Karte von Zentralbalkan

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Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Dirk Wiese nimmt heute an der Westbalkan-Konferenz in Triest teil. Die mittlerweile vierte Konferenz setzt neue Impulse für die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Dirk Wiese: „Der Westbalkan ist eine wichtige wirtschaftliche Region und wird ein immer engerer Partner für unsere Wirtschaft. Mit der heutigen Konferenz wollen wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausbauen und die Region unterstützen, ihre Wirtschaftspotenziale besser zu nutzen. Heute soll daher ein Mehrjahresplan zur Schaffung eines regionalen Wirtschaftsraumes verabschiedet werden, der die Kooperation in der Region vertiefen wird und zugleich die Region als Standort für Auslandsinvestitionen attraktiver machen soll. Auch weitere konkrete Schritte, wie die Gründung einer Transportgemeinschaft und die Organisation eines IT-Summits sollen vereinbart werden.“

An den Westbalkan-Konferenzen nehmen die Regierungschefs, Außen- und Wirtschaftsminister der Westbalkanländer Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Kroatien und Slowenien sowie die Ausrichterländer Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien teil. Die Konferenzreihe (nach Berlin in Wien, Paris und nun Triest) wird in der Region als „Berlin-Prozess“ bezeichnet. Zur heutigen Konferenz sind auch Vertreter der Zivilgesellschaft eingeladen.

Neben einem Wirtschaftsforum werden Maßnahmen zur Einführung der dualen Berufsbildung, der Organisation eines IT-Summits sowie der Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität Themen der Konferenz sein. Mit der Gründung einer Transportgemeinschaft sollen zudem der intraregionale Güteraustausch und damit der Handel in der Region weiter gefördert werden.

Die wirtschaftlichen Beziehungen der Westbalkan Staaten mit Deutschland erreichten 2016 mit einem Handelsvolumen von rund 23,68 Mrd. Euro einen neuen Höchststand. Die Bundesregierung unterstützt den bilateralen Handel auch durch die 2014 initiierten „Einkaufsinitiative Westbalkan“, die Kontakte zwischen deutschen Unternehmen und potenziellen Zulieferern in der Region knüpft.