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Themenseite - Wirtschaftsbranchen

Stahl und Metall

Einleitung

Blick in ein Stahlwerk zum Branchenfokus Stahl und Metall; Quelle: istockphoto.com/efenzi

© istockphoto.com/efenzi

Branchenskizze

Die Gruppierung Stahl und Metalle schließt weite Teile der Wirtschaftsbereiche "Metallerzeugung und -bearbeitung" und "Herstellung von Metallerzeugnissen" (Bereiche 24 und 25 der nationalen Wirtschaftszweigklassifikation/WZ 2008) ein.

Dieses breite Spektrum umfasst beginnend mit den Prozessen der Roheisen-, Stahl- und Nichteisenmetallerzeugung, über die verschiedenen Bearbeitungsstufen, wie z. B. Kaltziehen, Gießen, Schmieden auch die Herstellung eines breit gefächerten Sortiments von Zuliefer- und Endprodukten vor allem aus dem Werkstoff Stahl und den Nichteisen-Metallen. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der einzelnen Bereiche wird eine Untersetzung mittels ausgewählter Einzelbranchen vorgenommen. Diese berücksichtigt darüber hinaus neben der traditionellen begrifflichen Verankerung dieser Bereiche im Wirtschaftsleben auch deren gewachsene Verbandsstrukturen.

Nachfolgend werden vorgestellt:

  • Stahlindustrie
  • Nichteisen-Metallindustrie
  • Gießerei-Industrie (hier: Eisen-, Stahl- und Temperguss)
  • Stahl- und Metallverarbeitung
  • Das BMWi als Ansprechpartner

Die deutsche Stahlindustrie hat als Basisindustrie eine besondere Bedeutung für die industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland. Die zahlreichen Innovationen dieses Wirtschaftszweiges und seine enge Verflechtung mit anderen Industriebranchen tragen zu den Erfolgen etwa der Automobilindustrie oder des Maschinenbaus bei. Zugleich leistet die Stahlindustrie in Deutschland einen substanziellen Beitrag zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und damit zum Klimaschutz. Vielfältige umweltrelevante Produkte aus innovativen Stählen wie Windkraftanlagen, hocheffiziente Turbinen zur Energieerzeugung oder leichtere Automobilkarosserien vermeiden erheblich mehr CO2, als bei ihrer Herstellung entsteht.

Die deutsche Stahlindustrie agierte auch im Jahr 2016 in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Einerseits verlief die Mengenkonjunktur in Deutschland zufriedenstellend, andererseits bereiten die fortgesetzte Strukturkrise in Europa und die weltweit wachsenden Überkapazitäten Sorgen. Damit ist eine ausgeprägte internationale Wettbewerbsintensität verbunden, die sich negativ auf die erzielbaren Preise auswirkt. Insbesondere hat die Beeinträchtigung der globalen Stahlmärkte durch die chinesischen Exporte erheblich zugenommen. Die in China erkennbaren Sättigungstendenzen und daraus resultierende nachlassende Dynamik der Stahlnachfrage bleiben ohne ausreichende Anpassung der Kapazitäten. In der Konsequenz übertrafen die chinesischen Stahlausfuhren 2016 mit 108 Mio. t ein zweites Mal die 100 Mio. t Grenze (2015: 112,4 Mio t). Damit haben sie sich im Vergleich zum Wert aus dem Jahre 2012 verdoppelt.

Mit einer jährlichen Produktion von ca. 42 Mio. t ist Deutschland der siebtgrößte Rohstahlhersteller weltweit hinter China, Japan, Indien, den USA, Russland und Südkorea sowie der größte Stahlproduzent der EU-28 vor Italien, Frankreich und Spanien (2016). China ist einem Anteil von rund 50 Prozent an der globalen Produktion mit Abstand weltgrößter Produzent [5]. In Deutschland ist Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von rund 40 Prozent das Bundesland mit der größten Stahlerzeugung [6].

