt es die Programme "IKK und IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren". Die Neubauförderung wurde dabei im Oktober 2015 eingeführt und ergänzt seitdem die schon etablierte Sanierungsförderung.
  • Gewerbegebäude: Seit Juli 2015 wird mit dem "KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren" die energetische Sanierung und der Neubau gewerblicher Gebäude unterstützt.
    Die Förderung der gewerblichen Gebäude ist zudem sehr erfolgreich angelaufen. Seit Programmstart wurden mehr als 2.000 zinsgünstige Darlehen zur energetischen Sanierung und dem energieeffizienten Neubau genehmigt, mit einem geförderten Investitionsvolumen von rund 7,6 Milliarden Euro. Die im CO2-Gebäudesanierungsprogramm aufgelegten Programme sind damit ein Zugpferd der Energiewende.

Pressemitteilung

  • 01.04.2016 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: Neuerungen im KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" zum 1. April 2016

    Öffnet Einzelsicht

Im April 2015 ist die Novelle des Marktanreizprogramms (MAP) für erneuerbare Energien im Wärmemarkt in Kraft getreten. Die Novelle des Marktanreizprogramms ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz. Mit innovativen Elementen, wie beispielsweise der Einführung einer ertragsabhängigen Förderung bei Solarthermie und anspruchsvollen Effizienzkriterien, setzt das MAP neue Maßstäbe für die Heizungsbranche. Mit einem Volumen von über 300 Mio. Euro pro Jahr ist das Marktanreizprogramm das zentrale Instrument zum Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

Das MAP fördert Unternehmen, die zukünftig auf erneuerbare Energien zur (Prozess-)Wärme- oder Kälteerzeugung setzen wollen. Die Errichtung größerer Wärmepumpen (ab 100 kW Wärmeleistung), Biomasse- (ab 100 kW Nennwärmeleistung) - oder Solarthermieanlagen (ab 40 qm Kollektorfläche) sowie von Wärmenetzen und – speichern wird mit Tilgungszuschüssen zu zinsgünstigen KfW-Darlehen über das Programm „Erneuerbare Energien Premium (271)“ gefördert. Für die Errichtung von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen im kleineren Leistungsbereich wird ein Investitionszuschuss über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ausgezahlt. Die BAFA-Förderung unterstützt dabei primär die Errichtung von neuen Anlagen im Gebäudebestand. Im Neubau ist eine Förderung nur bei bestimmten innovativen Anlagentypen möglich.

Zusätzliche Informationen zum MAP finden Sie hier und in unserem FAQ.

Darüber hinaus finden Sie weitergehende Informationen zur Antragstellung über die KfW unter www.kfw.de und über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 539-9002.

Allgemeine Informationen zur MAP-Förderung erhalten Sie auch auf der Internetseite der BAFA sowie unter 06196 908-1625.

Am 1. Januar 2016 startete das Bundeswirtschaftsministerium das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) mit den Förderkomponenten "Heizungs- und Lüftungspaket". Es dient als Alternative zur Maßnahme "Energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern". Ziel ist es, mit dem APEE neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende zu setzen. Hierfür stehen im APEE insgesamt 165 Millionen Euro pro Jahr über 3 Jahre für Zinsverbilligungen und Zuschüsse zur Verfügung.

Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz wird die bestehende Förderlandschaft sinnvoll erweitert und verstärkt. Bauherren, die ihre Heizung austauschen möchten oder eine Lüftungsanlage einbauen wollen, können eine zusätzliche Förderung erhalten. Im Fokus steht erstmalig auch die Förderung von sog. effizienten Kombinationslösungen.

Mit dem Heizungspaket wird der Einbau besonders effizienter Heizungen samt Maßnahmen zur Optimierung des gesamten Heizsystems (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) gefördert. Dadurch wird ein Umstieg zu effizienteren Gasheizungen oder erneuerbare Energien-Heizungen gefördert. Durch die Förderung des Einbaus von Lüftungsanlagen in Kombination mit einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle werden zusätzlich die richtigen Weichen zur Vermeidung von Bauschäden (u.a. Schimmelbefall) gestellt und das Raumklima verbessert.

