Navigation

Themenseite - Wirtschaftsbranchen

Luft- und Raumfahrt

Einleitung

Quelle: fotolia.com/Jürgen Fälchle

© fotolia.com/Jürgen Fälchle

Die deutsche Luft- und Raumfahrt ist ein Technologie- und Konjunkturmotor in Deutschland. Sie verbindet fast alle Hochtechnologien des Informationszeitalters: Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer-, Werkstoff- und Regeltechnik. Die daraus resultierenden Innovationen haben den Computerbau wesentlich beflügelt und finden auch Anwendung in vielen anderen Industriezweigen. Mobilfunksysteme, Navigationssysteme in Autos, Live-Übertragungen von sportlichen und politischen Großereignissen, Videokonferenzen mit Menschen in fernen Ländern oder globale Umwelt- und Klimaforschung wären ohne die Pionierleistungen dieser Branche nicht möglich. Die Luftfahrt verbindet nicht nur Kontinente, sondern hat sich auch Anfang dieses Jahrtausend als erste Verkehrsbranche der Nachhaltigkeit verpflichtet und konkrete Klimaschutzziele (ACAREAdvisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe 2020) definiert. Die Raumfahrt liefert neue Erkenntnisse über die Erde und das Weltall, erschließt neue Technikanwendungen, ermöglicht neuartige Dienstleistungen und fördert die internationale Zusammenarbeit.

Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland ist damit - obwohl eine vergleichsweise kleine industrielle Branche - von enormer strategischer Bedeutung. Der Anteil der industriellen Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz ist mit durchschnittlich 11 Prozent deutlich höher als in anderen wichtigen Industriezweigen (zum Beispiel Automobilindustrie).

Weiterführende Informationen

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie als Gesamtbranche konnte 2016 ein Umsatzwachstum in Höhe von 8 Prozent erzielen, der Gesamtumsatz erreichte 37,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 34,7 Milliarden Euro). Damit setzte sich der positive Trend fort. Die Gesamtbeschäftigtenzahl verzeichnete ein leichtes Plus von 1 Prozent mit 108.000 direkt in der Luft- und Raumfahrt Beschäftigten (Vorjahreswert:106.800).

Die Zivilluftfahrt ist weiter das größte Einzelsegment der Branche. Global steigende Bestell- und Auslieferungszahlen führten zu einem Umsatzwachstum von rund 7 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro. 75.000 Menschen arbeiten in diesem Segment.

Die deutsche Zulieferindustrie partizipiert an dem Hochlauf der zivilen Luftfahrzeug-Programme. Die mittelständisch geprägte Industrie gewinnt weiterhin Programmbeteiligungen auch bei außereuropäischen Flugzeugherstellern.

Die Militärische Luftfahrt verzeichnete ein Umsatzplus von 8 Prozent. Der Umsatz stieg auf 7,5 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich um 3 Prozent auf 23.800 Mitarbeiter.

Hinter der hochinnovativen Schlüsseltechnologie-Branche Raumfahrt liegt wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016. Der Umsatz erhöhte sich auf 2,9 Milliarden Euro und entspricht 8 Prozent des Branchenumsatzes. Die Beschäftigtenzahl stieg auf 8.900.

Die industrieeigenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegen weiterhin auf sehr hohem Niveau. Sie umfassten im Jahr 2016 ein Volumen von 4 Milliarden Euro; diese Zahl entspricht einem Anteil von 11 Prozent des Branchenumsatzes.

Die Branchenperspektiven für Wachstum und Beschäftigung sind vor allem mittel- und langfristig weiterhin günstig, verlässliche Förderinstrumente geben der Branche Planungssicherheit. Globale Marktprognosen, die bis 2030 von einer Verdopplung des weltweiten Flugzeugbedarfs bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 5 Prozent ausgehen, geben den großen Zivilflugzeugherstellern und auch ihren Zulieferunternehmen eine gute Auslastungsperspektive.

Der Exportanteil im Jahr 2016 lag, gemessen am Umsatz der Gesamtbranche, bei 72 Prozent.

Die Luftfahrtbranche folgt dem Trend vieler Industriezweige hin zu immer kürzeren Innovationszyklen bei gleichzeitig steigenden Produktanforderungen an Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.

