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Themenseite - Digitale Technologien

Förderthemen bis 2015

Einleitung

Mann schaut auf Tablet zum Thema Förderthemen bis 2015; Quelle: iStock.com/mapodile

© iStock.com/mapodile

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert Projekte im Bereich der Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT), um diesen wichtigen Bereich voranzutreiben.

Die bisher geförderten Projekte:

Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing ist  eine der bedeutendsten Technologien in der Informations- und Kommunikationstechnologie und bietet Unternehmen die Möglichkeit, Software, Speicherkapazitäten und Rechenleistung kundenspezifisch über das Internet zu beziehen. Damit ist eine bedarfsgerechte und flexible Nutzung möglich, bei der nach Funktionsumfang, Nutzungsdauer und Anzahl der Nutzer abgerechnet wird. Der ortsunabhängige Zugang wird durch verschiedene Endgeräte (z. B. Laptop, Tablet-PC, Smart Phone) ermöglicht. Damit kann jederzeit auf die erforderlichen Informationen (z. B. E-Mails, Geschäftsanwendungen) zugegriffen werden. Für IT- Anbieter ergeben sich neue Geschäftsmodelle

Rolle des BMWi:

Das Technologieprogramm Trusted Cloud

Das BMWi startete 2011 das Technologieprogramm Trusted Cloud. Ziel des Programms war die Entwicklung und Erprobung innovativer, sicherer und rechtskonformer Cloud Computing-Lösungen.

Von diesen  Cloud-basierten Diensten sollten insbesondere mittelständische Unternehmen profitieren. Die Vorteile von Cloud Computing wurden anhand konkreter Pilotanwendungen verdeutlicht. An den 14 Projekten waren insgesamt 38 Unternehmen, 26 wissenschaftliche Einrichtungen und fünf weitere Institutionen beteiligt. Sie arbeiteten in vier Clustern:

  • Entwicklung von Basistechnologien,
  • Anwendungen für den Industriesektor,
  • Anwendungen für den Gesundheitssektor,
  • Anwendungen für den öffentlichen Sektor.

Datenschutz: Pilotprojekt legte Grundlage für rechtskonforme und wirtschaftliche Nutzung von Cloud-Diensten

Datenschutzbehörden und Vertreter der Wirtschaft hatten im Rahmen des Pilotprojekts "Datenschutzzertifizierung für Cloud-Dienste" erstmals gemeinsam Prüfstandards entwickelt, die alle datenschutzrechtlichen Vorgaben für die Auftragsdatenverarbeitung in der Cloud erfüllen. Damit wurde ein zentrales Problem des Datenschutzrechts im Cloud Computing gelöst. Bislang war für Unternehmen die Erfüllung datenschutzrechtlicher Vorgaben für die Cloud-Nutzung häufig nur mit hohem Aufwand erfüllbar (die Regelungen zur Auftragsdatenverarbeitung sahen z. B. Inspektionspflichten vor Ort vor).

Die vom Pilotprojekt entwickelte Datenschutzzertifizierung - "Trusted Cloud Datenschutzprofil" (TCDP) baut auf anerkannten Standards auf (ISO/IEC-Standard 27018) und bezieht Cloud- und insbesondere datenschutzrechtliche Anforderungen mit ein. Das Pilotprojekt ist Bestandteil des Technologieprogramms Trusted Cloud. Mehr Informationen gibt es unter www.trusted-cloud.de.

Das vom BMWi bereitgestellte Fördervolumen betrug rund 50 Mio. Euro. Durch Eigenbeiträge der Projektpartner lag das Gesamtvolumen von Trusted Cloud bei rund 100 Mio. Euro

Entwicklung eines Trusted Cloud Labels

Das im Jahr 2011 initiierte BMWi-Technologieprogramm Trusted Cloud wurde im Februar 2015 erfolgreich abgeschlossen. Als ein wesentliches Ergebnis des Forschungsprogramms lässt sich festhalten, dass der Einsatz von Cloud-Technologien für den deutschen Mittelstand eine Schlüsseltechnologie für die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist.