Die Beantragung der Förderung für das Lüftungs- und Heizungspaket erfolgt bei Heizungssystemen, die fossile Energien nutzen, über die bewährte Antragstellung im Rahmen der KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren" als Zuschuss oder Kredit. So wird beispielsweise der Zuschuss bei Inanspruchnahme des Heizungs- oder Lüftungspakets von 10 Prozent auf 15 Prozent der Investitionskosten aufgestockt. Mit der Förderung von Brennstoffzellenheizungen unter der Bezeichnung "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle" werden die Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundes) ergänzt. Das Förderprogramm ist im August 2016 für private Antragsteller in Wohngebäuden gestartet und ist im Juli 2017 auf Nichtwohngebäude erweitert und für weitere Antragsteller geöffnet worden. Dazu zählen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Contractoren, gemeinnützige Organisationsformen sowie kommunale Gebietskörperschaften. Aufgrund der im Vergleich zu konventionellen Heizungsanlagen hohen Investitionskosten für Brennstoffzellen-Heizungen unterstützen wir den Markthochlauf.

Nähere Informationen zu den einzelnen Konditionen erhalten Sie unter www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002.

Die Beantragung der Förderung des Heizungspaketes bei Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien erfolgt im Rahmen der erprobten Antragsverfahren des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP). Antragsteller können im Rahmen des Heizungspakets einen Zusatzbonus von 20 Prozent des bisherigen MAP-Förderbetrags für den Heizungsaustausch und einen Zuschuss von 600 Euro für die Heizungsoptimierung erhalten. Die rechtlichen Grundlagen hierfür finden Sie in den "Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien" (PDF: 369,1 KB). Nähere Informationen zu den einzelnen Konditionen erhalten Sie auch unter www.heizen-mit-erneuerbaren-energien.de oder über die BAFA-Hotline 06196 / 908-1625.

Zur Unterstützung der investiven Förderung wird das APEE durch eine umfassende Effizienzoffensive begleitet.

Pressemitteilung

  • 30.06.2017 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: BMWi setzt auf Innovationen im Wärmemarkt: Die Brennstoffzellenförderung wird erweitert und Wärmenetze der 4. Generation besonders gefördert

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.08.2016 - Pressemitteilung - Energiewende

    Pressemitteilung: Gabriel: "Wir bringen Energieeffizienz großflächig in die Heizungskeller" - Neue Förderprogramme zur Heizungsoptimierung und für Brennstoffzellen-Heizungen gestartet

    Öffnet Einzelsicht

Seit dem 1. Juni 2016 ruft die Bundesregierung mit dem Programm zur „Förderung von Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen: "STEP up!" (STromEffizienzPotenziale nutzen!) Unternehmen aller Branchen dazu auf, individuelle Stromeffizienzmaßnahmen zu identifizieren und sie bei einem Wettbewerb um Förderzuschüsse einzureichen. Damit erprobt die Bundesregierung ein neues Instrument, mit dem Ziel maximale Stromeinsparungen mit einem möglichst guten Kosten-Nutzen-Verhältnis anzureizen: Diejenigen Maßnahmen erhalten den Zuschlag, die pro "Förder-Euro" die höchsten Stromeinsparungen erreichen.

"STEP up!" will Unternehmen motivieren, Einsparmöglichkeiten aufzudecken und Effizienzmaßnahmen umzusetzen, die eine strombezogene Amortisationszeit von mehr als drei Jahren aufweisen. Egal ob Standardkomponenten oder passgenaue Systemlösungen, im eigenen Betrieb oder bei Kunden: Jede investive Maßnahme, die nachweisbar Strom einspart, kann gefördert werden. Alle Unternehmen - vom kleinen oder mittleren Familienunternehmen bis hin zu Großbetrieben - können mit Projekten zur Stromeinsparung am Wettbewerb teilnehmen. Neben unternehmensinternen Maßnahmen können auch sogenannte "Sammelprojekte" zur gebündelten Umsetzung gleichartiger Maßnahmen in Haushalten oder bei anderen Unternehmen eingereicht werden. Damit bietet "STEP up!" den Unternehmen die Möglichkeit, neue Wege bei der Identifikation und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen zu gehen. Die Pilotphase von "STEP up!" ist am 1. Juni 2016 gestartet. Bis Ende 2018 stellt die Bundesregierung dafür insgesamt rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn sich das Förderprogramm bewährt, soll es ab 2019 fortgeführt, weiterentwickelt und ausgeweitet werden.

Weiterführende Informationen zum Programm und zur aktuellen Ausschreibungsrunde finden Sie unter www.stepup-energieeffizienz.de und www.machts-effizient.de.

Pressemitteilung und Meldungen

  • 01.09.2017 - Meldung - Energieeffizienz

    Förderwettbewerb „STEP up!“ startet mit neuer Förderrichtlinie in die vierte Runde

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.03.2017 - Meldung - Energieeffizienz

    Wettbewerb für mehr Stromeffizienz: Förderprogramm „STEP up!“ geht in die dritte Runde

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.06.2016 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: Wettbewerb um mehr Stromeffizienz: Förderprogramm „STEP up!“ startet mit der ersten Ausschreibungsrunde

    Öffnet Einzelsicht

Energiespar-Contracting wird bisher v.a. von großen Unternehmen angeboten. Das soll sich ändern. Denn: Contracting bietet die Möglichkeit, energetische Sanierungen komplett von einem spezialisierten Energiedienstleister vorfinanzieren und durchführen zu lassen. Ein Beispiel für ein Energieeinspar-Contracting ist die umfassende Sanierung eines großen Bürogebäudes. Dazu entwirft ein Unternehmen als Contracting-Geber einen Sanierungsplan, der zu einer verbindlich zugesagten Einsparung führt. Der Contracting-Nehmer, in diesem Fall der Eigentümer des Bürogebäudes, zahlt dem Contracting-Geber nach erfolgter Sanierung eine monatliche Contracting-Rate, die er durch die erzielten Energieeinsparungen finanzieren kann.

Um die Sanierung zu finanzieren, muss der Contracting-Geber in Vorkasse treten und bei seiner Bank einen Kredit aufnehmen. Für große Betriebe kein Problem: Sie haben genug Sicherheiten, um einen Kredit zu erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hatten bislang jedoch wenig Chancen, für Contracting-Maßnahmen an Kredite zu kommen. Denn wegen der langen Laufzeiten von Contracting-Verträgen (in der Regel zehn Jahre) scheuen sich die Banken, das vollständige Risiko zu übernehmen.

Hier kommen die Bürgschaftsbanken ins Spiel: Bürgschaftsbanken sind Selbsthilfeeinrichtungen der gewerblichen Wirtschaft. Sie gewähren KMU Ausfallbürgschaften von bis zu 80 Prozent des Kreditbetrages und ermöglichen ihnen so Finanzierungen, auch wenn keine oder nur unzureichende bankübliche Sicherheiten zur Verfügung stehen. Seit Januar 2016 gilt für Einsparcontracting- Vorhaben, die zu einer Energieeinsparung von mindestens 25 Prozent gegenüber dem Status Quo führen, ein erhöhter Bürgschaftshöchstbetrag von 2 Millionen Euro (bislang 1,25 Millionen Euro). Zudem wird die Bearbeitung bei den Bürgschaftsbanken durch Standardisierung vereinfacht: So haben die Bürgschaftsbanken u.a. einen Contracting-Mustervertrag für kleine Betriebe und Handwerksunternehmen entwickelt. All dies dient dazu, die Finanzierungsmöglichkeiten für Einspar-Contracting-Vorhaben von KMU durch Hausbanken zu verbessern. Andererseits wird es kleinen und mittleren Unternehmen erleichtert, Einspar-Contracting-Dienstleistungen anzubieten.

Um zugleich auch die Nachfrage nach Einspar-Contracting anzuregen, fördert die Bundesregierung mit der „Richtlinie zur Förderung von Beratungen zum Einspar-Contracting“die Inanspruchnahme spezialisierter Contracting-Beratungen durch Kommunen und KMU. In einem ersten Schritt können sich Kommunen und KMU über die Möglichkeiten energetischer Sanierungen – darunter v.a. das Contracting – im Rahmen einer Orientierungsberatung beraten lassen. In einem zweiten Schritt kann die Umsetzung eines Einspar-Contracting-Vorhabens durch einen Experten begleitet werden.

Die KfW bietet Unternehmen zinsgünstige Finanzierungsangebote, um die Energieeffizienz von Produktionsanlagen und -prozessen zu steigern. Über die Höhe der Unterstützung entscheidet zukünftig allein die Größe der Energieeinsparung. Sprich: Je mehr Energie ein Unternehmen durch energieeffiziente Produktionsanlagen oder -prozesse einspart, umso günstigere Kredite kann es bei der KfW beantragen. Den Nachweis für die KfW, wie viel Energie ein Unternehmen durch die Effizienzmaßnahmen einspart, soll es möglichst einfach erbringen können.

Die KfW-Energieeffizienzprogramme für "Produktionsanlagen /-prozesse" wurden am 1. August 2015 mit verbesserten Konditionen und einem breiteren Förderrahmen in überarbeiteter Form aufgelegt. Die Förderung für die energetische Sanierung und dem energieeffizienten Neubau von gewerblich genutzten Gebäuden wurde in das CO2-Gebäudesanierungsprogramm mit verbesserten Konditionen integriert.