Etwa zwei Drittel des Stahls werden in Deutschland in integrierten Hüttenwerken (überwiegender Einsatz von Eisenerz; sog. Hochofenroute) erschmolzen. Das verbleibende Drittel wird über die Elektrostahlroute (Einsatz von Stahlschrott) erzeugt. Den Werkstoff Stahl zeichnet aus, dass er nahezu vollständig recycelbar ist. Damit können natürliche Ressourcen in erheblichem Umfang eingespart werden.

Die deutsche Stahlindustrie ist fest in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Die Importquote - bezogen auf den Umsatz - betrug 2016 ca. 62 Prozent [1][4], die Exportquote beläuft sich auf 59 Prozent. Ein weitgehender Teil der in Deutschland hergestellten Stähle geht zudem in die besonders exportintensiven Branchen wie z. B. den Fahrzeugbau und den Maschinenbau.

Internationaler Wettbewerb

Die wirtschaftliche Situation der Stahlindustrie in Deutschland und Europa ist derzeit aufgrund der weltweiten Überkapazitäten im Stahlsektor schwierig. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt die Forderung, weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, um momentan bestehende Ungleichgewichte abzubauen. Der damalige Wirtschaftsminister Gabriel hatte Anfang des Jahres 2016 in einem gemeinsamen Schreiben mit sieben anderen europäischen Wirtschafts- und Energieministern an die Europäische Kommission und die Ratspräsidentschaft handelspolitische Schutzmaßnahmen gefordert, um Wettbewerbsverzerrungen im Stahlsektor zu bekämpfen.

Die Europäische Kommission hat im März 2016 ein Maßnahmenbündel vorgeschlagen, um faire Handelsbedingungen herzustellen. Dazu gehören die Einführung einer vorherigen Überwachung von Stahlimporten ("prior surveillance system") sowie eine Modernisierung der handelspolitischen Schutzinstrumente, um sie effektiv und zeitnah einsetzen zu können. Die Verhandlungen zur Modernisierung der Handelsschutzinstrumente befinden sich seit dem 21. März 2017 im Trilogverfahren. Für die Stahlindustrie ist auf europäischer Ebene zudem die Überarbeitung der Anti-Dumping Grundverordnung von großer Relevanz, da diese eine neue Methodologie zur Berechnung des Dumpings vorsieht. Der Handelsministerrat hat dazu am 11. Mai seine Position festgelegt. Darüber hinaus wird im Trilogverfahren zurzeit die Ausgestaltung des Emissionshandels ab 2020 abgestimmt.

Die europäische Stahlindustrie ist weltweit führend in Bezug auf Innovationen und ökologischer Nachhaltigkeit. Sie erwirtschaftet einen Umsatz von rund 170 Milliarden Euro und beschäftigt direkt rund 320.000 Menschen. Sie produzierte 2016 160 Millionen Tonnen Stahl an mehr als 500 Produktionsstandorten in 22 EU-Mitgliedstaaten.

Das Thema Überkapazitäten im Stahlsektor steht auch im Rahmen des G20 Prozesses auf der Agenda. So trafen sich am 16. Dezember 2016 rund 30 Mitgliedstaaten der G20 und der OECD im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Gründung des „Global Forum on Steel Excess Capacity“. Die beteiligten Staaten wollen im Rahmen dieses Zusammenschlusses den Informationsaustausch verbessern und gemeinsame Lösungen für die globale Herausforderung der Stahlüberkapazitäten erarbeiten. Es sollen Wege zum Abbau unerlaubter Subventionen und Beihilfen gefunden, und damit entstandene Überkapazitäten zurückgeführt werden. Die Bundesregierung nutzt die deutsche G20-Präsidentschaft 2017, um die Arbeit des Global Forum weiter voranzutreiben und hat bereits zu mehreren Arbeitssitzungen eingeladen. Im Mittelpunkt der Arbeit des Global Forum steht derzeit die standardisierte Informationssammlung zu Kapazitätsentwicklungen und Maßnahmen der Regierungen mit Bezug zur Stahlindustrie.