Programm Trusted Cloud wird fortgeführt

Basierend auf den gewonnen Ergebnissen wird das Programm Trusted Cloud fortgeführt. Weitere Informationen zum neuen Programm Trusted Cloud finden Sie hier.

Publikationen

Was ist "Internet der Dienste"?

Mit dem "Internet der Dienste" entstanden Entwicklungs- und Diensteplattformen, um webfähige Dienste einfacher kreieren und im Internet anbieten zu können. Auf diesen Plattformen konnten Kunden Diensteangebote suchen, diese vergleichen und je nach Bedarf zusammenstellen. Je nach Anwendungsgebiet wurden Plattformen auf den Bedarf bestimmter Branchen (z.B. Automobilindustrie) oder auf bestimmte Anwendungsfälle (z. B. Autokauf) zugeschnitten. Hierbei spielten modulare und kombinierbare Softwareelemente sowie semantische Technologien eine wichtige Rolle. 

Rolle des BMWi:

Das BMWi förderte das Leuchtturmprojekt "THESEUS - Neue Technologien für das Internet der Dienste".

THESEUS war das größte Forschungsprojekt Deutschlands im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und hatte das Ziel, den Zugang zu Informationen zu vereinfachen, Daten zu neuem Wissen zu vernetzen und die Grundlage für die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Geschäftsmodelle im Internet zu schaffen. Einen wichtigen Schwerpunkt bildete dabei die Entwicklung neuer semantischer Basistechnologien.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Leuchtturmprojekt endete 2012 nach fünfjähriger Laufzeit.

Zukunft des Projekts:

Im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung ist das Zukunftsprojekt "Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft" neu entstanden, das an die Erfolge von THESEUS anknüpft.

Was ist Internet der Dinge?

Mit dem Internet der Dinge werden Objekte bis hin zu Alltagsgegenständen durch Programmierbarkeit, Speichervermögen, Sensoren und Kommunikationsfähigkeiten intelligent. So werden beispielsweise Toaster, Waschmaschinen und Werkzeugmaschinen per Software gesteuert und können über das Internet mit der Außenwelt und untereinander vernetzt werden.

Rolle des BMWi:

Das BMWi förderte die Technologieentwicklung beim Internet der Dinge in strategisch wichtigen Anwendungsbereichen, wie Logistik, Heimautomatisierung (Smart Home) und industrielle Produktion (Industrie 4.0).

Smart Home - das intelligente Zuhause der Zukunft

Im intelligenten Haus ("Smart Home") tragen die Möglichkeiten dieser Technik zu mehr Komfort und Sicherheit, zur Energieeinsparung oder zur Unterstützung altersgerechten Lebens und Wohnens bei. Angeboten werden bereits Lösungen zur Fernbedienung von Heizung, Herd und Licht via Smartphone. Künftig soll die Waschmaschine selbstständig den günstigsten Stromtarif über den Tag finden und sich zu passender Zeit in Gang setzen. Bewohner sollen aktiv dabei unterstützt werden, ein gesundes Leben zu führen. Vieles mehr ist denkbar. Neben dem Machbaren ist es für den Erfolg des "smarten" Zuhause entscheidend, dass die Technik von Verbrauchern akzeptiert wird. Die angebotenen Lösungen müssen vertrauenswürdig (Datenschutz, Datensicherheit) sein, robust und zuverlässig funktionieren sowie zukunftssichere Investitionen ermöglichen. Für Hersteller und Anbieter geht es um die Erschließung eines neuen Markts und damit verbunden um wichtige Standortperspektiven, die es zu nutzen gilt.

Eine Studie im Auftrag des BMWi schätzt, dass der Umsatz im Bereich Smart Home in Deutschland im Zeitraum 2015 bis 2025 von 2,3 auf 19 Mrd. Euro ansteigen wird.