Der Fokus der am 1. Mai 2016 in Kraft getretenen und zum 1. September 2017 geänderten Förderrichtlinie (PDF, 175KB) richtet sich auf Investitionen in die Modernisierung, die Erweiterung und den Neubau von Anlagen, wenn dadurch Abwärme vermieden oder bislang ungenutzte Abwärme inner- und außerbetrieblich effizient genutzt wird. Im Jahr 2020 sollen dadurch Einsparungen von mindestens einer Million Tonnen CO2 erreicht werden. Hierfür steht ein Fördervolumen von 600 Millionen- Euro zur Verfügung. Damit wird die „Offensive Abwärmenutzung“ des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) zu einer umfassenden Initiative zur Vermeidung und Nutzung von Abwärme ausgebaut.

Ab dem 1. September 2017 haben Unternehmen zudem die Wahl: Sie können entweder wie bisher einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen. Oder sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss ihrer Investitionsmaßnahme einen direkten Zuschuss von der KfW - ohne Inanspruchnahme eines KfW-Kredits. Informationen hierzu erhalten Sie im Infocenter der KfW unter der Rufnummer 0800-5399001 (kostenfrei).

Am 1. August 2016 startete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm zur Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich (PDF, 367KB). Das Programm fördert niedriginvestive Maßnahmen und setzt Anreize für Verbraucher, ihre bestehenden Heizungsanlagen zu optimieren. Der Vorteil: Verbraucher können Strom- und Heizkosten einsparen, bis zu 30 Prozent Zuschuss vom Staat erhalten und gleichzeitig ihren Beitrag zur Energiewende leisten.

Das Programm fördert die Installation von hocheffizienten Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen und den hydraulischen Abgleich sowie weitere niedriginvestive Maßnahmen, wie die Anschaffung und professionelle Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen. Hierfür stehen in 2017 ca. 360 Millionen Euro und ab 2018 bis einschließlich 2020 jährlich ca. 470 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein besonderes Merkmal des Förderprogramms ist, dass Maßnahmen gefördert werden, die ohne großen Aufwand und ohne große bauliche Veränderungen die Effizienz des Heizsystems erheblich verbessern können. Der Austausch von Pumpen oder Thermostatventilen kann innerhalb weniger Stunden erfolgen und bei kleineren Gebäuden kann ein hydraulischer Abgleich schon innerhalb eines Arbeitstages durchgeführt werden. Da die Heizung nicht lange still steht, können die Maßnahmen auch während der Heizperiode umgesetzt werden.

Die Beantragung des Förderprogramms erfolgt bei dem BAFA. Sie erhalten ihre Förderung in lediglich zwei Schritten. Schritt 1: Registrierung auf der BAFA-Homepage, Schritt 2: Umsetzung der Maßnahme und Übermittlung der erforderlichen Daten über das Online-Portal des BAFA .

Nähere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie unter www.bafa.de und www.machts-effizient.de oder unter der kostenlosen Hotline des BMWi 0800 0115 000.

Unternehmen, die ihren Kunden eine Mess- und Dienstleistungsinfrastruktur inkl. Mehrwertdiensten zum Energiesparen bereitstellen, sind im Rahmen der Förderbekanntmachung "Pilotprogramm Einsparzähler" mit bis zu eine Millionen Euro pro Projekt förderfähig. Damit fördert das BMWi die Weiterentwicklung von „smart Home“, „smart building“, „smart production“ oder sonstigen intelligenten Systemen, die ihren Endkunden beim Energiesparen behilflich sind.

Beispielsweise kann die automatische, digitale Erfassung von Bestandsgeräten oder Anlagen im konkreten Einzelfall individualisierte Hinweise und Mehrwertdienste zum Energiesparen geben. Der Endverbraucher soll durch auf seinen individuellen Geräte- und Anlagenbestand zugeschnittene Energiespartipps in die Lage versetzt werden, selbst informiert zu entscheiden und einzuschätzen,

  • wie hoch die Stromverbräuche unterschiedlicher Geräte sind,
  • welche Geräte und Anlagen die "Energiefresser" und "Kostentreiber" sind,
  • wie der individuelle Energieverbrauch am besten gesenkt werden kann.

Ein solcher "Einsparzähler" zeigt dem Nutzer also, wofür er am meisten Energie aufwendet und welche Energieeffizienzmaßnahmen am besten wirken - sprich: mit welcher Maßnahme sich am meisten Energie und Geld einsparen lässt. So kann ein Einsparzähler dazu beitragen, ein besseres Verständnis vom eigenen Energieverbrauch zu entwickeln und konkrete Umsetzungsschritte zum Energiesparen einzuleiten.

