Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ohne Frauen läuft die Wirtschaft nicht rund. Als Unternehmerinnen schaffen sie neue Produkte und Dienstleistungen. Als hochqualifizierte Fachkräfte sorgen sie dafür, dass Unternehmen wachsen und erfolgreich sind. Als Entscheiderinnen in Politik und Verwaltung prägen sie die Zukunft unseres Landes. So sorgen sie dafür, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland dynamisch und innovativ bleibt.

Aber: In den Chefetagen deutscher Unternehmen finden sich nach wie vor nur wenige Frauen. Lediglich 15 Prozent der Vorstandsposten deutscher börsennotierter Unternehmen sind von Frauen besetzt. Auch im Jahr 2017 hat keiner der 30 DAX-Konzerne eine Frau an seiner Spitze. Und auch als Gründerinnen sowie an der Spitze der öffentlichen Verwaltung sind Frauen unterrepräsentiert.

Das müssen wir ändern! Deutschland kann es sich nicht leisten, auf die Leistungen gut ausgebildeter Frauen zu verzichten.

Deshalb habe ich gemeinsam mit vier anderen Frauen das Manifest #StarkeFrauenStarkeWirtschaft verfasst. Es ist ein Appell an die Politik, die das Thema „Frauen in der Wirtschaft“ weiter voranbringen muss, an die Unternehmen und auch an die Frauen selbst. Die Anregung zu diesem Manifest geht zurück auf Diskussionen, die ich bei unserem Hofgespräch am 19. Juni 2017 geführt habe.

Ich würde mich freuen, wenn auch viele Leserinnen und Leser der Schlaglichter das Manifest unterstützen. Wie das geht und was wir mit dem Manifest im Einzelnen erreichen wollen, lesen Sie in unserem Artikel zu dem Manifest.

Darüber hinaus berichten wir in der vorliegenden Ausgabe über weitere wichtige wirtschaftspolitische Themen. Dazu gehören die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundeswirtschaftsministeriums, das reformierte Telemediengesetz und die Herbstprojektion der Bundesregierung.

Die Rubrik „Zur Diskussion“ befasst sich in diesem Monat mit dem Clearing-Markt. Vor allem international tätige Unternehmen profitieren vom Clearing, wenn es um die Absicherung von Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken durch Finanzderivate geht. Die gewachsene Bedeutung von Clearing birgt erhebliche Herausforderungen für die Finanzmarktregulierung, die durch das Brexit-Votum noch an Brisanz gewonnen haben.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

Brigitte Zypries
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie