Herbstgutachten der Gemeinschaftsdiagnose.

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Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben heute in Berlin ihr neues Herbstgutachten vorgestellt. Die Institute prognostizieren für Deutschland eine kräftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Vor dem Hintergrund eines aufgehellten außenwirtschaftlichen Umfelds erwarten sie in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,9 Prozent. Auch in den kommenden Jahren wird sich nach Ansicht der Institute der Aufschwung schwungvoll fortsetzen, für die Jahre 2018 und 2019 prognostizieren sie Wachstumsraten von 2,0 Prozent und 1,8 Prozent.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Das Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute attestiert der deutschen Wirtschaft erneut eine sehr gute Verfassung. Die Investitionen festigen die Konjunktur und wirken sich günstig auf unser langfristiges Wachstum aus. Auch die positiven Aussichten für die Entwicklung im Euroraum sind eine gute Botschaft. Unsere derzeitige wirtschaftliche Stärke gibt uns die Möglichkeit und den Auftrag, anstehende wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Herausforderungen anzugehen. Die Grundlagen für langfristiges Wachstum müssen weiter verbessert werden, insbesondere die Rahmenbedingungen für Investitionen. Ebenso müssen wir uns den Herausforderungen des demographischen Wandels stellen. Die Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die erfolgreiche Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt bleiben von hoher Bedeutung.“

Der Aufschwung habe an Stärke und Breite gewonnen. Investitionen und Impulse aus der Außenwirtschaft tragen zunehmend zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bei, so die Institute. Der private Konsum bleibe eine tragende Säule des Wachstums. Grundlage hierfür ist die anhaltend dynamische Entwicklung am Arbeitsmarkt. Für die kommenden Jahre sehen die Experten hier aber Anzeichen für Knappheiten in bestimmten Bereichen.

Die Institute erwarten merkliche strukturelle Haushaltsüberschüsse, die dazu genutzt werden könnten, die ökonomischen Rahmenbedingungen der deutschen Wirtschaft weiter zu verbessern.

Die Bundeswirtschaftsministerin wird die Herbstprojektion der Bundesregierung am 11. Oktober 2017 vorlegen.