Unternehmen, die bei ihren Endkunden Strom, Gas, Wärme und/oder Kälte im Rahmen von Pilotprojekten in verschiedenen Sektoren und bei unterschiedlichen Anwendergruppen erproben, demonstrieren und in den Markt einführen wollen, werden mit dieser Richtlinie gefördert.

Die Förder-Richtlinie zum "Pilotprogramm Einsparzähler" ist am 20. Mai 2016 veröffentlicht worden und am 21. Mai in Kraft getreten. Förderanträge können ab sofort auf der Internetseite des BAFA gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen dabei, sich selbst eigenverantwortlich Ziele zu setzen, um Energie effizienter zu nutzen. Zusammen mit inzwischen 21 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft hat sie deshalb die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke ins Leben gerufen. Ziel des gemeinsamen Vorhabens ist es, dass sich Unternehmen in ganz Deutschland zu freiwilligen Energieeffizienz-Netzwerken zusammenschließen. In diesen Netzwerken tauschen sie sich - unterstützt durch einen Energieberater - zum Thema Energieeffizienz aus und legen konkrete Einsparziele fest.

Das Aktionsbündnis von Bundesregierung und Wirtschaft zur Initiierung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken bis zum Jahr 2020 ist Ende 2014 gestartet. Seitdem wurden wesentliche Informations- und Organisationsstrukturen eingerichtet (z.B. Online-Portal, Leitfaden zur Durchführung von Netzwerken, Einrichtung einer Geschäftsstelle zur Unterstützung der beteiligten Organisationen) und der Nutzen der Netzwerkarbeit in der Breite kommuniziert. Bis heute haben unter dem Dach der Initiative 100 Netzwerke mit über 1000 Unternehmen (Stand: Dezember 2016) ihre Arbeit aufgenommen. Die Erfahrungen der beteiligten Unternehmen zeigen: Die Teilnahme an einem Netzwerk lohnt sich. Durch die Netzwerkarbeit entsteht in den Unternehmen ein besseres Verständnis der bestehenden Potenziale zum effizienteren Umgang mit Energie. Netzwerkunternehmen können ihre Energieeffizienz deutlich schneller ausbauen, als der Durchschnitt der Industrie. Energieeffizienz wird durch die Netzwerkarbeit zu einem spannenden Thema für Belegschaften und Management.

Ziel für das Jahr 2017 ist es, weiter Schwung aufzunehmen und die Zahl der Netzwerkgründungen kontinuierlich auszubauen. An diesem Ziel werden Bundesregierung und die Wirtschaft gemeinsam arbeiten. Weitergehende Informationen zur Initiative finden Sie unter www.effizienznetzwerke.org.

Das Ziel ist klar: Im Zuge der Energiewende wollen wir bis 2050 unseren Energiebedarf um 50 Prozent senken. Doch das können wir nur erreichen, wenn wir in allen Wirtschaftsbereichen Energie einsparen. Die aktuellen klima- und energiepolitischen Instrumente und Maßnahmen sind allerdings meist nicht branchenspezifisch. Die erreichten Energieeinsparungen können größer sein, wenn zusätzlich verstärkt branchenspezifische Maßnahmen ergriffen werden. Denn je genauer Energiesparmaßnahmen auf eine Branche abgestimmt sind, umso wirkungsvoller sind sie.

Anknüpfend an die branchenspezifische Klimaschutz- und Energiesparkampagne des DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) will die Bundesregierung deshalb die Entwicklung von weiteren branchenspezifischen Effizienzkampagnen fördern.

Das EU-Energielabel erleichtert den Verbrauchern der Kauf effizienter Geräte. Jeder, der in letzter Zeit in einem Elektromarkt war, kennt sie: Die Energieeffizienzkennzeichnung für Kühlschränke, Fernseher und andere Elektrogeräte. Sie zeigt mithilfe farbiger Effizienzklassen von A (sehr effizient) bis G (sehr ineffizient), wie sparsam ein Gerät Energie verbraucht. Mittlerweile gibt es jedoch Produktklassen, in denen Geräte die Effizienzklasse A+++ erreichen. Eine weitere Verbesserung ist mit dieser Kennzeichnung nicht mehr sinnvoll darzustellen.

