Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,7 % zurückgegangen. [2] Insbesondere die Produzenten von Konsumgütern erhielten weniger Aufträge (-3,0 %), aber auch die Neubestellungen von Investitions- und Vorleistungsgütern fielen geringer aus als im Vormonat. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen sind die Auftragseingänge im Juli um 0,6 % gestiegen.

In der Tendenz sind die Auftragseingänge leicht aufwärtsgerichtet. Im Durchschnitt der Monate Juni und Juli lag das Bestellvolumen um 1,1 % über dem Niveau der beiden Vormonate und auch im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Anstieg (+0,4 %). Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen sind die Auftragseingänge ebenfalls aufwärtsgerichtet (Dreimonatsvergleich: +1,0 %).

Die Bestelltätigkeit befindet sich auf einem sehr hohen Niveau. In den letzten drei Monaten haben die deutschen Unternehmen fast so viele Aufträge eingesammelt wie zuletzt vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008. Die Umsätze in der Industrie und die Stimmungsindikatoren bestätigen dieses positive Bild. Den Indikatoren zufolge hält daher der solide Aufschwung im Verarbeitenden Gewerbe an.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. September 2017.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Census X-12-ARIMA).