Branchenkonjunktur

 20122013201420152016
Produktion (Mio. t)
Roheisen [6]
Rohstahl [6]
Warmgewalzte Stahlerzeugnisse [6]
Stahlrohre [8]

27,0
42,7
36,5
3,1

27,2
42,6
36,4
2,6

27,9
42,9
36,4
2,7

28,4
42,1
36,6
2,6

27,9
42,1
36,6
2,6
Umsatz (Mrd. Euro) [1] [4]46,341,840,137,835,1
Anzahl Betriebe [1] [4]180180180177175
Anzahl Beschäftigte [1] [4]98.47997.68198.59298.29796.957
Import von Stahlerzeugnissen [2] [4] [7] (Mio. t)20,019,520,921,421,9
Export von Stahlerzeugnissen [2] [4] [7] (Mio. t)20,719,920,220,820,7

[1] Die Branche umfasst hier die Positionen 24.1 und 24.2 der nationalen Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008 (die Position 24.3 ist dem BMWI-Branchenfokus "Stahl- und Metallverarbeitung" zugeordnet);
[2] wie [1], ohne Roheisen, Ferrolegierungen, Abfälle und Schrott, Körner und Pulver;
[3] vorläufige Angaben
Quellen:
[4] Statistisches Bundesamt;
[5] Worldsteel Association;
[6] Wirtschaftsvereinigung Stahl;
[7] Statistisches Bundesamt, ausgewertet von Wirtschaftsvereinigung Stahl;
[8] Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre

Weiterführende Informationen

  • 18.05.2017 - Rede - Industriepolitik

    Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, anlässlich des Berliner Stahldialogs

    Öffnet Einzelsicht

Die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie gliedert sich in die Metallgruppen

  • Leichtmetalle (Aluminium, Magnesium, Titan),
  • Buntmetalle (Kupfer, Zink, Blei, Nickel, Zinn),
  • Edelmetalle (Gold, Silber, etc.) und
  • Seltenmetalle (z. B. Wolfram, Tantal, Wismut).

Des Weiteren werden die Produktionsstufen

  • Erzeugung (Hütten, Umschmelzwerke, Legierungshersteller),
  • Halbzeug (erste Bearbeitung zu Bändern, Blechen, Stangen, Profilen, Rohren und Drähten),
  • Weiterverarbeitung (Folien, dünne Bänder, Tuben, Aerosol-, sonstige Dosen, Pulver aus Aluminium),
  • Guss und
  • Feuerverzinkung

unterschieden.

Deutschland ist weltweit einer der größten Hersteller und Verwender von NE-Metallerzeugnissen. Die NE-Metallindustrie liefert Vorprodukte aus Metallen und Metalllegierungen für Investitions- und Konsumgüter. Als Grundstoffindustrie steht sie am Anfang der Wertschöpfungskette in Deutschland.

Zu den Kunden der Branche gehören die Fahrzeugindustrie, die Elektrotechnik, die Bauwirtschaft, die Luft- und Raumfahrtindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, der Schiffbau, die feinmechanische und die optische Industrie, der Verpackungssektor und die chemische Industrie. Damit sind die Erzeugnisse der Branche für Zukunftstechnologien, im Zusammenhang mit der Energiewende, der Mobilität von morgen und der Digitalisierung von großer Bedeutung.

Die Branche trägt insbesondere durch das Recycling wesentlich zur Ressourceneffizienz und Rohstoffsicherheit bei. Der Anteil an Recyclingvorstoffen bei der Metallerzeugung liegt bei knapp 50 Prozent.