Die Mitgliedstaaten der EU haben im November 2015 beschlossen, dass sie zum wirksamen A bis G-Label zurückkehren möchten und die oft schlecht verständlichen A+ bis A+++-Klassen abgeschafft werden sollen. Die Bundesregierung hat sich für diese Verbesserung kontinuierlich eingesetzt, damit Verbraucher wieder zwischen Geräten unterscheiden können und die Wahl besonders effizienter Geräte erleichtert wird. Damit das Label auch künftig wirksam sein kann, werden die obersten Klassen, also in der Regel A und bei sich dynamisch entwickelnden Produktgruppen A und B, zunächst freigelassen, um auch künftige Effizienzverbesserungen erfassen zu können. Die Verordnung regelt das Verfahren und feste Fristen, wie der schrittweise Übergang zum A bis G-Label erreicht werden kann.

Darüber hinaus werden ab 2019 alle gelabelten Produkte über eine Produktdatenbank dargestellt. Damit soll den Verbrauchern ein Effizienzvergleich zwischen den Produkten ermöglicht und den Marktüberwachungsbehörden die Überprüfung der Labelanforderungen erleichtert werden.

Nach der politischen Einigung über die neuen Energielabel am 21. März 2017 und den Beschlüssen des Europäischen Parlaments und des Rates im Juni wird die EU-Energielabel-Verordnung am 1. August 2017 in Kraft treten.

Broschüre der dena: Das EU-Energielabel - Entscheidungshilfe für Verbraucher

Weiterführende Informationen

  • 28.07.2017 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: Staatssekretär Baake: „Neues Energielabel mit klarer A bis G-Skala wichtiges Informationsinstrument für Verbraucher“

    Öffnet Einzelsicht
  • 07.07.2017 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: Staatssekretär Baake: „Wir wollen die Aussagekraft des EU-Energielabels stärken und die Messverfahren näher am Verbraucherverhalten orientieren“

    Öffnet Einzelsicht
  • 22.03.2017 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: Staatssekretär Baake begrüßt Einigung über neue Energielabels

    Öffnet Einzelsicht

Waschmaschinen, Backöfen oder Fernsehgeräte - das Produktangebot energieeffizienter und qualitativ hochwertiger Geräte wächst. Die Nationale Top-Runner Initiative (NTRI) des Bundeswirtschaftsministeriums hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Anteil weiter zu steigen und Verbraucherinnen und Verbraucher dazu zu bewegen, Energieeffizienz noch stärker als Kaufkriterium in den Köpfen zu verankern. Dazu müssen alle an einem Strang ziehen: Verbraucher, Händler und Hersteller.

Verbraucher werden gezielt über energieeffiziente Produkte und deren energiesparende Nutzung informiert, um das Bewusstsein für die energieeffiziente Nutzung zu fördern und damit die Nachfrage zu steigern. Der Handel kann mitwirken, indem er Kunden beim Kauf adäquat informiert und von den Vorteilen energieeffizienter Geräte überzeugt. Dabei unterstützt die Initiative mit Informationen, Netzwerkaktivitäten und Know-how. Auch die Hersteller sind gefragt: Sie sorgen kontinuierlich für technologischen Fortschritt und liefern die Ideen für immer mehr Energieeffizienz. Das ist deshalb wichtig, weil auch die sparsamsten Geräte von heute die Energieschleudern von morgen sein können.

NTRI setzt also gezielt an den drei entscheidenden Punkten der Wertschöpfungskette an: an der Produktion, am Vertrieb und am Kauf beziehungsweise der Nutzung der Produkte. Damit sie gut zusammenwirken, stärkt NTRI Information und Austausch:

  • Verbraucher werden durch einen Produktfinder über energieeffiziente Produkte und deren Handhabung informiert. Geplant sind außerdem verschiedene Informationsoffensiven zu Produktgruppen und zur Überarbeitung des EU-Energielabels.
  • Händler können sich in einem Netzwerk beispielsweise über Verkaufsaktivitäten, Kundeninformation oder über die gemeinsame Entwicklung von Händlerschulungen austauschen.
  • Hersteller werden bei Innovationsprozessen unterstützt, beispielsweise über eine Open-Innovation-Plattform.

Vertreter aller wichtigen Akteursgruppen haben ihre Unterstützung für die Ziele der NTRI zugesichert. Dazu zählen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Verband Bitkom, die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), der Handelsverband Deutschland (HDE), der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sowie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie alle bekräftigen in einer gemeinsamen Erklärung, neue Impulse für die Entwicklung und den Vertrieb energieeffizienter Produkte sowie für ihre energieeffiziente Nutzung zu setzen. Gemeinsam bringt die neu gestartete Initiative die Energiewende entscheidend voran: Indem wir die Energieeffizienz deutlich erhöhen und dadurch den Energieverbrauch merklich senken. Denn: Energieeffizienz lohnt sich!