Um die technologische Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie dabei nachhaltig zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) diese Branche durch ein eigenständiges Luftfahrtforschungsprogramm. Für den 3. Aufruf des Luftfahrtforschungsprogramms V (2018 bis 2023) wurden durch das Parlament rund 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Anknüpfend an die Erfolge der vergangenen Periode von 2009 bis 2016 fördert das BMWi leistungsfähige Forschungsnetzwerke aus Wissenschaft und Wirtschaft, die den gesamten Innovationsprozess von der Idee bis zur industriellen Verwertung abdecken. Mit dem dritten Programmaufruf (LuFo V-3) wurde eine neue Förderlinie für den Bereich Industrie 4.0 in der Luftfahrt aufgelegt, um luftfahrtspezifische Produktions- und Instandsetzungstechnologien zu entwickeln. Des Weiteren wird die erfolgreiche KMU-Förderlinie weiter ausgebaut.

Zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland müssen u. a. Entwicklungszeiten und -kosten entscheidend gesenkt werden, ohne die technologische Leistungsfähigkeit der Produkte zu beeinträchtigen. Die Förderung des BMWi zielt daher auf die Entwicklung von Technologien für Luftfahrzeuge und Antriebe mit direktem und indirektem Umwelt- und Klimabezug, wie etwa die Senkung des Energieverbrauchs und der Lärmbelästigung und Verfahren zur Effizienzsteigerung von Fertigungs- und Produktionsverfahren bei gleichzeitiger Steigerung des Qualitäts- und Sicherheitsniveaus. Insgesamt stärkt die Förderung die technologischen Kernfähigkeiten der deutschen Luftfahrtindustrie und sichert die Technologieführerschaft in zukunftsträchtigen Bereichen.

Zur effizienten Verwendung der zur Verfügung stehenden Ressourcen ist das Luftfahrtforschungsprogramm eng mit den verschiedenen Förderprogrammen der Bundesländer und der Europäischen Union abgestimmt.

Darüber hinaus ist die Stärkung der Ausrüster- und Zulieferindustrie in Deutschland erklärtes Ziel der Bundesregierung, um so zu einem umweltfreundlichen, sicheren, leistungsfähigen und passagierfreundlichen Luftfahrtsystem beizutragen. Ein wichtiges Instrument zur Förderung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ausrüster- und Zulieferindustrie ist das Luftfahrzeugausrüsterprogramm . Mit dem Luftfahrzeugausrüsterprogramm fördert das BMWi daher anteilig Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Zulieferindustrie einschließlich Triebwerkshersteller durch verzinsliche, teilweise bedingt rückzahlbare Darlehen zur Begrenzung von Entwicklungsrisiken.

Weiterführende Informationen

Airbus

Airbus ist ein entscheidender Impulsgeber für die europäische und somit auch die deutsche Luftfahrtindustrie. In engem Zusammenwirken von Industrie und Politik und gemeinsam mit den europäischen Partnern hat sich der europäische Flugzeughersteller dauerhaft auf Augenhöhe mit Boeing etabliert. In den vergangenen Jahren konnte Airbus Bestellungen und Auslieferungen erzielen, die eine Auslastung für die nächsten 7 bis 8 Jahre sichern. Mittel- und langfristiges Ziel bleibt es, die vorhanden Fähigkeiten, Kernkompetenzen und hochwertigen Arbeitsplätze an den deutschen Standorten zu sichern und auszubauen.

Ausrüster- und Zulieferindustrie

Die Luftfahrtindustrie ist grundsätzlich geprägt vom Duopol Airbus/Boeing. Beide Firmen haben in berechenbarer Abfolge große Entwicklungs- und Produktionsprogramme aufgelegt. Bisher konnten deutsche Zulieferer in einem verhältnismäßig stabilen Umfeld an Programmen des regionalen Systemführers teilhaben. Diese Verhältnisse ändern sich zusehends:

Statt auf Entwicklungsprogramme für neue Flugzeugmodelle setzt vor allem Airbus mehr auf graduelle Verbesserungen an bestehenden Modellen (A320 neo). Große Entwicklungsprogramme laufen zudem aktuell aus (A350). Dies lässt wesentliche deutsche Entwicklungskapazitäten und -fähigkeiten brach liegen.

Mittel- bis langfristig treten neue Wettbewerber z. B. aus Asien auf. Gerade im Bereich kleinerer Flugzeuge profilieren sich zudem Nationen wie Kanada oder Brasilien (Bombardier, Embraer).