Im Bereich von Forschung und Entwicklung leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Förderinitiativen "Autonomik für Industrie 4.0 - Produktion, Produkte, Dienste im Internet der Zukunft" (www.digitale-technologien.de) und "Smarthome2Market" (www.smarthome2market.de) wichtige Beiträge, um Machbarkeit und wirtschaftlichen Nutzen einer intelligenten Vernetzung zu demonstrieren. Ziel ist es, den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen und Erkenntnissen in die Praxis von mittelständischen Herstellern, Anbietern und Anwendern zu beschleunigen.

Industrie 4.0 - die Digitalisierung der Wirtschaft

In Deutschland hängen rund 15 Millionen Arbeitsplätze direkt und indirekt von der produzierenden Wirtschaft ab. Die fortschreitende Digitalisierung muss deshalb als Chance für unseren Industriestandort verstanden werden. Dies betrifft Deutschland als Ausrüster von Fabriken wie auch als Produzent vor allem hochwertiger und spezialisierter Güter. Experten sehen in dem mit der Digitalisierung verbundenen Wandel den Ausgangspunkt für die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0). Fertigung nach individuellen Kundenwünschen und die schnelle Zulieferung sowie energie-, umwelt- und ressourcenschonende Verfahren definieren Kernziele von Industrie 4.0. Wesentliche Grundlagen zur Umsetzung dieser Vision liegen in der engen Verzahnung von Produktionsprozessen mit den Kommunikationsmöglichkeiten des Internet.

Bei Industrie 4.0 entstehen aus physischen Komponenten - zum Beispiel Werkzeugmaschinen - durch die Integration von Rechenleistung und Internet sogenannte Cyber Physikalische Systeme (CPS). Sie bilden die Grundlage der intelligenten Fabrik der Zukunft ("Smart Factory"): Intelligente Maschinen koordinieren selbstständig Fertigungsprozesse, Service-Roboter kooperieren in der Montage auf intelligente Weise mit Menschen, intelligente (fahrerlose) Transportfahrzeuge erledigen eigenständig Logistikaufträge. Über die intelligente Fabrik hinaus werden Produktions- und Logistikprozesse künftig unternehmensübergreifend verzahnt, um den Materialfluss zu optimieren, um mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen und um hochflexibel auf veränderte Kundenwünsche und Marktbedingungen reagieren zu können. Dabei sollen im Hinblick auf Kosten und Ausstoß die Bedingungen der Großserienproduktion den Maßstab bilden.

Auf Grundlage dieser Möglichkeiten werden sich Wertschöpfungsprozesse verändern und neue Geschäftsmodelle entstehen. Auch die Arbeitswelt ist von Industrie 4.0 massiv betroffen. Industrie 4.0 kann Mitarbeitern neue Gestaltungspielräume eröffnen und erfordert gut ausgebildete Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen. Fragen der Arbeitsplatzgestaltung, des Arbeitsschutzes, des Datenschutzes und der Qualifizierung von Fachkräften müssen bei Industrie 4.0 frühzeitig aufgegriffen werden.

Auch im Industriebereich gilt es, das Vertrauen von Herstellern in die neue Technik zu gewinnen. Industrie 4.0 eröffnet neue Angriffspunkte für Cyber-Kriminalität und Wirtschaftsspionage. Zentrale IT-Sicherheitsanforderungen gilt es zu beherrschen. Hinzu kommt, dass es bei Industrie 4.0 um weltweit organisierte Produktionsnetzwerke geht und vieles außerhalb nationaler Kontrollmöglichkeiten liegt.

Ziel des Projekts:

Das Internet der Dinge bildet einen wichtigen Schwerpunkt der Technologiepolitik. Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 ist ein zentrales Element der Hightech-Strategie der Bundesregierung wie auch der Digitalen Agenda 2014 - 2017.

Weiterführende Informationen

  • 28.06.2017 - Pressemitteilung - IT-Sicherheit

    Pressemitteilung: Parlamentarischer Staatssekretär Dirk Wiese: Die Bundesdruckerei ist ein starker Partner für sichere digitale Identitäten

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.03.2017 - Pressemitteilung - Digitale Technologien

    Pressemitteilung: Staatssekretär Machnig begrüßt Gründung der Wirtschaftsinitiative Smart Living

    Öffnet Einzelsicht

Was sind 3D-Technologien?