Die Nationale Top-Runner Initiative startete am 1. Januar 2016 und wird im Dialog mit Verbrauchern, Händlern und Herstellern kontinuierlich weiter entwickelt. Die Auftaktveranstaltung fand am 14. Juni 2016 im BMWi statt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Pressemitteilung

  • 14.06.2016 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: "Energieeffizienz als Verkaufsargument" - Bundeswirtschaftsministerium startet Nationale Top-Runner-Initiative (NTRI)

    Öffnet Einzelsicht

Um den Energieverbrauch in Deutschland bis 2020 um 20 Prozent zu senken, müssen alle Akteure mitwirken. Voraussetzung ist, dass man seinen eigenen Energieverbrauch kennt. Die meisten großen Unternehmen führen bereits heute im eigenen Interesse sogenannte Energieaudits durch. Sprich: Sie untersuchen systematisch, wie viel Energie sie verbrauchen und in welchen Bereichen sie Energie sparen könnten. Auf Grundlage dieser umfassenden Betrachtung können sie dann gezielt in Effizienz-Maßnahmen investieren - und somit ihre Energiekosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Seit dem 22. April 2015 sind große Unternehmen verpflichtet, in regelmäßigen Abständen ein Energieaudit durchzuführen, d.h., ihren Energieverbrauch durch einen Experten systematisch erfassen und mit Blick auf Einsparpotentiale untersuchen zu lassen.

Eine solche umfassende Transparenz über Energieeinsparpotenziale liegt auch im Interesse der Unternehmen: Gut informierte Unternehmen investieren mehr in Energieeffizienz und steigern damit zugleich ihre Wettbewerbsfähigkeit.

In die neu geschaffene, online verfügbare Energieauditoren-Liste haben sich bisher bundesweit 3.343 Energieauditoren eintragen lassen. Die Liste wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geführt. Sie nennt Personen, die auf Grund ihrer fachlichen Qualifikation Energieaudits in Unternehmen durchführen dürfen.

Ab Januar 2016 hat das BAFA mit den ersten Stichprobenkontrollen begonnen. Durch die Auditpflicht sollen Energieeinsparungen von 3,4 Mio. Tonnen CO2 erzielt werden.

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt den deutschen Mittelstand dabei, bei der Energiewende mitzumachen: Die Betriebe sollen so viel Energie einsparen und so energieeffizient arbeiten wie möglich. Das Problem: Den spezialisierten Mittelständlern fehlt oft das technische Know-how, um dieses Ziel alleine zu erfüllen.

Mit Dialog, Informationen und Qualifizierungen bietet die Mittelstandsinitiative bereits seit 2012 konkrete Hilfestellung und vermittelt Ansprechpartner vor Ort. Eine Servicestelle gibt den Betrieben telefonisch und per E-Mail Auskunft über Förderprogramme und weiterführende Informationen zu Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern.

Aufgrund ihres Erfolgs wird die Initiative in den Jahren 2016 bis 2018 weitergeführt und auf weitere Unternehmen, Verbände und Energieberater ausgeweitet. Konkret wird die Bundesregierung den Dialog zwischen Politik und mittelständischen Unternehmen weiter ausbauen, Informationen und Beratung optimieren und den Erfahrungsaustausch langfristig fördern.

Die Servicestelle der Initiative gibt Unternehmen aus Handel, Handwerk und Gewerbe Auskunft bei Fragen zur Energiewende in der betrieblichen Praxis:
Tel.: 0800 934 23 75 (kostenlos)
E-Mail: service@mittelstand-energiewende.de.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können durch die sparsame Verwendung von Energie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten - und dabei gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dazu müssen sie jedoch zunächst einmal wissen, wo und wie sie sinnvoll und vor allem wirtschaftlich Sparmaßnahmen durchführen können. Genau hier setzt die Energieberatung Mittelstand an: Qualifizierte Experten untersuchen, wie viel Energie ihr Gebäude, ihre Betriebsabläufe sowie ihre Anlagen verbrauchen. Sie erhalten einen Bericht mit konkreten Maßnahmenvorschlägen, wo und wie sie wirtschaftlich Energie einsparen oder Abwärme nutzen können. Bis zu 80 Prozent der Beratungskosten werden im Rahmen des Programms bezuschusst.

Der Zuschuss zu den Beratungskosten beträgt 80 Prozent, aber höchstens 6.000 Euro. Bei kleinen Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten liegt der Höchstbetrag bei 1.200 Euro.