Die Zulieferketten internationalisieren sich. Regionale Big Player kaufen nicht mehr schwerpunktmäßig in ihrer Region ein. Die europäische Dominanz in den Airbus-Zulieferketten wird ebenso abnehmen wie die amerikanische Dominanz in der Boeing-Lieferkette. Dies setzt die deutschen Zulieferer einerseits unter Wettbewerbsdruck; eröffnet andererseits aber auch neue internationale Absatzchancen.

Mittelständisch geprägte Zulieferstruktur in Deutschland

Während zum Beispiel Frankreich eine größere Zahl Zulieferer aufweist, die direkt dem Systemhersteller zuliefern (Tier-1-Supplier),  besteht die Zulieferindustrie in Deutschland zumeist aus kleineren eigentümergeführten Firmen in der nachgelagerten Lieferkette. Die deutsche Luftfahrtlandschaft ist von einer großen Zahl hochspezialisierter KMU im Zulieferbereich geprägt. So sind 80 Prozent der Zulieferbetriebe in Deutschland KMU.

Aktuell sind die Systemhersteller bemüht, zunehmend größere Arbeitsanteile auszulagern. Zugleich wird die Anzahl der Betriebe reduziert, die direkt für ein neues Modell zuliefern. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Zulieferern der höchsten Stufe (Tier-1-Supplier) den eigenen Abstimmungsaufwand zu minimieren und Produktions- und Entwicklungsrisiken auf die nachgelagerte Stufe zu verlagern (Zulieferer als sog. Risk-Sharing-Partner).

Nachgefragt werden also immer komplexere Lösungen aus einer Hand, die deutsche Firmen, trotz Technologieführerschaft in ihrem Segment, nur schwer leisten können. Um auch künftig in größeren Projekten auf hoher Ebene in der Lieferkette zum Zuge zu kommen, ist die Branche also gefordert, sich zu Zulieferverbünden zusammenzuschließen oder durch Konsolidierung und Unternehmenszusammenschlüsse neue Tier-1-Supplier zu schaffen. Nur so können komplexe Lösungen angeboten und notwendige Investitionen in Entwicklung aufgebracht werden.

In der Militärluftfahrt sind die Beschaffungsprogramme für Eurofighter (Kampfflugzeug), NH 90 (Hubschrauber), A400M (Transportflugzeug) und Lenkflugkörper zu deren Bewaffnung das Rückgrat der Beschäftigung in der Entwicklung und Produktion.

Anders als im Luftfahrtbereich, in dem der kommerzielle Markt stark ausgeprägt ist, wird die internationale Raumfahrt weitgehend bestimmt durch die staatlichen Raumfahrtstrategien und die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Für die deutsche Raumfahrt haben daher die Raumfahrtpolitik der Bundesregierung und deren Beitrag zu europäischen Strukturen zentrale Bedeutung.

In der Hightech-Strategie 2020 hat die Bundesregierung der Raumfahrt einen besonderen Stellenwert eingeräumt: Raumfahrt ist dort eine wichtige Schlüsseltechnologie. Denn Raumfahrttechnologien sind wichtige Instrumente der modernen Informations- und Industriegesellschaft. So sind etwa Kommunikation und Fernsehberichterstattung oder präzise Klima- und Wetteranalysen abhängig von Raumfahrttechnologien. Die Bundesregierung verfolgt deshalb das Ziel, deutsche Spitzenpositionen in den Raumfahrtanwendungen sowie in der Weltraumforschung und -technologie auszubauen und den deutschen Unternehmen im europäischen und globalen Wettbewerb gute Chancen in den entstehenden Märkten zu bieten.

Hier hat die Bundesregierung in den letzten Jahren klare Akzente gesetzt. Sie hat die Aufwendungen für die Raumfahrt deutlich gesteigert und konsequent in die Bereiche investiert, in denen die Raumfahrt als Werkzeug zum Erreichen wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, strategischer und gesellschaftlicher Ziele beiträgt. Deutschland verfügt heute in der Raumfahrt über leistungsfähige Industrie- und Forschungsstrukturen. Mit den eingesetzten Mitteln wurde Deutschlands Rolle als wichtiger Raumfahrtstandort und seine Position in europäischen und internationalen Programmen gefestigt. Das BMWi fördert auch den branchenübergreifenden Wissens- und Technologietransfer, um Synergieeffekte etwa mit anderen Wirtschaftsbereichen zu stärken und Innovationen schneller umzusetzen.

Deutschland ist nach Frankreich die zweitgrößte europäische Raumfahrtnation. Allein das BMWi fördert die Raumfahrtanwendung und -forschung mit mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr.

