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Themenseite - Wirtschaftsbranchen

Papier- und Druckindustrie

Einleitung

Stapel von Papier zum Branchenfokus Papier- und Druckindustrie; Quelle: istockphoto.com/malerapaso

© istockphoto.com/malerapaso

Die Zellstoff- und Papierindustrie erwirtschaftete im Jahr 2016 mit rund 40.000 Beschäftigten einen Umsatz von 14,2 Mrd. Euro.

Die deutsche Papierindustrie ist mit einem Produktionsvolumen von 22,63 Mio. Tonnen (t) im Jahr 2016 europaweit Spitze und die Nummer vier im weltweiten Vergleich hinter China (107,6 Mio. t), den USA (73.2 Mio. t) und Japan (26,5 Mio. t). Das deutsche Produktionsvolumen gliedert sich in vier Sortengruppen auf: Verpackungspapiere (50,3  Prozent Anteil am Produktionsvolumen),  grafische Papiere (33.9 Prozent) sowie  Hygienepapiere und Spezialpapiere (jeweils 12,8 Prozent).

Für die deutsche Papierindustrie ist der deutsche Markt als einer der wichtigsten Absatzmärkte für Papier, Karton und Pappe von großer Bedeutung. Kleine und mittelständische Unternehmen besetzen oftmals lukrative Nischen und sind in ihrem Produktsegment international führend. Die exportstarke deutsche Industrie hat einen hohen Bedarf an Packstoffen und erreicht beim Verbrauch einen europäischen Spitzenwert mit rund 22,5 Mio. t Papier, Karton und Pappe (Altpapiereinsatzquote 75 Prozent).

Die deutsche Papierindustrie exportiert rund 45 Prozent ihrer Produktion. Bedeutendste Abnahmeregion ist mit knapp 85 Prozent das EU-Ausland.

Eckdaten der deutschen Papierindustrie

Papier, Karton und 
Pappe insgesamt
20152016reale Veränderung in Prozent
Umsatz (Mrd. Euro)14,46814,219-1,7
Beschäftigte40.60039.950-1,6
Produktion (in Mio. t)22,60122,630+0,1
Gesamtabsatz (in Mio. t)22,70122,660-0,2
Export (in Mio. t)10,31710,167-1,5

(Quelle: Verband Deutscher Papierfabriken e. V. und Statistisches Bundesamt )

 

Die deutsche Druck und Medienindustrie zählt rund 11.000 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen mit derzeit ca. 136.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. 83 Prozent aller Betriebe beschäftigen weniger als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Branchenumsatz liegt seit mehreren Jahren bei rund 21 Milliarden Euro. Für 2016 wird er auf 21,1 Milliarden Euro geschätzt.

78 Prozent der Aufträge resultieren für die Druckbranche aus der deutschen gewerblichen Wirtschaft. Sie braucht Verpackungen, Gebrauchsanweisungen, Formulare, Berichte, Plakate, Flyer, Kalender, Schilder und Etiketten. Sie ordert bedruckte Tapeten, Fußböden, Folien, Displays, Keramik, Chips, Batterien und Tastaturen um damit wiederum ihre eigenen Märkte zu beliefern. 17 Prozentpunkte dieses gewerblichen Auftragsvolumens gehen dabei auf das Verlagswesen bzw. Zeitungen, Zeitschriften und Bücher zurück.

12 Prozent des gesamten Produktionswertes werden von privaten Kunden beauftragt – Tendenz steigend. Für Karten, Fotobücher oder individualisierte Puzzle geben die Deutschen etwa 2,5 Milliarden Euro für Print aus.

Weitere 10 Prozent ihrer Produktion exportiert die deutsche Druckindustrie ins Ausland.


Eckdaten zur deutschen Druck- und Medienwirtschaft

 201620152014
Umsatz (Mrd. Euro)21,121,120,7
Produktionswert (Mrd. Euro)14,514,815,2
Beschäftigte (Tsd.) (Juni)136139146
Investitionen (Mio. Euro)666546615

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, Bundesverband Druck & Medien (bvdm)

  • begleitet die Entwicklung der Papier- und Druckindustrie und gibt, wo nötig entsprechende Unterstützung, z.B. bei der Umsetzung europäischer Richtlinien in nationales Recht,
  • vertritt die Interessen der deutschen Papier- und Druckindustrie im Bereich des Zollwesens
  • bringt die berechtigten Anliegen der Papier- und Druckindustrie im EU-Binnenmarkt zur Geltung

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