Zum 1. Dezember 2017 werden die Zulassungsvoraussetzungen für Energieberater so geändert, dass künftig qualifizierte Fachleute aus allen Branchen beraten können, sofern sie die hohen Qualifikationsanforderungen erfüllen. Unternehmerinnen und Unternehmer können damit künftig ihren qualifizierten Energieberater aus einem deutlich größeren Angebot wählen und an bestehende Kontakte anknüpfen. Die Beratung erfolgt nach den gleichen Qualitätsmaßstäben wie bisher, das heißt die Anforderungen an die Qualifikation der Berater (Aus- und Weiterbildung) sowie die Qualität der Beratung (Beratungsberichte, Stichprobenkontrollen) bleiben unverändert.

Weiterführende Informationen

  • 08.11.2017 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Pressemitteilung: Energieberatung für Wohngebäude und für Mittelstand attraktiver machen – Öffnung der Programme für qualifizierte Energieberater aus allen Branchen

    Öffnet Einzelsicht

Derzeit sind über 70 Prozent der installierten Heizgeräte in Deutschland ineffizient. Dabei liegt ihr durchschnittliches Alter bei 17,6 Jahren. 36 Prozent aller Heizungsanlagen sind sogar älter als 20 Jahre. Mit einer gleichbleibenden jährlichen Austauschrate von gut drei Prozent würde es im Hinblick auf die unsanierten Heizgeräte circa 25 Jahre dauern, bis der gesamte Heizungsbestand in Deutschland erneuert ist.

Das wollen wir ändern: 2016 startete die Bundesregierung eine Effizienzkennzeichnung für alte Heizungsanlagen. Das kostenlose Effizienzlabel verfolgt das Ziel, die Kenntnisse der Verbraucher über den energetischen Zustand ihres Heizkessels zu verbessern und damit die Motivation zum Austausch zu erhöhen. Mit der Labelvergabe wird nicht nur über die Effizienz des Heizkessels informiert: Verbraucher werden auch auf weiter gehende Energieberatungen wie z. B. die Vor-Ort-Beratung und auf Förderungen der KfW und des BAFA hingewiesen.

Mit dem Effizienzlabel wird erwartet, dass die Austauschrate bei Heizgeräten um circa 20 Prozent-Punkte pro Jahr steigt. Seit 2016 werden Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater berechtigt, ein Etikett auf alte Heizgeräte anzubringen. Seit 01. Januar 2017 sind die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, diejenigen Geräte, die noch kein Etikett haben, nach zu etikettieren. In den nächsten acht Jahren sollen über die Maßnahme ca. 13 Millionen Heizkessel gelabelt werden.

Pressemitteilung

  • 01.08.2016 - Pressemitteilung - Energiewende

    Pressemitteilung: Gabriel: "Wir bringen Energieeffizienz großflächig in die Heizungskeller" - Neue Förderprogramme zur Heizungsoptimierung und für Brennstoffzellen-Heizungen gestartet

    Öffnet Einzelsicht

Ziel ist es, mit Hilfe dieses Programms Investitionen in den Einsatz hocheffizienter, allgemein zum Einsatz kommender Querschnittstechnologien anzuregen und dadurch die Markteinführung bzw. -verbreitung dieser Technologien zu fördern. Nicht zuletzt können durch den Ersatz vorhandener Technologien durch neue, effizientere Technologien erhebliche Energieeinspareffekte erzielt werden.

Mit Hilfe dieses Programms soll 2020 eine CO2-Minderung von mind. 0.9 Mio.t CO2 erzielt werden. Die am 31.12.2015 ausgelaufene Förderung wurde zum 11. Mai 2016 in novellierter Form neu aufgelegt. Wesentliche Änderungen umfassen die Aufnahme großer Unternehmen in den Kreis der Förderbegünstigten und ergänzend zum Austausch bzw. Ersatz vorhandener Anlagen auch die Einbeziehung von Neuinvestitionen. Neben der Ausweitung der Förderung von Maßnahmen zur innerbetrieblichen Abwärmenutzung bilden die industriellen Pumpen einen weiteren Förderschwerpunkt. Einzelmaßnahmen werden mit maximal 30.000 Euro pro Vorhaben und Maßnahmen zur systemischen Optimierung mit bis zu max. 150.000 Euro pro Vorhaben unterstützt. Voraussetzung für die Förderung von Maßnahmen zur systemischen Optimierung ist der Nachweis einer Energieeinsparung von mind. 25 % und die Vorlage eines entsprechenden Energieeinsparkonzepts. Die im alten Programm geförderte Umstellung von Beleuchtung auf LED ist nicht mehr Bestandteil in diesem Programm. Förderanträge sind, wie bisher, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen.

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