Die Bundesregierung stärkt die Raumfahrt als Schlüsseltechnologie im Dienste der Menschen. Sie unterstützt daher unter anderem konkrete Projekte in den Bereichen Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation und Satellitennavigation. Das dadurch gewonnene wissenschaftliche und technische Know-how trägt zur Stärkung des Industrie- und Technologiestandortes Deutschland bei.

Die Umsetzung der deutschen Raumfahrtpolitik ruht auf drei Säulen:

  • Beteiligung an europäischen Programmen, insbesondere an der Europäischen Weltraumorganisation ESA und an EUMETSAT
  • Nationales Weltraumprogramm
  • Raumfahrtforschung im DLR

Deutschland nimmt an Vorhaben der ESA in allen wichtigen Sektoren der Raumfahrt teil. Auf der ESA-Ministerkonferenz 2016 in Luzern hat die Bundesregierung die Rolle Deutschlands weiter gestärkt, u. a. durch die Fortführung des Erdbeobachtungsrahmenprogramms, die Beteiligung an der Fortführung des Betriebs der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) bis zum Jahr 2024 und die Programmzeichnungen in Anwendungsbereichen der Telekommunikation sowie in der Technologieförderung. Deutschland und Frankreich sind die beitragsstärksten Mitgliedsländer der ESA.

Deutschland nimmt an Vorhaben der ESA in allen wichtigen Sektoren der Raumfahrt teil und hat in strategisch wichtigen Programmen wie der Erdbeobachtung durch seine hohe Beteiligung die Führung übernommen. Auf der ESA-Ministerkonferenz 2014 in Luxemburg hat die Bundesregierung die deutsche Rolle in der ESA weiter gestärkt, den europäischen Trägersektor zukunftsfähig gemacht und ist damit mit einer Zeichnung von rund 1,4 Milliarden Euro zusammen mit Frankreich das beitragsstärkste Mitgliedsland.

Das Nationale Programm für Weltraum und Innovation soll die Verfolgung von eigenständigen, besonders auch den Standort Deutschland betreffenden Zielen ermöglichen, die gestaltende Beteiligung an ESA-Programmen vorbereiten und dazu komplementäre nationale und bilaterale Arbeiten durchführen. Einen Schwerpunkt setzt die Bundesregierung hier in Automation und Robotik. Denn die Raumfahrtrobotik ist unverzichtbar für zahlreiche Raumfahrtanwendungen und darüber hinaus eine Sprungbretttechnologie für Anwendungen auf der Erde. Weiterhin fördert die Bundesregierung zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie die Kommerzialisierung und den Technologietransfer in und aus der Raumfahrt. Öffentlich-private Partnerschaften finden auch in der Raumfahrt Eingang und werden bei dafür geeigneten Vorhaben eingesetzt. Entsprechende Regelungen bieten den Beteiligten Rechtssicherheit zum Beispiel für die Vermarktung von Erdbeobachtungsprodukten (Satellitendatensicherheitsgesetz, SatDSiG). Damit ist die Voraussetzung geschaffen worden, innovative Technologieentwicklungen wie die Erhebung von Erdfernerkundungsdaten privatwirtschaftlich zu nutzen und daraus ein tragfähiges Geschäftsfeld zu entwickeln.

Weiterführende Informationen

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt und Raumfahrt (aber auch in den Bereichen Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung) sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden.

Mit über 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erforscht das DLR Erde und Sonnensystem und stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung. Sein Portfolio reicht von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner derzeit bundesweit 20 Standorte.

Am 24. Juli 2017 haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das DLR die Strategie 2030 (PDF, 233 KB) vorgestellt. Sie zielt darauf ab, die Kernkompetenzen des DLR zu stärken und interne Synergiepotenziale noch gezielter zu nutzen, um die Spitzenposition in der Forschung zum Nutzen von Gesellschaft und Wirtschaft weiter auszubauen. Die strategischen Ziele in der Forschung, zehn neue Querschnittsprojekte und der neue Querschnittsbereich Digitalisierung spiegeln diese Ambitionen wider.

In den nächsten Jahren werden sieben weitere DLR-Institute in sechs Bundesländern hinzukommen. Hierfür stellt der Bund jährlich 42 Millionen Euro zur Verfügung. Thematische Schwerpunkte sind die Digitalisierung der Luftfahrtforschung, vernetzte Energiesysteme, der Schutz kritischer maritimer Infrastrukturen sowie Big Data und Smart Data in der Raumfahrt.

