Cover der Publikation Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland

Im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer hat das Göttinger Institut für Demokratieforschung Ursachen und Hintergründe für Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und fremdenfeindlich motivierte Übergriffe in Ostdeutschland sowie die Ballung in einzelnen ostdeutschen Regionen untersucht.

Ein Schwerpunkt der Studie ist die Analyse regionaler Prozesse und Besonderheiten. Am Beispiel der sächsischen Städte Heidenau und Freital sowie dem Erfurter Stadtteil Herrenberg wurde der Frage nach spezifisch regionalbedingten Ursachen für die stärkere Verbreitung rechter politisch motivierter Kriminalität und fremdenfeindlichen bzw. rechtsextremen Einstellungen in den neuen Bundesländern nachgegangen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Rechtsextremismus nicht ausschließlich ein Ost-West-Problem ist, sondern auch ein Zentrum-Peripherie-Problem. Befördert wird die Verbreitung rechtsextremistischen Gedankengutes durch spezifische regionale Faktoren, die in Ostdeutschland stärker ausgeprägt sind, so die Autoreninnen und Autoren.

Neben der Darstellung der Ursachen, Hintergründe und regionalen Kontextfaktoren stellen die Autorinnen und Autoren auch Handlungsempfehlungen vor und machen Vorschläge für die Strukturierung des weiteren Forschungsprozesses.