Bei der 3D-Forschung und -Entwicklung gehört Deutschland zu den weltweit führenden Standorten. In dem im Jahr 2012 gegründeten und beim Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin angesiedelten 3D-Innovation Center haben sich namhafte Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengeschlossen, um Interessen zu bündeln und die Fortentwicklung von 3D-Technologien voranzutreiben.

Vor allem im industriellen Umfeld sind neue und zukunftsweisende Einsatzmöglichkeiten von 3D-Technologien zu erwarten. So zum Beispiel in der Medizintechnik, der Produktionsplanung von Fabriken, der Umgebungserfassung von robotischen Systemen und autonom agierenden Fahrzeugen bis hin zu 3D-Drucktechnologien für die schnelle Erstellung von Prototypen oder für kundenindividuelle Einzelfertigungen.

Rolle des BMWi:

Zur Entstehung des 3D-Innovation Centers haben Ergebnisse des vom Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten und inzwischen abgeschlossenen Forschungsvorhabens "PRIME" (Entwicklung und Erprobung neuer Techniken für die Produktion und Wiedergabe von immersiven 3D-Medien für 3D-Kino, 3D-TV, 3D-Spiele und 3D-Panoramen) wesentlich beigetragen.

Vor diesem Hintergrund spielen 3D-Technologien in der weiteren Ausrichtung der Technologiepolitik des BMWi eine wichtige Rolle. Die Anwendung von 3D-Technologien im industriellen Umfeld ist Bestandteil des neuen Technologieprogramms "Autonomik für Industrie 4.0", das zu Beginn der Legislaturperiode gestartet wurde.

Darüber hinaus fördert das BMWi die Anwendung und Fortentwicklung von 3D-Technologien im Rahmen folgender Vorhaben: den Technologieprojekten "ASP - Automatisierte Stereoproduktion", "motionEAP - Effizienzsteigerung und Assistenz in Produktionsprozessen" sowie "CultLab3D - 3D-Scanner für Kulturgüter".

Was ist IT2Green?

Ins Leben gerufen wurde das Technologieprogramm IT2Green, um einem zu erwartenden steigenden Stromverbrauch von IKT zu begegnen, der eintritt, weil immer mehr Menschen Computer, Mobiltelefone, internetbasierte Dienste und hochauflösendes Video sowie TV intensiv nutzen.

Untersuchungen zeigten, dass sich netzbasierte Dienste und IKT-Infrastrukturen zu einem Strom-Großverbraucher entwickeln. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebene Fraunhofer-Studie zur "Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft" hat bereits im Jahr 2009 ergeben, dass auf IKT mehr als zehn Prozent des deutschen Strombedarfs entfallen.

Im daraufhin ausgeschriebenen Förderwettbewerb wurden insgesamt zehn Vorhaben ausgewählt, die bis 2014 energieeffiziente Lösungen in den drei Bereichen "Telekommunikationsnetze", "Rechenzentren und Clouds" sowie "Monitoring und Management" entwickelten. Der Schwerpunkt lag auf Anwendungen in der mittelständischen Wirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung und im Bereich Wohnen.

Rolle des BMWi:

IT2Green war ein Technologieprogramm des BMWi. Gefördert wurden innovative Modellprojekte, die den Energiebedarf von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Rechenzentren, Telekommunikationsnetzen sowie Büro- und Heimanwendungen senken sollen.

Im Rahmen von IT2Green investierten Industrie und Politik insgesamt 60 Millionen Euro in Forschungsprojekte sowie Begleitforschung. Davon steuerte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis zu 30 Millionen Euro bei.

Auf dem Abschlusskongress des Technologieprogramms "IT2Green - Energieeffiziente IKT für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurden am 8. Mai 2014 die Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprogramms öffentlich vorgestellt.

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