Branchenkonjunktur

Die NE-Metallindustrie erzielte im Jahr 2016 mit durchschnittlich 111.000 Beschäftigten in etwa 655 Unternehmen eine Produktion von 8,5 Millionen Tonnen (plus 1 Prozent gegenüber 2015). Der Gesamtumsatz belief sich auf 46,5 Mrd. Euro, davon 25,0 Mrd. Euro (54 Prozent) im Inland, dem wichtigsten Absatzmarkt. Der anteilige Umsatz durch Exporte lag 2016 entsprechend bei 21,5 Mrd. Euro und die Exportquote bei 46 Prozent. Die Auslandsmärkte, insbesondere die europäischen, sind für die Branche maßgeblich. Großbritannien blieb 2016 der wichtigste Exportmarkt für Metall und Halbzeug. Es folgten Österreich und Frankreich. Die USA liegt auf Platz zehn der bedeutendsten Auslandsmärkte.

Eckdaten für die Hauptmetalle Aluminium, Magnesium, Kupfer, Zink, Blei, Nickel, Zinn und deren Legierungen:

Produktion (in 1.000 t)201420152016%
NE-Metalle gesamt8.2408.3888.466+1
Erzeugung2.4342.5632.5510
Halbzeug4.3234.2574.329+2
Guss1.1341.2211.249+2
Aluminium-Weiterverarbeitung349346337+3
Export
Erzeugung918859866+1
Halbzeug2.5882.7552.910+6

Quelle: WV Metalle

Weiterführende Informationen

Die Gießerei-Industrie zählt zu den kleineren und ausgesprochen mittelständisch geprägten Industriezweigen in Deutschland. Im Bereich Eisen-, Stahl- und Temperguss (Fe-Guss) waren Ende 2016 in Deutschland 190 fachliche Betriebsteile aktiv, in denen ca. 42.000 Arbeiter und Angestellte beschäftigt waren (Stat. BA; Abschneidegrenze ab 50 tätigen Personen).


Überwiegend kleine und mittlere Unternehmen in der Gießereiindustrie
BeschäftigteAnteil
weniger als 5032 %
50 bis unter 50062 %
mehr als 5006 %

Quelle: BDG

Die Erzeugnisse der Branche sind wichtige Zulieferungen für andere Industriezweige, wodurch ihr eine hohe wirtschaftliche Bedeutung zukommt. In 2016 wurden von der Gussproduktion 53 Prozent an den Fahrzeugbau und 24 Prozent an den Maschinenbau geliefert. Weitere Abnehmer sind unter anderen die Bauwirtschaft und die Luftfahrtindustrie.

Gießereien beliefern ihre Kunden mit zunehmend komplett fertig bearbeiteten Teilen oder einbaufertigen Baugruppen. Dabei übernehmen die Gießereien in der Produktion oftmals Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, wodurch laut Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) immer stärker Entwicklungs- und Serienpartnerschaften zwischen den Gießereien und ihren Abnehmern entstehen. Darüber hinaus nimmt die Integration neuer Technologien wie additive/generative Fertigungsverfahren (3-D-Druck) immer mehr Platz ein.

In Europa ist die deutsche Gießerei-Industrie seit vielen Jahren führend. Auch weltweit zählt sie neben den Industrien der USA, Chinas, Japans und Indiens zu den leistungsfähigsten.

Branchenkonjunktur

In 2016 wurden insgesamt ca. 3,918 Mio. t Gusserzeugnisse im Wert von knapp 7,0 Mrd. Euro hergestellt. Die Kapazitätsauslastung im Durchschnitt aller Unternehmen lag bei knapp 80 Prozent.

Produktion von Fe-Guss (in 1.000 t)
JahrDeutschland
20124.283
20134.123
20144.151
20154.120
20163.918

Quelle: BDG

Im Verlaufe des Jahres 2016 zeigte sich eine Fortsetzung der spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen aus dem Maschinenbau. Als Gründe hierfür werden vor allem verhaltene Anlageinvestitionen im EU-Wirtschaftsraum sowie weiter schwindende Investitionsspielräume in den Schwellenländern genannt. Erst in der zweiten Jahreshälfte wurden vereinzelt Bodenbildungssignale deutlich. Die Exportquote blieb 2016 mit 39 Prozent stabil.