An der Umsetzung der deutschen Raumfahrtpolitik ist das DLR in einer Doppelrolle beteiligt:

  • das Raumfahrtmanagement im DLR ist im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene zuständig.
  • als Forschungseinrichtung und Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) leistet das DLR durch sein Portfolio Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen und trägt so zu einer nachhaltigen Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Weiterführende Informationen

Das BMWi:

  • ist federführend für die Luft- und Raumfahrtforschung der Bundesregierung verantwortlich und setzt sich für ressortübergreifende Luft- und Raumfahrtpolitik ein
  • flankiert wichtige Projekte der deutschen Luftfahrt inklusive der dazugehörigen Ausrüsterindustrie
  • unterstützt mit dem fünften zivilen Luftfahrtforschungsprogramm ("LuFo") Forschungs- und Technologieentwicklungsvorhaben mit einer Anwendung in der zivilen, kommerziellen Luftfahrt am Standort Deutschland mit dem Ziel eines umweltfreundlichen, leistungsfähigen und sicheren Luftverkehrssystems
  • gewährt Darlehen für die Zulieferindustrie zur Entwicklung neuer, innovativer Produkte am Standort Deutschland (Luftfahrzeugausrüsterprogramm)
  • fördert den Absatz von zivilen Großraumflugzeugen nach den Bestimmungen des Large Aircraft Sector Understanding
  • fördert die deutschen Raumfahrtaktivitäten über die deutsche Mitgliedschaft in der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das Nationale Programm für Weltraum und Innovation und stellt dazu pro Jahr rund 1 Milliarde Euro an Fördermitteln bereit
  • stellt dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt für die Forschungsbereiche Luft- und Raumfahrt institutionelle Fördermittel in Höhe von ca. 200 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung
  • arbeitet in nationalen, europäischen und internationalen Gremien der Luft- und Raumfahrt mit
  • wirkt an der Gestaltung internationaler Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Export in der Luft- und Raumfahrt mit und fördert konkrete Vorhaben der Luftfahrttechnologie
  • flankiert die Interessen der nationalen Luftfahrtindustrie in europäischen Forschungsrahmenprogrammen wie z. B. Clean Sky, SESAR, HORIZON 2020
  • informiert die Öffentlichkeit über die Luft- und Raumfahrtpolitik

Publikationen

Flyer

Pressemitteilungen

  • 04.09.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Air Berlin: Zypries begrüßt Genehmigung des Kredits durch EU-Kommission

    Video

    Öffnet Einzelsicht
  • 15.08.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Gemeinsame Pressemitteilung zu Air Berlin

    Video

    Öffnet Einzelsicht
  • 24.07.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Bundeswirtschaftsministerium und DLR stellen neue DLR-Strategie vor

    Öffnet Einzelsicht
  • 03.07.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Bündnis für eine starke Luftfahrt in Deutschland – Abschlusssitzung des Runden Tisches Luftfahrtindustrie für die 18. Legislaturperiode

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.06.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries begrüßt Gründung von sieben neuen DLR-Instituten

    Öffnet Einzelsicht
  • 19.05.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries: Wir fördern akademischen Nachwuchs bei der Entwicklung innovativer Technologien im Bereich Luftfahrzeugbau

    Öffnet Einzelsicht
  • 21.04.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries zum Abschluss der 7. Europäischen Konferenz über Weltraumschrott: „Wir brauchen ein verbindliches internationales Regelwerk“

    Öffnet Einzelsicht
  • 27.03.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: "Raumfahrt bewegt!" - Neue Initiative von BMWi und DLR startet in Bonn

    Öffnet Einzelsicht
  • 22.03.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries: „Luft- und Raumfahrtindustrie ist zentraler Technologietreiber für andere Industrien“

    Video

    Öffnet Einzelsicht

Förderbereiche in der Technologiepolitik

Kontakt

Referat IVD2

(Luftfahrt - Geschäftsstelle des Koordinators für Luft- und Raumfahrt)
Ministerialrat Dr. Helmut Greinke

(030) 18 615-74 71

(030) 18 615-54 32 und -54 23

Kontakt

Referat IVD5

(Grundsatzfragen der Raumfahrt, ESA)
Ministerialrat Dr. Karl-Friedrich Nagel

Kontakt

Referat IVD6

(Raumfahrttechnologien)
Ministerialrat Thomas Koch

(030) 18 615-43 03