Die Branche geht für das Jahr 2017 davon aus, dass das Produktionsniveau des Vorjahres überschritten werden kann. Die ist vor allem den anziehenden Auftragseingängen in den gussintensiven Sparten aus dem Bereich Maschinenbau zuzurechnen. Daneben scheinen die Bestellungen aus dem Bereich Fahrzeugbau auf hohem Niveau nur begrenzt zulegen zu können.

Insgesamt ist die breit gefächerte Kundenstruktur - vor allem die Bereiche Fahrzeugbau, Energieerzeugung (insbesondere auch die regenerative Energieerzeugung), Rohstoffexploration, Landtechnik, Bauindustrie, Medizintechnik, Schiffbau, Luft- und Raumfahrt – weiterhin ein stabilisierender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Branche.

Weiterführende Informationen

Im Durchschnitt waren im Jahr 2016 ca. 5.350 Unternehmen mit rund 455.000 Beschäftigten in der Stahl- und Metallverarbeitung aktiv. Die Branche gehört zu den zehn großen, dabei ausgesprochen mittelständisch geprägten Industriezweigen in Deutschland.

Überwiegend kleine und mittlere Unternehmen in der Stahl- und Metallverarbeitung
BeschäftigteAnteil
weniger als 10077 %
100 bis unter 50021 %
mehr als 500 2 %

Quelle: Destatis, WSM

Die wirtschaftspolitische Interessenvertretung der Unternehmen wird vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. (WSM) wahrgenommen. In Folge des breit gefächerten Produkt- und Leistungsspektrums des gesamten Industriezweiges sind die Unternehmen in 14 Fachverbänden organisiert.

Produkte und Leistungen sind neben verschiedenen Dienstleistungen, wie die mechanische Bearbeitung von Stahl- und Aluminiumteilen und deren spezielle Oberflächenbehandlung, klassische Konsumgüter, Investitionsgüter aber vor allem Produkte, die als Zulieferungen unmittelbar in die Produktion nachgelagerter Industriebereiche eingehen. Das sind vor allem Schmiede- und Blechformteile, Erzeugnisse der Pulvermetallurgie, Federn, Verbindungselemente, Ausbauelemente, Druckkessel, Stahlrohre, Blankstahl, Kaltband, Draht und Erzeugnisse daraus.

Branchenkonjunktur

Der Umsatz aller Unternehmen des Industriebereiches betrug 2016 80,7 Mrd. Euro.

Umsätze2016
(in Mrd. Euro)
2015
(in Mrd. Euro)
2014
(in Mrd. Euro)
2013
(in Mrd. Euro) 
darunter 
Vorprodukte ( z. B.: Kaltband, gezogener Draht, Blech- und Schmiedeteile)34,135,035,134,9
Endprodukte (z. B.: Schrauben, Federn, Tore und Gartengeräte)25,925,125,425,1
Dienstleistungen (z. B.: Wärmebehandlung von Stahl- und Aluminiumteilen, mechanische Bearbeitung)20,719,819,318,4
Insgesamt80,779,979,878,4

Quelle: Statistisches Bundesamt und Berechnungen des Wirtschaftsverbandes WSM

Die Exportquote des Industriezweiges betrug 2016 35,4 Prozent. Wichtigster Absatzmarkt mit 65,4 Prozent sind die EU-Länder. Weitere für die Ausfuhren wichtige Märkte sind die USA (7,0 Prozent), die Schweiz (5,2 Prozent) sowie China (6,5 Prozent). Von ständig wachsender Bedeutung für den Export sind nach wie vor die osteuropäischen Märkte.

Abnehmerbereiche sind vor allem der Fahrzeugbau, der Maschinenbau, die chemische Industrie, die Elektroindustrie und das Baugewerbe. Die Branche selbst ist ein bedeutender Abnehmer von Produkten anderer Industriebereiche, insbesondere der Eisen- und Stahlindustrie. Im Jahr 2016 verarbeitete sie 18 Mio. t Vorprodukte aus Eisen- und Stahl. Das entspricht ca. 40 Prozent der deutschen Stahlproduktion.

Die Bedingungen für die weitere Entwicklung der deutschen stahl- und metallverarbeitenden Industrie werden auch im Jahr 2017 stark von den Exportchancen der deutschen Hightech-Industrien beeinflusst.. Unter den schwieriger werdenden Marktbedingungen ist ein fairer Umgang aller Partner innerhalb der Lieferketten eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt deren Wettbewerbsfähigkeit.

Weiterführende Informationen

  • setzt sich für die Sicherung der deutschen Standorte vor dem Hintergrund der steigenden Klimaanforderungen ein
  • arbeitet im Rahmen der WTO an einer weiteren Liberalisierung der Weltmärkte
  • engagiert sich für faire Wettbewerbsbedingungen in bilateralen Handelsbeziehungen
  • vertritt die Interessen der deutschen Produzenten bei den EU-Beitrittsverhandlungen (Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen)
  • wirkt an für die energieintensiven Sektoren Stahl und Aluminium relevanten nationalen und internationalen Rahmenbedingungen hinsichtlich des Umweltschutzes mit (z. B. Emissionshandel)
  • arbeitet aktiv im internationalen Informations- und Diskussionsforum der Erzeuger- und Verbraucherländer (Studiengruppen) im NE-Metallbereich mit
  • leitet im Vorsitz das "Global Forum on Steel Excess Capacity"

Fotoreihe

Pressemitteilungen

  • 27.04.2017 - Pressemitteilung - Europäische Industriepolitik

    Pressemitteilung: Machnig: "Global Forum" zum Thema Stahlüberkapazitäten tagt heute im Bundeswirtschaftsministerium

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.12.2016 - Pressemitteilung - Industriepolitik

    Pressemitteilung: "Global Forum" zum Thema Stahlüberkapazitäten nimmt Arbeit auf

    Öffnet Einzelsicht
  • 09.11.2016 - Pressemitteilung - Europäische Industriepolitik

    Pressemitteilung: Gabriel anlässlich des europäischen Stahl-Aktionstages: "Wir dürfen den Stahl in Deutschland und Europa nicht aufgeben!"

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.03.2016 - Pressemitteilung - Europäische Industriepolitik

    Pressemitteilung: Staatssekretär Machnig begrüßt Mitteilung der EU-Kommission zur Zukunft der Stahlindustrie

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.02.2016 - Pressemitteilung - Wettbewerbspolitik

    Pressemitteilung: Staatssekretär Machnig: "Wir brauchen weltweite, faire Wettbewerbsbedingungen für die Stahlbranche"

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.12.2014 - Pressemitteilung - Industriepolitik

    Pressemitteilung: Gabriel: Gemeinsames Positionspapier mit VDMA und IG Metall ist wichtiges Signal für Maschinen- und Anlagenbau

    Öffnet Einzelsicht

Weiterführende Informationen

  • Themenseite - Wirtschaftsbranchen

    BMWi organisiert Branchendialoge

    Öffnet Einzelsicht
  • Themenseite - Industrie 4.0

    Branchendialog Maschinen- und Anlagenbau

    Öffnet Einzelsicht
  • 28.04.2016 - Video - Industriepolitik

    Video: Gabriel: Regeln für fairen Wettbewerb im Stahlmarkt durchsetzen

    Öffnet Einzelsicht
  • 13.04.2016 - Interview - Industriepolitik

    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Gespräch mit der WAZ

    Öffnet Einzelsicht

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